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goethe on demand hauskino

Goethe on Demand: die Streaming-Plattform des Goethe-Instituts
Haus-Kino

Im Mai startet eine zweite Ausgabe der Online-Filmreihe Haus-Kino über die Plattform Goethe on Demand. Organisiert von den Goethe-Instituten in Argentinien, Uruguay, Chile, Peru, Kolumbien und Venezuela und dem Goethe-Zentrum in Paraguay werden jeden Monat ein Dokumentar- und ein Spielfilm zum gleichen Thema gezeigt. Eine einmalige Gelegenheit, zeitgenössische Autorenfilme kennenzulernen, aber auch Klassiker des deutschen Kinos neu zu entdecken. Gezeigt werden u.a. Filme von Tatjana Turanskyj, Monika Treut, Heinz Emigholz, Janna Ji Wonders und Johannes Maria Schmit.

An jedem dritten und vierten Donnerstag im Monat ist ein neuer Film mit spanischen Untertiteln kostenlos auf der Plattform Goethe on Demand verfügbar.

Nach der Reservierung im genannten Zeitraum steht der Film 48 Stunden zur Verfügung. 
Kostenlos. Mit spanischen Untertiteln

Plattform Goethe on Demad

JULI 2022: DIE ERZÄHLKUNST NEU ERFINDEN

Die Formen des Erzählens im Film werden ständig neu geprägt, verändern sich und verschieben ihre Grenzen. Im Juli präsentiert Haus-Kino zwei Filme, die neue Wege der Kommunikation mit dem Publikum einschlagen und traditionelle Ideen des Filmemachens infrage stellen. The Lobby von Heinz Emigholz ist ein Film, der in seinen Aufnahmen mit visueller Akrobatik neue Erzählformen erfindet. Und die iranische Filmemacherin Narges Kalhor erzählt in ihrem Dokumentarfilm In the Name of Scheherazade oder der erste Biergarten in Teheran eine Geschichte, die sich mit einer anarchischen Wucht des Filmens, des Begehrens und der Wahrnehmung zwischen Traum und Realität bewegt. Beide Filme versetzen uns in einen Zustand der Verunsicherung und Verzauberung, indem sie die übliche, bequeme Zuschauerhaltung aufbrechen, mit der wir gewöhnlich Filme sehen. Sie stellen eine Herausforderung, eine Verführung und eine Suche des experimentellen Filmens dar.

El lobby © Filmgalerie 451, Heinz Emigholz

The Lobby

76 Min., 2020
Regisseur: Heinz Emigholz

Donnerstag 21. bis Sonntag 24. Juli. So lange Visualisierungen zur Verfügung stehen.
 

En el nombre de Scheherazade © Oasys Digital

En el nombre de Scheherazade o el primer Biergarten en Teheran

76 min., 2018/2019
Directora: Narges Kalhor 

A partir del jueves 28 hasta el domingo 31 o hasta agotar las visualizaciones. 
 


Frühere Programme


Juni 2022: GENERATIONSPERSPEKTIVE

Im Juni zeigt das Haus-Kino im Rahmen des „International Pride Day“ zum Gedenken an die Stonewall-Unruhen von 1969 zwei Filme zum Thema Geschlechteridentität, die den Blick erweitern und dazu einladen, uns darauf einzulassen. Es handelt sich dabei um den neuen Dokumentarfilm Genderation der schon legendären Regisseurin Monika Treut, für den sie nach San Francisco zurückkehrt, um die „Gendernauten“ der Trans-Bewegung der 1990er Jahre zu besuchen. Zum anderen wird der Spielfilm Neubau gezeigt, das Filmdebüt von Johannes Maria Schmit, ein queerer Heimatfilm über einen jungen Transsexuellen, der zwischen der Ruhe auf dem Land und dem Glücksversprechen der Großstadt schwankt. Aus der Perspektive verschiedener Generationen von Filmemachern und Protagonisten schildern beide Filme auf einfühlsame und hoffnungsvolle Weise die (fiktive oder reale) Gegenwart, das Leben in der Gemeinschaft, das Alter und den Tod, den Raum und die Sehnsüchte von Transmenschen.
 

