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Leben und Werk
Luisa Richter

Die in Deutschland geborene Künstlerin Luisa Richter hatte immer einen freiheitlichen und zeitgenössischen Charakter. Sensibel und schöpferisch, diszipliniert und unermüdlich, Lehrmeisterin vieler; das tropische Licht wurde zum Wahrzeichen ihres umfangreichen Werks in der Malerei, Grafik, Collage und in der Kunst-philosophie, Poesie und Literatur.
 

Luisa RichterLuisa Richter, Foto: Renato Donzelli © Goethe-Institut
 Hombres (Menschen), Ausschnitt Hombres (Menschen), Ausschnitt © Luisa Richter
Rapsodia azul (Blaue Rhapsodie), AusschnittRapsodia azul (Blaue Rhapsodie), Ausschnitt © Luisa Richter

Einleitung

Thomas y sus amigos (Thomas und seine Freunde), Ausschnitt Thomas y sus amigos (Thomas und seine Freunde), Ausschnitt © Luisa Richter

Ausdrucksfreiheit

Text: Elida Salazar
Künstler europäischer Herkunft lassen sich dank der in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts eingeschlagenen Politik der „offenen Türen“ in Venezuela nieder. Die damals geförderte Einwanderung beeinflusste stark die Kultur Venezuelas. Die akademisch ausgebildeten Einwanderer waren Mitgestalter bei der Entstehung der zeitgenössischen bildenden Kunst in Venezuela.


Leben

Luisa Richter wird am 30. Juni 1928 in Besigheim geboren, eine kleine mittelalterliche Stadt in Baden-Württemberg, am Zusammenfluss von Enz und Neckar, in derselben schwäbischen Region, wo auch Schiller, Hölderlin und Schelling geboren wurden. Sie wurde auf den Namen Louise Kaelble getauft. Ihr Vater, Albert Kaelble (geboren 1882 in Brackenheim), war Kreisbaumeister; ihre Mutter, Gertrud Kaelble (geb. Unkel, geboren 1902 in Diemeringen), war Pianistin und Sängerin.


Werk

Luisa Richter ist Schülerin von Willi Baumeister, dem bedeutendsten deutschen Maler nach der Generation von Kandinsky und Klee – soviel ich weiß, war Luisa Richter eine der wenigen, die versuchten, sein Erbe weiterzuentwickeln. Aber sie musste die Erfahrung machen, dass Baumeisters Symbole endgültige, unveränderliche Formationen sind.
Fritz Bayerthal. Luisa Richter (Beurteilung der Amerikanischen Malerei). Buchholz-Katalog, Bogota, 1960.
 

Luisa en estado (Schwangere Luisa) (Ausschnitt) Luisa en estado (Schwangere Luisa) (Ausschnitt) © Luisa Richter

Unscharfe Figuration

Die Figuration war die zweite Phase der materialistischen Tendenz, besonders bei ihr (...). Und so, nachdem sie eine Reihe von Werken beendet hatte, die Schädel und Stillleben als Motiv hatten, befand sich Luisa Richter im Jahr 1964 in Venezuela, um die wichtigste ihrer Ausstellungen im Museo de Bellas Artes vorzubereiten.

Rafael Briceño (Miss Susy y la Revolución) (Ausschnitt) Rafael Briceño (Miss Susy y la Revolución) (Ausschnitt) © Luisa Richter

Kulturrecycling

[Luisa Richter] hat große Leinwandflächen benutzt und darauf mehrdeutige Räume voller Spannung geschaffen, in denen ihre Figuren sich jedes täuschenden Anscheins, manchmal sogar ihrer Kleider, entledigen oder entledigen lassen, sodass sie zurückgezogen wirken beziehungsweise zurückgezogen werden.

La vieja (Die Alte) (Ausschnitt) La vieja (Die Alte) (Ausschnitt) © Luisa Richter

Alles umfassende Sehnsucht

Aber der Traum der Vernunft gebiert keine penibel erdachten Monster, wie bei Goya, sondern erratische Labyrinthe, Auswege aus dem Wirrwarr der Erinnerung, unendliche Ressourcen des Unbewussten, freie Assoziation, kathartische Handlungen, Herausforderungen für Richters unfehlbare poetische Intuition...

Entre el Hacer y el Ser (Zwischen dem Machen und dem Sein) (Ausschnitt) Entre el Hacer y el Ser (Zwischen dem Machen und dem Sein) (Ausschnitt) © Luisa Richter

Widerspiegelungen und Transparenzen

„[…] Richter gehört zu den wahren und komplexen Schaffenden. Es ist schwer, wenn nicht gar unmöglich, sie einzuordnen, auch wenn bei der Besprechung ihres Werkes eher expressionistische, abstrakte, informelle, surrealistische und weitere Einflüsse oder Momente erwähnt werden.“

Text Ohne Titel© Luisa Richter

Durchdachte Impulse

„Luisa Richter bietet in ihren Bildern keine Aussagen. Sie deutet in ihnen höchstens eine Idee davon an, eine Färbung des Unbekannten. Für sie ist die Farbe selten etwas anders als verschwommene Schattierung im Abglanz eines weißen Lichts.“

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