Kim Busch DOC MONTEVIDEO 2017

Kim Busch arbeitet seit 2011 in unterschiedlichen Bereichen für DOK Leipzig. Seit 2014 ist sie Programmkoordinatorin für das Festival sowie für weltweite Kooperationen. Nach ihrem Masterabschluss in Medien- und Kommunikationswissenschaften konnte sie durch ihre Tätigkeiten für unterschiedliche Produktionsfirmen in ganz Deutschland, die auf Dokumentationen und Fiktionen spezialisiert sind sowie bei der Mitteldeutschen Medienförderung (MDM) in Leipzig Erfahrung sammeln.
 

DOK Leipzig

DOK Leipzig ist international eines der führenden Festivals für künstlerischen Dokumentar- und Animationsfilm und das älteste Dokumentarfilmfestival der Welt. Zudem präsentiert das Festival die neusten Entwicklungen im interaktiven Storytelling. DOK Leipzig zieht jährlich Ende Oktober rund 48.000 Zuschauer an und zeigt rund 300 Filme aus der ganzen Welt. Neben der Offiziellen Auswahl mit seinen Wettbewerben komplettieren etwa der Länderfokus, die Retrospektive sowie Kinder- und Jugendreihen das Filmprogramm. Während der Festivalwoche finden parallel zu den Filmen rund 70 Veranstaltungen für Fachbesucherinnen und Fachbesucher statt, die DOK Leipzig zu einem wichtigen internationalen Treffpunkt der Dokumentar- und Animationsfilmbranche machen.

DOK Leipzig und DocMontevideo kooperieren erfolgreich seit 2010. Jedes Jahr hat ein/e Vertreter/in von DOK Leipzig die Möglichkeit, DocMontevideo zu besuchen und dort neue und spannende Dokumentarfilmprojekte aus Lateinamerika zu entdecken. In jedem Jahr vergibt DOK Leipzig die Möglichkeit der Teilnahme am Co-Pro Market an eines der Pitching-Projekte von DocMontevideo. Der Co-Pro Market ist eine einzigartige Plattform für Projekte, die sich in der Entwicklungsphase befinden, um internationale Branchenvertreter, Koproduzenten, Sender, Vertriebe sowie Verleihe, Förderer und viele weitere zu finden. Allen 35 Projekten, die aus ca. 200 Einreichungen ausgewählt wurden, werden individuell zugeschnittene Treffen mit den internationalen Partnern angeboten, um ihnen die Realisierung ihres Projekts zu ermöglichen.

DOC Montevideo

Busch-Quijano-van Hemelryck-Weiskopf Foto: Kim Busch "Eine ereignisreiche Woche beim Doc Montevideo geht zu Ende und es war ein voller Erfolg. Unter anderem wurden 13 lateinamerikanische Dokumentarfilmprojekte vorgestellt - eines vielversprechender als das andere. Besonders prominent waren in diesem Jahr Projekte, die einen Blick auf Entwicklungen in Lateinamerika mithilfe der persönlichen Erfahrungen und Lebensgeschichten der Filmemacher/innen richten. Bei den Gesprächen über die Ausrichtung und Realisation der Filme konnte viel bewegt werden, die Kreativität der jungen Filmschaffenden ist beeindruckend und die emotionale Offenheit, eigene Erlebnisse mit der Welt zu teilen, um diese ein Stückchen verstehbarer zu machen, hat mich sehr berührt.

Dank der Kooperation zwischen Doc Montevideo und DOK Leipzig, maßgeblich unterstützt durch das Goethe-Institut Montevideo, kann in diesem Jahr wieder ein Filmteam nach Leipzig eingeladen werden. Die Wahl fiel auf "4K: La frontera invisible" von Alejandro Quijano. Dabei handelt es sich um ein kolumbianisches Projekt, welches das Leben und Leiden, die Kriminalität, den Verlust aber auch die Hoffnung in Favelas zeigt. Das Team wird in Leipzig die Möglichkeit haben, am Co-Pro Market teilzunehmen, um neue mögliche Partner und Unterstützer zu finden.

Es hat mich sehr gefreut, das hiesige Festival und Montevideo selbst besuchen zu dürfen und ich nehme viele neue Eindrücke und schöne Begegnungen mit nach Hause."

Übersetzung: Marie-Kathrin Elbel