Genderation © Monika Treut

Genderation

Genderation (88 min., 2021) 
Regisseurin: Monika Treut

Donnerstag 16. bis Sonntag 19. Juni 2022. So lange Visualisierungen zur Verfügung stehen.
 

Neubau © Schuldenberg Films - Smina Bluth

Neubau

Neubau (82 min., 2020) 
Regisseur: Johannes Maria Schmit   

Donnerstag 23. bis Sonntag 26. Juni 2022. So lange Visualisierungen zur Verfügung stehen.


MAI 2022: EMANZIPIERT?

Im Mai zeigt das Haus-Kino zwei Filme, die sich mit der Emanzipation der Frau in ihren persönlichen und beruflichen Beziehungen befassen.

Die Filmemacherin und Vertreterin des deutschen feministischen Kinos, Tatjana Turanskyj, zeigt in Eine flexible Frau die konservative Emanzipation, der Frauen im Kontext der Arbeitsflexibilität des globalisierten Kapitalismus unterworfen sind. In dem bewegenden Dokumentarfilm Walchensee forever von Janna Ji Wonders befragt die Regisseurin die Frauen in ihrer Familie nach der Befreiung von ihren emotionalen Bindungen zu Männern und ihrem Herkunftsort. Zwei Biografien kämpferischer Frauen, die zum Nachdenken und zur Fortsetzung des Kampfes für eine echte Frauenemanzipation einladen.

Beide Filme können kostenlos mit spanischen Untertiteln auf der Plattform Goethe on Demand angesehen werden.

Kurzhaarige Frau  schaut in die Ferne an einem hellen Tag © Eine flexible Frau

Eine flexible Frau

Eine flexible Frau (97 min., 2010)
Regie: Tatjana Turanskyj

Donnerstag 19. bis Sonntag 22. Mai 2022

Drei Personen sitzen auf einer Bank vor einem See © Flare Film

THE CASE YOU

Walchensee forever (110 min., 2020)
Regie: Janna Ji Wonders

Donnerstag 26. bis Sonntag 29. Mai 2022.


Oktober 2021: Vertrieben

Auf vollkommen unterschiedliche Weise beschreiben die beiden Filme, die Haus-Kino im Oktober präsentiert, Menschen, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Den heimatlichen Herkunftsort aufgrund von traumatischen Ereignissen verlassen zu müssen, ist oft nur schwer zu ertragen und in Extremfällen kann es bedeuten, dass das Leben auch danach noch in Gefahr ist.

Der Spielfilm Exil von Visar Morina ist ein beunruhigendes Drama von einem ausländischen Chemieingenieur, der in Deutschland arbeitet und in eine tiefe Identitätskrise fällt, weil er sich von seinen Kollegen diskriminiert fühlt. Mit einer ganz besonderen, dokumentarischen Herangehensweise fordert Havarie von Philip Scheffner große Aufmerksamkeit und Reflexion des Zuschauers. Ein Schlauchboot voller Flüchtlinge und ein Kreuzfahrtschiff mitten auf dem Meer. Indem Scheffner den Ton verdichtet und vom Bild loslöst, schafft er einen unglaublich intensiven Wahrnehmungsraum für den Zuschauer. Ein radikaler Befreiungsschlag des Kinos.

Szene vom Film "Exil" mit Frau am Schreibtisch in dunklem Zimmer © Komplizen Film

Exil

Visar Morina, 2020, 121 Min. 

Dienstag 5. bis Freitag 8. Oktober

Menschen schwimmend auf hoher See © pong Film GmbH 2016

Havarie

Philip Scheffner, 2016, 97 Min. 

Dienstag 19. bis Freitag 22. Oktober

Visar Morina und Philip Scheffner © Visar Morina / Philip Scheffner

Filmemacher im Dialog

Visar Morina und Philip Scheffner im Gespräch mit Alejandra Trelles.

