Who am I - Kein System ist sicher
Erscheinungsjahr: 2013/14
Dauer: 106 Min.
Land: Deutschland
Regie: Baran bo Odar
Darsteller: Tom Schilling, Elyas M'Barek, Wotan Wilke Möhring, Antoine Monot Jr., Hannah Herzsprung, Trine Dyrholm
Die beiden großen Themen des Films verrät schon der Titel: Es geht um die Suche nach der eigenen Identität und die Angreifbarkeit einer elektronisch vernetzten Welt. In der Hacker-Szene ist das Spiel mit der Identität tief verwurzelt: Man trägt digitale Masken, verbündet und bekämpft sich, ohne zu wissen, wer Gegner oder Partner eigentlich ist.
Benjamin etwa. Er ist unsichtbar, ein Niemand – oder in Anlehnung an die Binär-Code-Sprache: eine Null unter Einsen. Dies ändert sich schlagartig, als er plötzlich den charismatischen Max kennenlernt. Auch wenn beide nach außen nicht unterschiedlicher sein könnten, so verstehen sie sich doch über dasselbe Interesse: Fremde Computer knacken, in geschlossene Netze eindringen. Gemeinsam mit Max' Freunden, dem impulsiven Stephan und dem paranoiden Paul gründen sie die subversive Hackergruppe CLAY, Abkürzung für Clowns Laughing @ You.
CLAY versteht sich als unerschrockene Provo-Truppe. Als Spaßguerilla. Mit ihren Aktionen und sozialen Performances trifft CLAY den Nerv einer gesamten Generation. Mit ihren Cyber-Attacken auf einen rechten Parteitag oder einen Pharmakonzern machen sie von sich reden. Zum ersten Mal in seinem Leben fühlt sich Benjamin als Teil von etwas Größerem und sogar die attraktive Marie wird auf ihn aufmerksam. Um in die Königsklasse der Hacker-Szene aufzusteigen, knackt die Gruppe schließlich die Server des BND – und bringt sich damit in höchste Gefahr. Denn mit ihrer Aktion geraten die Hacker ins Fahndungsraster von Europol und bringen außerdem die Friends gegen sich auf, eine mit der organisierten Kriminalität verwobene Hacker-Truppe. Gejagt von der Cybercrime-Ermittlerin Hanne Lindberg ist Benjamin jetzt kein Niemand mehr, sondern einer der meistgesuchten Hacker der Welt.
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