Virtuelle Filmvorführung GdV-on-Demand: The Untold Story of Emmett Louis Till (2005), Regie: Keith A. Beauchamp

The Untold Story of Emmett Louis Till © Keith A. Beauchamp

Fr, 27.11.2020 -
So, 29.11.2020

19:00 Uhr - 19:00 Uhr

Online

Präsentiert vom Goethe Pop Up Kansas City

Die Goethe-Institute und Goethe Pop Ups in Nordamerika präsentieren eine virtuelle Vorführung von dem Dokumentarfilm The Untold Story of Emmett Louis Till (2005), Regie: Keith A. Beauchamp.

Diese Vorführung gehört zum Filmprogramm STP-on-Demand. Bitte melden Sie sich an, um Zugang zu dem Film zu erhalten. Der Link und das Passwort werden durch Eventbrite am Freitag, 27. November, um 19:00 Uhr CST verschickt. Der Film wird bis zum 29. November um 19:00 Uhr CST zur Verfügung stehen.


Dieser Film wird in den USA, in Mexiko, und in Kanada verfügbar stehen.
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Gestaltung der Vergangenheit: Wie wird die Vergangenheit von uns wahrgenommen? Wie wird die Geschichte von uns durch den Film interpretiert? 

Diese virtuelle Vorführung ist Teil des Filmprogramms GdV-on-Demand, kuratiert von den Kolleg*innen der Goethe-Institute und Goethe Pop Ups in Nordamerika. 

Gestaltung der Vergangenheit (Shaping the Past) knüpft an die Arbeit lokaler, nationaler und länderübergreifender Bewegungen zur Reflexion von Erinnerungskultur an und bündelt und diskutiert neue Perspektiven auf Formen des Erinnerns. Das Projekt ist eine Kooperation des Goethe-Instituts, des Monument Lab und der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). 

#ShapingThePast #STP #GestaltungderVergangenheit #GdV #MonumentLabFellows #BPB

The Untold Story of Emmett Louis Till
USA, 2005, 70 Min.
Regie: Keith Beauchamp
Sprache: English
Untertiteln: Englisch

Statement vom Team:

Dieser Film wird vom Goethe Pop Up Kansas City in Vorbereitung auf die virtuelle Panel Diskussion „Orte der Erinnerung und der Versuch der Aussöhnung“ am 1. Dezember 2020 gezeigt. Die Diskussion kreist um zwei Erinnerungsorte, die zum Gedenken an die Opfer von Lynchmorden errichtet wurden: Emmett Till im Mississippi Delta und Levi Harrington in Kansas City.

Wie prägen rassistische Terrorakte der Vergangenheit und ihre Erinnerung daran in der Gegenwart unsere Gesellschaft? Der Film The Untold Story of Emmett Louis Till gibt Zuschauer*innen die Gelegenheit, vor der Panel Diskussion des Goethe Pop Up Kansas City mehr über das Leben und den grausamen Tod von Emmett Till zu erfahren. Es diskutieren: Patrick Weems, Shaping the Past Fellow und Leiter des Emmett Till Interpretive Center, Glenn North, Mitbegründer des Community Remembrance Project Missouri in Kansas City, das sich für die Erinnerung an Levi Harrington engagiert, sowie Susan Neiman, amerikanische Philosophin und Direktorin des Einstein Forums in Potsdam. Moderiert wird das Gespräch von Dave Tell, Co-Direktor am Institute for Digital Research in the Humanities (University of Kansas) und Autor des Buches Remembering Emmett Till (2019).

Synopsis:

Emmett Louis Till wurde 1941 geboren. 1955 wurde er brutal getötet. Mit nur 14 Jahren wurde der afroamerikanische Junge in Mississippi ermordet, nachdem er beschuldigt worden war, eine weiße Frau im Laden ihrer Familie angepfiffen zu haben.

Der Mord war brutal. Till wurde von ein paar weißen Männern angegriffen und getötet. Was es noch grausamer machte, war die Tatsache, dass die Männer später freigesprochen wurden. Dieses ungerechte Verhalten des Gerichts zog viel negative Aufmerksamkeit auf sich. Darüber hinaus unterstrich es die Notwendigkeit, die Verfolgung der afroamerikanischen Menschen zu beenden. Zu dieser Zeit war die USA extrem rassistisch. Alles in allem wurde Emmett Till zu einer Ikone. Er erwies sich als Vertreter des Kampfes für die Bürgerrechtsbewegung, wenn auch nach seinem Tod.

Seine Geschichte wurde in der Kultur oft in Büchern, Musik oder Dokumentarfilmen illustriert. Aber nichts lässt sich mit Keith A. Beauchamps Werk vergleichen. Beauchamp nahm sich die Zeit, einen interessanten Dokumentarfilm zu schaffen. Während die Geschichte von Emmett Till in der ganzen Welt bekannt war, hat Beauchamp dieses ganze Unterfangen auf eine neue Ebene gebracht. Es gelang ihm, mit Verwandten oder Zeugen in Kontakt zu treten, und er erhielt Zeugenaussagen, die noch nie zuvor gesehen wurden. Der Film entstand als Dokumentarfilm und soll das grausame Profil der USA in Bezug auf die damalige Mentalität unterstreichen.

The Untold Story of Emmett Louis Till wurde vom Team des Goethe Pop Up Kansas City für STP-on-Demand ausgewählt.
Zur Reservierung Der Filmemacher

Keith A. Beauchamp studierte Strafjustiz an der Southern University in Baton Rouge, Louisiana. Ursprünglich hatte er die Absicht, Rechtsanwalt für Bürgerrechte zu werden. Als kleiner Junge in Baton Rouge hatte Beauchamp seinen Anteil an rassistischen Auseinandersetzungen. Aber erst ein Vorfall, bei dem er von einem Undercover-Polizisten angegriffen wurde, nachdem er mit einem weißen Klassenkameraden auf einer Party getanzt hatte, zwang ihn, den Rassismus zu bekämpfen und nach New York zu ziehen. Dort konnte er einen Traum verfolgen und Filmemacher werden. Dadurch würde er dann versuchen, einige der vergangenen und gegenwärtigen Ungerechtigkeiten zu beheben.

Im Herbst 1997 zog Beauchamp von Baton Rouge nach New York um. Er fand schnell Arbeit bei Big Baby Films, eine Firma, die sich auf die Produktion von Musikvideos konzentrierte. Beauchamp verfeinerte tagsüber seine Fähigkeiten hinter der Kamera. Im Alter von nur 10 Jahren hat Beauchamp zum ersten Mal von Emmett Tills Geschichte und Mord gelernt, als er ein Jet-Magazin sah, das ein Bild von Emmett Tills Leiche zeigte.

1999 gründete Beauchamp Till Freedom Come Productions, ein Unternehmen, das sich gesellschaftlich bedeutsamen Projekten widmet, die sowohl lehren als auch unterhalten können. Er hat die letzten zweiundzwanzig Jahre seines Lebens damit verbracht, die Geschichte von Emmett Till zu erzählen. Er ist ausgiebig zwischen New York, Chicago und Mississippi gereist, um den historischen Mord zu untersuchen. Während seiner Reise befreundete er Mamie Till Mobley, die Mutter von Emmett Till.

Beauchamp ist derzeit der ausführende Produzent und Moderator der Crime Reality-Serie von Investigation Discovery, The Injustice Files, und der Produzent des kommenden Spielfilms Till. Er ist auch ein häufiger Dozent an Colleges und Universitäten in den USA.

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