Samstag 23. Oktober
Um 16 Uhr
Zoom-Veranstaltung mit vorheriger Einschreibung
 


September 2021: Mann sein

Im September zeigt Haus-Kino zwei starke Filme zum Thema Mann Sein. Der Spielfilm Atlas (2017) von David Nawrath erzählt die Geschichte eines Mannes, der eine der undankbarsten Arbeiten verrichet, er ist Möbelpacker bei Zwangsräumungen. In einer dieser Räumungsaktionen glaubt er in dem Mieter seinen Sohn zu erkennen und muss sich nun nicht nur mit dem Druck seines Arbeitgebers sondern auch mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen.

Und in hybridem Dokumentarfilmformat Männerfreundschaften (2018), eine spannende Einladung von Rosa von Praunheim, der anhand von übermütigen und unbekümmerten Assoziationen der Frage nach der Homosexualität des renommiertesten deutschen Schriftstellers Johann Wolfgang von Goethe nachgeht und gleichzeitig die Möglichkeit einer romantischen Beziehung zu dem berühmten Dichter Friedrich Schiller untersucht. Von Praunheim präsentiert seine ausgiebigen Forschungen in nachgestellten Szenen und wirft die Frage einer möglichen Neudeutung der deutschen Klassik auf.

Vier Männer mit winterlicher Kleidung stehen vor einem LKW © 235Film - Tobias von dem Borne

Atlas

David Navrath, 2017, 100 min.

Dienstag 7. bis Freitag 10. September

Zwei sich küssende Männer © Rosa von Praunheim Filmproduktion

Männerfreundschaften

Rosa von Praunheim, 2018, 85 Min., hybrider Dokumentarfilm.

Dienstag, 21. bis Freitag 24. September

Foto von Rosa von Praunheim und David Nawrath © Rosa von Praunheim Filmproduktion / David Nawrath

Filmemacher im Dialog

Rosa von Praunheim und David Nawrath im Gespräch mit María José Santacreu.

Samstag 25. September
In Argentinien und Uruguay um 16 Uhr
In Paraguay um 15 Uhr
Zoom-Veranstaltung mit vorheriger Einschreibung


August: Familienbande

Im August präsentiert Haus-Kino einen Spiel- und einen Dokumentarfilm, die beide der Frage nach dem deutschen Begriff von Heimat nachgehen, der kaum in andere Sprachen zu übersetzen ist und mit Begriffen wie Ort der Zugehörigkeit, Ursprungsland, Vaterland oder auch ein Raum in der Zeit umschrieben werden

Der Klassiker Malou (1980/81) der deutsch-argentinischen Filmemacherin Jeanine Meerapfel begleitet die junge Hannah auf ihrem Weg der Selbstfindung auf den Spuren ihrer Mutter Malou, die alles hinter sich ließ, um einem Mann nach Argentinien zu folgen.

In dem Meisterwerk Heimat ist ein Raum aus Zeit (2019) verwebt der Dokumentarfilmemacher Thomas Heise persönliche Dokumente seiner Familie aus vier Generationen und lässt den Zuschauer ein Jahrhundert deutscher Geschichte hautnah nachempfinden.

Malou © Neue Visionen Medien GmbH

Malou

Jeanine Meerapfel, 1981, 94 min.

Dienstag 3. August
In Argentinien und Uruguay von 19 bis 24 Uhr
In Paraguay von 18 bis 23 Uhr

heimat ist ein raum aus zeit © Thomas Heise

Heimat ist ein Raum aus Zeit

Thomas Heise, 2019, Farbe + s/w, 228 Min.

Dienstag 17. August
In Argentinien und Uruguay von 19 bis 24 Uhr
In Paraguay von 18 bis 23 Uhr

Portrait links Jeanine Meerapfel |  Portrait rechts Thomas Heise

Filmemacher im Dialog

Jeanine Meerapfel und Thomas Heise im Gespräch mit Fernando Juan Lima.

