Virginia Scasso Internationales Treffen der Kulturmanager, Santa Cruz de la Sierra, Bolivien - Oktober 2017

Vom 25.bis 28. Oktober 2017 fand in Santa Cruz, Bolivien, unter dem Titel “Theorie und Praxis des Kulturmanagements” das Internationale Treffen der Kulturmanager statt, organisiert vom Goethe- Institut und der Organisation “Visión Cultural”.

An dieser Veranstaltung nahmen 25 internationale Diskussionsteilnehmer*innen (aus Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Costa Rica, Ecuador, Spanien und den USA) sowie 35 Diskussionsteilnehmer*innen aus Bolivien teil.

Es sollte die Frage diskutiert werden, wie man Kulturmanagement definieren kann und welche Auswirkungen es auf die künstlerische Produktion und die Erzeugung kultureller Ausdrucksformen hat. In diesem Zusammenhang gab es viele Vorträge, Workshops zu Schnittstellen künstlerischer Arbeiten.

Erster Tag
Am ersten Tag wurde das Internationale Treffen der Kulturmanager von Norma Campos von der Fundación Visión und von Michael Friedrich, dem Direktor des Goethe- Instituts in La Paz, im CCP (Plurinational Cultural Center) eröffnet. Anschließend präsentierte Christian Antoine, Chile, seinen Vortrag zur Entwicklung des Mäzenatentums und des Kulturmanagements unter Berücksichtigung der Geschichte privater Finanzierung von Kulturprojekten.

Es folgten der Vortrag “Öffentliche Politik als Basis der Zusammenarbeit” von Clara Mónica Zapata aus Kolumbien, die Analyse “Kulturpolitik in Lateinamerika: Lebendige Kommunale Kultur” von Antonio Albino Canelas Rubim aus Brasilien sowie der Beitrag von Lidia Bracco aus Argenitinien, die unter dem Titel “Kulturpolitik in den Bezirken: Erfahrungen und Evaluation” von der Gemeinde Ituzaingo berichtete.

Zweiter Tag
Am zweiten Tag wurden in parallel stattfindenden Panels Vorträge mit unterschiedlichen Themen präsentiert:
  • Management des Kulturerbes an der privaten Universität von Santa Cruz (UPSA)
  • Kulturmanagement und Entwicklung. Kulturmanagement und Bildung. Kulturmanagement und Bürgerschaft. (CCP)
Zudem fanden vier Workshops im Goethe- Zentrum statt:
  • Kulturpolitik und Kooperationen
  • Kulturrecht: Entstehung, Entwicklung und Auswirkungen. Instrumente für einen aktuellen Ansatz
  • Von der Theorie zur Praxis: Werkzeuge der dramatischen Struktur im Dienste des Kulturmanagers
  • Tanzworkshop: Es lebe die Jarana- tänzerisches und musikalisches Erbe der Halbinsel Yucatan, Mexiko
Dritter Tag
Der dritte Tag des Internationalen Treffens der Kulturmanager war der Präsentation bolivianischer Beispiele und Praktiken gewidmet. 
Ich werde zwei hervorheben:
  • “Meraki Theater- Bar: Wie viel willst du riskieren?” von Ronaldo Vaca Pereria, Santa Cruz
  • "Management als integraler Bestandteil einer ganzheitlichen sozialen Initiative" von ARTECAMPO, Irene Mairemi Pita, Santa Cruz
Abschließend gab es Diskussionstische mit drei Themen:
  • Kulturmanagement, Entwicklung, Bürgerschaft und Rechte
  • Kulturerbe- Management
  • Richtlinien, Zusammenarbeit und Vorschriften
Vierter Tag
Reise zur Jesuiten- Mission San José de Chiquitos (1696), Hauptsitz der ersten Stiftung von Santa Cruz, um ein lokales Managementmodell kennenzulernen, das zum Ziel hat, den Wert des Kulturerbes herauszustellen und weiter zu entwickeln.

Diese älteste Jesuiten-Mission von Chiquitanía wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe  erklärt. Zudem wird dort sehr erfolgreich das renommierte “Internationale Festival der Amerikanischen Renaissance- und Barockmusik” "Misiones de Chiquitos" veranstaltet.