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K© Nguyen The Linh

Symposium
Re-Reading Truyện Kiều

Truyện Kiều gilt als das bedeutendste Werk der vietnamesischen Literatur. In Würdigung der Übersetzung und in Verehrung vor dem Original und dem Dichter Nguyen Du stellte das Goethe-Institut die Frage, wie dieser nationale literarische Schatz heute gelesen werden kann, wie man sich in Vietnam heute mit der Darstellung der Frau in diesem Epos befasst.

Das Goethe-Institut richtete ein Symposium aus. Darin näherte man sich dem verehrten literarischen Erbe aus zwei verschiedenen Blickwinkeln: erstens als philologische und historische Würdigung des Werkes, was auf breitem literarischen Wissen und traditionellem Lesen basiert; zweitens als Reflexion über die Rolle und Situation der Frauen heute und eine zeitgemäße Deutung des Textes. Das Symposium sollte den Text von der vorherrschenden Ehrfurcht befreien und den Weg zu einer zeitgenössischen Interpretation weisen. 110 Experten mit verschiedenem intellektuellen und künstlerischen Hintergrund kamen zusammen. Acht Präsentationen setzen die Impulse. Diese acht Autoren haben ihre Reden freundlicherweise zu Aufsätzen überarbeitet. Die Online Zeitschrift ZZZREVIEW hat die Redaktion und Publikation übernommen. Vielen Dank für diese Zusammenarbeit.


