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Sabrina Montiel Soto

Portät Sabrina Montiel-Soto
Foto © Alexandra Colmenares Cossio

Jegliche Erfahrung ist bereichernd, sei sie positiv oder schmerzhaft. Alles, was mir auf meinem Weg begegnet ist, ist eine lebendige Quelle des Lernens, der Verwandlung, der Integration und der Veränderung.

Was bedeutet für Sie das Wort ‚Emigrant‘?

Standortverlagerung, Bewegung, Reisen, der neue Nachbar. Der Emigrant ist ein Mensch, der die Entscheidung fasst, von seiner Heimat an einen neuen Ort aufzubrechen, auf der Suche nach neuen Chancen und besseren Lebensbedingungen. Die Gründe hierfür können persönlicher Natur sein oder auch in den äußeren Umständen liegen.

Wie haben Sie das Land gewählt, in dem Sie leben? Welche waren hierfür die entscheidenden Gründe?

Eigentlich habe ich es nicht gewählt, es war viel mehr das Land, das mich ausgesucht hat. Frankreich hat mich für die Teilnahme an einem Filmfestival ausgewählt; das war die Gelegenheit und erste Eingangstür nach Europa. Es war dann für mich selbstverständlich, diese einzigartige Chance zu nutzen und Paris als Schule des Lebens zu akzeptieren. Jetzt lebe ich in Belgien, ein Land, das ich auf der Suche nach Lebensraum, menschlicher Wärme und beruflicher Offenheit gewählt habe.
Sabrina Montiel-Soto. Emigracion Afrovenezolana Emigracion Afrovenezolana | Foto © Sabrina Montiel Soto
Wie ist bisher Ihre Einbindung in die neue Kultur gewesen: Haben Sie das Gefühl, dass diese ihre eigene Kultur verändert hat?

Es ist bisher glatt gelaufen, die neuen Kulturen haben sich in mir als neue Perspektiven, Sprachen, Regeln, Methoden und Strukturen etabliert; sie haben mich nicht ganz verwandelt, aber eine Verschmelzung ist schon erfolgt.

Haben Sie Beziehungen mit Venezolanern im Allgemeinen und/oder im Beruflichen?

Wenig, aber ich habe venezolanische Freunde und Bekannte, die über ganz Europa verstreut sind.

Wenn ja, wie ist Ihre Beziehung zu ihnen?

Es ist eine persönliche Beziehung und manchmal auch berufsbezogen.
Sabrina Montiel-Soto. Prototipos Didácticos Prototipos Didácticos | Foto © Sabrina Montiel Soto
Wie ist Ihre Beziehung zu Venezuela aus dem Ausland?

Gedanklich, wenn es keinen Strom gibt. Im Vordergrund steht hier die Familie. Beruflich gesehen bin ich über Ausstellungen aktiv gewesen, allerdings werden diese Beiträge wegen der prekären Lage und der Dekadenz im heutigen Venezuela immer sporadischer. Der beste Kontakt ist derjenige, der erhalten bleibt; darum besteht dieser für mich in meiner lebendigen Erinnerung an dem dort Erlebten.
 
Hat die Auslandserfahrung Ihre Karriere bereichert? Wie und weshalb?

Jegliche Erfahrung ist bereichernd, sei sie positiv oder schmerzhaft. Alles, was mir auf meinem Weg begegnet ist, ist eine lebendige Quelle des Lernens, der Verwandlung, der Integration und der Veränderung. Die Zeit hat aber auch mein Interesse für unsere Ursprünge, unsere Wurzeln und venezolanischen Traditionen verstärkt. Ich sehe nur Positives auf diesem Weg, dieser Reise der Emigration.

Sabrina Montiel-Soto
Künstlerin (multidisziplinär). Derzeit Teilnahme an Residenzprogrammen. Arbeitsaufenthalt an der Sammlung des ‚Musée Royal de l'Afrique Centrale‘, Tervuren, Belgien 2017-18.


Geburtsort: Maracaibo
Derzeitiger Wohnort: Brüssel, Belgien
 
Ausstellungen:
 
2005 | Sede central  H. L’H du Siège. Valenciennes, Frankreich.
2006 | Fundación ARTos. Nikosia, Zypern.
2009 | Galería 13 Jeannette Mariani. Paris, Frankreich..
2010 | Hardcore Gallery. Miami, USA.
2011 | El noreste general - La Générale du Nord-Est, Calvacreation. Paris, Frankreich.
2014 | Pelgrims House, Maison Pelgrims. Brüssel, Belgien.
2014 | La Pequeña Venecia y otras realidades posibles. Scuola Internazionale di Grafica. Venedig, Italien.
2015 | Prototipos didácticos. Centro de Bellas Artes de Maracaibo, Venezuela.
2015 | Las Huellas de la erosión en Koekenstad, Galerie Eva Steynen.  Desviación. Amberes, Belgien.
2017 | Carrington Gallery Pilares. Curador Jota Castro. Gent, Belgien.
2017-18 | Piel de Gallina. Museo de Arte Contemporáneo del Zulia. MACZUL, Maracaibo, Venezuela.
2018 | Abre Caminos. La Part du Feu. Brüssel.  

www.sabrinamontielsoto.net

Übersetzung: Sonya Gzyl
 

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