Samstag 21. August
In Argentinien und Uruguay um 16 Uhr
In Paraguay um 15 Uhr
Zoom-Veranstaltung mit vorheriger Einschreibung


Juli 2021: Geschichte(n) aus Westdeutschland

Die beiden Juli-Filme von Haus-Kino reflektieren die in der Bundesrepublik Deutschland ab den 1960er Jahren vorherrschende Weltanschauung, die stark vom wachsenden Wohlstand und dem Glauben an ein unendliches Wachstum geprägt war.

Mit seinem unwiderstehlichen Humor verleiht der kleine Hape in Der Junge muss an die frische Luft (von Oskargewinnerin Caroline Link, 2018) dem schwierigen Alltag der Arbeiterfamilie im Ruhrgebiet der 1970er Jahre einen ganz besonderen Glanz. Juliane Henrich hingegen spürt der Frage nach, wie der Begriff des „Westens“ sich von seiner ursprünglichen Bedeutung loslösen und zur Bezeichnung einer Ideologie, eines Gesellschaftsmodells werden konnte, um schließlich in jede Spalte der  westdeutschen Geschichte zu dringen

Szene aus dem Film „Der Junge muss an die frische Luft“ © UFA Fiction

Der Junge muss an die frische Luft

Caroline Link, 2018, 100 Min., Spielfilm

Dienstag 6. Juli
In Argentinien und Uruguay von 19 bis 24 Uhr
In Paraguay von 18 bis 23 Uhr

Szene aus dem Film „Aus westlichen Richtungen“ © Juliane Henrich

Aus westlichen Richtungen

Juliane Henrich, 2016, 61 Min. Dokumentarfilm-Essay

Dienstag 20. Juli
In Argentinien und Uruguay von 19 bis 24 Uhr
In Paraguay von 18 bis 23 Uhr

Juliane Henrich und Ruth Toma © Danny Avidan / © Rolf Silber

Filmemacher im Dialog

Juliane Henrich und Ruth Toma im Gespräch mit Lucía Sapena.

Samstag 24. Juli
In Argentinien und Uruguay um 16 Uhr
In Paraguay um 15 Uhr
Zoom-Veranstaltung mit vorheriger Einschreibung


JUNI 2021: AUSGEGRENZT

HAUS-KINO eröffnet sein Programm im Juni mit zwei Filmen, die die kleine Benni (9) und die bezaubernde Carlotta (50) begleiten. Beiden bleibt aufgrund unterschiedlicher persönlicher Probleme eine Aufnahme in normale gesellschaftliche Strukturen verschlossen.
 
Der Spielfilm Systemsprenger von Nora Fingscheidt zeichnet ein bewegendes Bild von Benni und den Menschen, die immer wieder scheitern in ihren Versuchen, dem traumatisierten Mädchen Halt zu geben und zu helfen, ihre Ängste und Aggressionen zu überwinden.
 
Carlotta dagegen geht in dem hybriden Dokumentarfilm Lost in face von Valentin Riedl einen sehr eigenen Weg, um mit ihrer physischen Behinderung kreativ umzugehen.

Systemsprenger © kineo Film / Weydemann Bros. / Yunus Roy Imer

Systemsprenger

Nora Fingscheidt, 2019, 119 Min.

Dienstag, 1. Juni
Argentinien und Uruguay 19 bis 24 Uhr
Paraguay 18 bis 23 Uhr

Lost in face © Corso Film

Lost in face

Valentin Riedl, 2020, 81 min.

Dienstag, 15. Juni
Argentinien und Uruguay 19 bis 24 Uhr
Paraguay 18 bis 23 Uhr

Fingscheidt Riedl © Philip Leuter / © Valentin Riedl

Filmemacher im Dialog

Nora Fingscheidt und Valentin Riedl im Dialog mit Diego Brodersen.

Samstag, 19. Juni
Argentinien und Uruguay 16 Uhr / Paraguay 15 Uhr
Zoom-Veranstaltung mit vorheriger Einschreibung.

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