Leinen los! Wir beginnen unsere Seereise im kolumbianischen Pazifik mit zwei runden Diskussionstischen im Radio, bei denen sich Klänge, Geschichten und Realitäten kreuzen: „Buenaventura: quejloqué“ und „Aguas del Pacífico“. Auf unserer Reise verbinden wir weitere Häfen in Venezuela, Brasilien, Paraguay, Uruguay, Argentinien und Chile.
In diesem Gespräch vereinen sich Musik und sozialer Aktivismus, um die Hintergründe der Gewalt zu verstehen, die in Buenaventura herrscht. Dabei kommen Aktivist*innen und Musiker*innen zu Wort, die im Hip-Hop ihre Ausdrucksweise für das Geschehen in der wichtigsten kolumbianischen Hafenstadt am Pazifik gefunden haben.
Noís Radio ist ein Kollektiv, dessen Arbeit sich auf die Entdeckung von Klangwelten und der Produktion von Radioerlebnissen fokussiert. Es wurde 2009 in Cali gegründet und widmet sich seitdem Live-Radioprogrammen, die Stimmen, Musik, Live-Sounds und performative Aktionen zu einzigartigen Klangwelten mischen.
Rapper, Kulturmanager und Dokumentarfilmer aus Buenaventura. Auf politisch und sozial engagierte Weise nimmt seine künstlerische Arbeit Buenaventura und den kolumbianischen Pazifik in den Fokus.
Seine Arbeit charakterisiert sich durch die Suche nach einer Ästhetik, die sowohl das Individuum als auch das Kollektiv seiner Region vermenschlicht, fernab von Exotisierung und bewusster Stereotypisierung Schwarzer Körper und ihrer Lebenswirklichkeiten. Zu seinen wichtigsten Projekten zählen unter anderem der Dokumentarfilm Tribugá, der Kurzfilm El Pastor, der auf dem FICUNAM-Festival (Mexiko) ausgezeichnet wurde, Madre Nuestra und Postales del Futuro, der auf der Documenta 15 in Kassel uraufgeführt wurde.
Wurde in Buenaventura (Kolumbien) geboren und studiert Schauspiel an der Universidad del Valle – Pacífico.
Sie erreichte Bekanntheitsgrad durch ihre viralen musikalischen Kompositionen, die sich mit Themen ihres Alltags befassen.
Seit dem erfolgreichen Debüt ihrer Single Don José experimentiert sie mit verschiedenen Genres, darunter Pop, Hip-Hop und R&B. Daraus entstand Yo Soy Dios, ein Song, der performativ die Kraft der Körpervielfalt in Szene setzt. Seit 2014 ist sie Teil des Semillero de Teatro por la Vida, einer Theaterinitiative, bei der sie mit jungen Menschen ihrer Community theatralische Ausdrucksformen erkundet.
Aguas del Pacífico
Wir beginnen unsere Reise über den kolumbianischen Pazifik bei den Flussnetzen: den Veränderungen, die sie ermöglicht haben, und ihrer Bedeutung für die Besiedlung des Gebiets. Im Anschluss daran thematisiert das Gespräch kulturelle Mischungen, die vor allem in der Musik und der Präsenz von verschiedenen Rhythmen erkennbar sind. Unsere Reise endet am Hafen, im Pazifischen Ozean.
Geboren in Chocó, ist Kommunikationswissenschaftlerin und Journalistin. Sie verfügt über einen Master in Geschichtswissenschaft und ist Doktorandin der Geisteswissenschaften mit Spezialisierung auf afroamerikanischer Geschichte, Gesellschaft und Kultur an der Universidad del Valle. Derzeit arbeitet sie in einem Forschungsprojekt über den Widerstand der versklavten Menschen während der Kolonialzeit.
Ein tief mit der pazifischen Region verwurzelter Mensch, der sich mit der Kultur des kolumbianischen Pazifiks persönlich identifiziert. Die in diesem Gebiet entstandene Jahrhunderte alte Kultur, entstand auf den Säulen der indigenen Kultur, die von den Europäern unterdrückt wurde, sowie den afrikanischen Kulturen, die durch die versklavten Menschen in die Region gebracht wurden.
WIR DANKEN
Oriente Estéreo ist der einzige gemeinschaftliche Radiosender der Geschichte Calis, Kolumbien. Seit 2011 ist der Sender im Osten der Stadt, der hauptsächlich afrokolumbianisch bewohnt ist, in Betrieb. Er wurde von der Community über die Asociación Agencia Red Cultural initiiert und zielt darauf ab, ein partizipatives, lehrreiches und kulturell tragbares Radio mit dem Fokus auf Menschenrechte, Demokratie und Kommunikation anzubieten.
Oriente Estéreo sendet auf der Frequenz 96.0 FM (Kolumbien) und auf der Webseite orientestereocali.org.
Veranstaltung in Kooperation mit dem Musikfestival des Pazifik Petronio Álvarez.