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Pazifik - Leipzig
Nguyen Thi Thanh Mai

Die Arbeit der vietnamesischen Künstlerin Nguyen Thi Thanh Mai (*1983 in Ha Tay / Hanoi), lebt und arbeitet in Hue, Vietnam, untersucht die kulturelle und sexuelle Identität und befasst sich mit Fragen der Herkunft, Zugehörigkeit und Migration.

Nguyen Thi Thanh Mai portrait© Nguyen Thi Thanh Mai

In Hue leben die meisten Menschen immer noch auf traditionelle Weise. Frauen müssen in das traditionelle Stereotyp der Hausfrau passen, gehorsam, leise, sanft und treu zu sein. Sexualität ist in dieser Gesellschaft ein Tabuthema. In der Schule und im Privaten gibt es nur eine sehr begrenzte Sexualerziehung, was bedeutet, dass insbesondere Mädchen ihren eigenen Körper alleine entdecken müssen. All dieser soziale Druck erzeugt bei vielen Frauen ein irrationales Gefühl von Angst und Unbehagen gegenüber dem eigenen Körper. Viele Frauen aus Mais Generation teilen die gleichen Gefühle und können kaum offen über Ängste und Wünsche sprechen. Thanh Mais Werke, insbesondere ihre zahlreichen Installationen, in denen verschiedene Medien zum Einsatz kommen, zeigen eine konsequente Auseinandersetzung mit den Tabuthemen Sexualität und Weiblichkeit sowie mit der Beziehung zwischen Körper, Gedächtnis und Gewalt, sowie neuerdings auch den Themen Migration und nationale Identität. Der Begriff des Kampfes und die Aufmerksamkeit für die schwierigen und unterdrückten Gefühle sind dabei von zentraler Bedeutung für ihre Praxis.
 

Black landscape© Nguyen Thi Thanh Mai
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