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Leonardo Martínez Hlawacz

Leonardo Martínez Hlawacz. Autorretrato
Leonardo Martínez Hlawacz. Autorretrato | Foto © Leonardo Martínez Hlawacz

Ein Auswanderer ist risikobereit, neugierig und auf der Suche nach einer anderen Realität, anders als die eigene.

Was bedeutet für Sie das Wort Auswanderer?

Ein Auswanderer ist risikobereit, neugierig und auf der Suche nach einer anderen Realität, anders als die eigene. Ich bin ein Sohn von Auswanderern, so wie auch deren Vorfahren und jetzt bin ich selber einer. Als ich mein Land verließ, dachte ich, dass das nicht für immer sei, und ich bin immer noch dieser Meinung. Wahrscheinlich werde ich eines Tages das Risiko der Rückkehr nach Venezuela eingehen.
 
Wie haben Sie das Land ausgesucht, in dem Sie leben? Welche waren     Ihre Motivationen?

Ehrlich gesagt, hat mich das Land ausgesucht, ich traf jedoch die endgültige Entscheidung, nachdem ich über die Vorteile eines Lebens hier nachgedacht hatte. Gegenwärtig lebe ich in Katar, einem Land in dem die Mehrheit Einwanderer sind. Nur 10% der Bevölkerung stammen aus diesem Land.
  • Leonardo Martinez Hlawacz, Beijing. Foto © Leonardo Martinez Hlawacz.
    Beijing 2008.
  •  Leonardo Martínez Hlawacz: Dar-es-Salaam. Foto © Leonardo Martínez Hlawacz.
    Dar-Es-Salaam 2015.
  •  Leonardo Martínez Hlawacz: Dubai. Foto © Leonardo Martínez Hlawacz.
    Dubai 2016.
  • Leonardo Martínez Hlawacz: Ho Chi Minh. Foto © Leonardo Martínez Hlawacz.
    Ho Chi Minh 2015.
 
Wie war die Integration in die neue Kultur? Haben Sie den Eindruck,dass diese die eigene Kultur verändert hat?

Absolut. Im Mittleren Osten zu leben, kann das Leben jeder Person verändern.  Es gibt sehr viele Vorschriften, die eingehalten werden sollen sowie die muslimische Religion und ihre Bräuche.
 
Haben Sie im Allgemeinen mit Venezolanern Kontakt und/oder im Arbeitsbereich?    
 

Wenig, aber ja. Ich lebe mitten in einem multinationalen Umfeld, das Unternehmen, mein Arbeitgeber besteht aus mehr als 150 Nationalitäten. Andererseits verbringe ich, wegen meiner doppelten Staatsangehörigkeit, meine Freizeit je zur Hälfte mit Polen und Venezolanern
 
Wenn ja, wie ist Ihre Beziehung zu ihnen?  
   

Es handelt sich um eine äußerst innige Beziehung. Ich habe Venezuela in meinem Herzen, mich mit Venezolanern auszutauschen ist für mich immer eine große Freude. Wir verstehen uns, es ist momentan schwierig, für andere, zu verstehen, was in unserem Land geschieht.  
Windhoek Windhoek 2017 | Foto © Leonardo Martínez Hlawacz
 Welche ist Ihr Kontakt zu Venezuela vom Ausland aus? 

Seit ich ausgewandert bin, fahre ich mindestens zweimal pro Jahr nach Venezuela. Ein Teil meiner Familie ist immer noch dort, deshalb - und auch wegen meiner Freunde - halte ich mich auf dem Laufenden. 
 
Glauben Sie, dass die gesammelte Erfahrung im Ausland Ihre Karriere bereichert hat? Wie und wieso? 

Meine Beschäftigung hat eigentlich wenig mit meinem Beruf zu tun, aber die bei Katar Airways gesammelte Erfahrung hat meine Wahrnehmung der Arbeit entschieden verändert und auch meine Toleranz und Disziplin erhöht. Außerdem gilt es zu bedenken, dass man sich als Auswanderer viel mehr anstrengen muss, um berufliche Ziele zu erreichen; so mache ich eine Fortbildung in professioneller Fotografie am „New York Institute of Photography“ in Katar.

 

Leonardo Martínez Hlawacz
Politikwissenschaftler, Fotograf. 


Geburtsort: Caracas.
Derzeitiger Wohnort: Doha, Qatar.

Ausstellungen:
  • 2002 | Fotografía en la EEI. Escuela de Estudios Internacionales. Universidad Central de Venezuela. Caracas. 
  • 2012 | Siete. Pared para el Arte en el Laboratorio de Moda de María Fernanda Pulgar. Caracas. 
  • 2014 | Saatchi Screen. Saatchi Gallery, Londres. 

Seine Fotografien wurden veröffentlicht in:
  • 2004-2005 | Complot Magazine.
  • 2007 | On Time Magazine.
  • 2011-2014 | Diario El Nacional. Páginas sociales. Caracas
  • 2004 | Sinflassh.com. 
Übersetzung: Helen Kuruner und Judy Torres. 

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