Uruguay’s internationales Filmfestival über sexuelle und geschlechtliche Vielfalt
Im Jahr 2006 gründete Francisco Dalmao Llamale H, ein internationales Filmfestival über sexuelle und geschlechtliche Vielfalt. In diesen ersten 10 Lebensjahren wurden 437 Titel ausgestrahlt in den 36 verschiedenen Sitzen des Festivals in Montevideo, sodass darüber hinaus über 50 Aktivitäten zur selben Zeit im Rahmen des Festivals realisiert werden konnten und so zehntausende Personen im ganzen Land zur Teilnahme reizte. Dieses Jahr fiel es mir zu, die Leitung der Bürgervereinigung zu übernehmen, welche das Festival und die vielzähligen weiteren Proyekte, die sich im Laufe der letzten Jahre entwickelt und summiert haben, organisiert. Die Qualität dieser Arbeit zu erhalten, welche wir nicht zuletzt realisieren, um dem Wachstumsprozess stets neue Impulse zu liefern unterstützt durch die vielen Projekte, die wir entwickeln. Jede Aktivität zeigt uns nicht nur die Bedeutung sondern auch die Notwendigkeit; das wir all das für eine Gesellschaft tun, die respektvoller umgeht mit den Menschenrechten im Allgemeinen. Die Bürgervereinigung für Kultur und Vielfalt, Llamale H, setzt sich seit diesem Jahr aus Repräsentanten von Organisationen, Kollektiven und Institutionen (SEXUR, UTRU, Ovejas Negras, Multimostro, RUJAP, TBU,
Personas Afrodescendientes, Mujeres
de Negro) und Personen, welche sich seit Jahren aus verschiedenen Bereichen heraus der Arbeit pro Menschenrechte mit besonderem Blick auf die Vielfalt und Gleichberechtigung der Geschlechter widmen.
Uruguay’s Gesetzgebung bezüglich DDHH der LGBTI Personen ist bereits avantgardistisch, nichtsdestotrotz werden diese Rechte noch immer Tag für Tag auf unterschiedlichste Weise verletzt und missachtet; eben hieraus ergibt sich die Dringlichkeit Aktivitäten mit Hilfe von Bürgern und Staat zu generieren, die tatsächliche Veränderungen bewirken, im Gegensatz zu den Gesetzen, die doch letztlich nicht mehr sind als Tinte auf Papier.
Wird von Vielfalt gesprochen, spricht man meist über sexuelle Vielfalt, eine fundamentale Komponente missachtend:die Empfindung. Deswegen haben wir die LIEBE als zentrales Thema des Festivals in diesem Jahr 2016 gewählt, im weitesten Sinne, und all unsere Aktivitäten werden aus diesem Blickwinkel heraus anvisiert.
Auch wenn 10 Jahre lang oder kurz erscheinen können, je nachdem von wo aus man schaut, so ist es doch ein langer Weg, den wir zurückgelegt haben und verdient somit, gefeiert zu werden. Hierzu haben wir uns vorgenommen, das Festival zu dezentralisieren: mit fast simultanen Filmvorstellungen in den 19 Bezirken des Landes im September. Wir laden Sie herzlich dazu ein, das Angebot dieses Jahres zu entdecken und gemeinsam mit uns diese neue Ausgabe des Festivals zu feiern.
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