Essays


Biographie der 8 Autoren

Tran Dinh Su ist Professor für Literaturtheorie und Literarurkritik an der Vinh University of Education, der Hanoi National University of Education und anderen Universitäten in Vietnam. Er ist einer der führenden Literaturtheoretiker in Vietnam und hatte einen großen Anteil am Wandel der Vietnamesischen Literatur und Literkritik im späten zwanzigsten bis zum Anfang des einundzwanzigsten Jahrhunderts. In seiner Forschung und seiner Lehrerkarriere konzentrierte er sich auf zwei Hauptbereiche: vietnamesische Literatur und Forschung. In der Theorie fokussierte er sich hauptsächlich auf die Felder Lyrik und Erzähltheorie. Eine Auswahl seiner Publikationen: The Time of Art in "The Tale of Kieu" und Artistic sensation of Nguyen Du (1981), Artistic view of Nguyen Du in The Tale of Kieu (1982), The Poetics of To Huu Poetry (1987), A number of issues in Medieval Vietnamese Literature (1998), The Poetics in the Tale of Kieu (2002).
Dang Hoang Ngan, Psychologin, Dozentin für klinische Psychologie an der Universität für Sozial- und Humanwissenschaften, Nationale Universität Vietnam. Sie forscht zu Themen wie: Gefühlskontrolle, Glücksgefühle, Buddhismus in Interferenz mit der psychologischen Wissenschaft. Sie arbeitet in den psychologischen Entwicklungsprogrammen in Gesundheit und Lehre in Vietnam und bei ADEPASE, Santé Sans Frontière (Frankreich) und WBI (Belgien). Sie äußert sich öffentlich zu Alltagsfragen, zu Filmen und zur Literatur aus psychologischer Perspektive.
Hoang Minh Phuc erlangte 2003 ihren M.F.A in Graphic Arts an der Vietnam University of Fine Arts und 2012 ihren Doktor in Art Studies am National Institute of Art and Culture. Hoang Minh Phuc arbeitet als Kunstgeschichtsdozentin an der HCMC University of Fine Arts. Sie ist auch als Holzschnittkünstlerin tätig. Sie erlangte mehrere nationale Preise für ihre Kunst und ihre Forschung. Einige ihrer Publikationen sind: Vietnam Urban from Multidimensional Puzzle Pieces (World Publishing House, 2019), Fine Art Study 2017 - 2018, Modern Vietnam Woodcut Printing Graphic (Publisher World, 2015), sowie Veröffentlichungen in verschiedene Kunstzeitschriften.
Bui Tran Phuong ist Bildungsmanagerin, Forscherin und ehemalige Leiterin der Hoa Sen Universität. Sie erlangte ihren B.A. in Geschichte an der University of Paris I, Frankreich (1972), ihren Master an der Universität von Paris VII, Frankreich (1997), einen MBA an der UBI (2003), ihren Doktortitel an der Universität von Lyon 2, Frankreich (2008). Als Wissenschaftlerin arbeitete sie 1975-1992 vor allem zur Geschichte Vietnams. Seit 1992 arbeitet sie unabhängig zur Kulturgeschichte und Geschichte der Frauen in Vietnam. Ihre Doktorarbeit trägt den Titel: „Vietnam 1920-1945, Geschlechter und Modernität: Der Aufstieg neuer Wahrnehmungen und Erfahrungen“.
Nguyen Khac Bao ist Vizepräsident der Vietnam Association of Kieu Studies, Vorstandsmitglied der Bac Ninh Province's Association of Literature and Arts, Mitglied der Vietnam Association of Oriental Medicine, Mitglied der Vietnam Association of Linguistics und Mitglied der Vietnamese Journalists Association. Er hat eine Sammlung von antiken Kieu Texten in Sino-Nom Sprache, darunter 17 Handschriften und 51 Drucke. Er hat die größte Sammlung von Publikationen des Texts in modernem Vietnamesisch. Nach einem zwanzigjährigen, ausführlichen Studium von Truyện Kiều korrigierte er 918 Wörter und 701 Sätze in der populären Kieu Version von Đào Duy Anh aus dem Jahr 1979 und stellte eine Version von Kieu vor, welche näher an der Originalversion ist. Seine Empfehlungen und Vorschläge wurden im August 2009 in einem Buch von Education Publishing House veröffentlicht.
Vu Duc Liem ist Historiker und Geschichtsdozent der Hanoi National University of Education. Derzeit ist er PhD-Kandidat der Hamburger Universität und Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Er hat einiges über die frühneuzeitliche vietnamesische Kriegsführung, Geopolitik, und politische Geschichte veröffentlicht. Neuere Publikationen sind ‘Vietnam at the Khmer frontier: boundary politics, 1802-1847’, Crosscurrents (UC Berkeley, 2016); “The Age of Sea Falcons: Naval Warfare in Vietnam, 1771-1802,” in Warring Societies of Pre-Colonial Southeast Asia, eds., Kathryn Wellen und Michael Charney (Copenhagen: NIAS, 2017); und “Village Rebellion and Social Violence in Early Nineteenth-century Vietnam” in A Global History of Violence in the Early Modern World, eds. E. Charters, M. Houllemare, und P. H. Wilson (Manchester University Press).
Ngo Thi Thanh lebt und arbeitet als unabhängige Forscherin in Hanoi. Sie widmet sich dem Schreiben, Filmproduktion und der Vermittlung von Literatur, Kunst und Film. Sie entfaltet Ihre Kreativität zudem durch kritisches Schreiben, Kuratieren sowie durch das Drehen unabhängiger Filme. Die Hauptschwerpunkte in ihrer Arbeit sind Gleichberechtigung, Ästhetik und Politik.
Dinh Thi Nhung hat sich von 2014 bis Anfang 2017 mit einer Serie von "unstraight" Projekten in Myanmar, Serbia, Cambodia, Russia, und Vietnam beschäftigt. Sie war zudem eine der Hauptkuratorinnen und Organisatorinnen von "The Cabinet", eine Ausstellung in Hanoi welche das Leben vietnamesischer Queergemeinden thematisiert. Sie ist Gründerin und Kuratorin von Bàn Lộn -Vagina Talks- ein öffentliches Kunst- und Bildungsprojekt. Nhung co-organisierte das Queer Forever Festival (QFF) 2013, QFF 2015 und eine Serie von Queer Market, welche 2017 monatlich in der Nha San Collective organisiert wurden. Nhung's letzte Ausstellung von Vagina Kunst trägt den Titel Lip Xinh und wurde 2017 im Kontext des Queer Forever Festival von der Nha san collective organisiert. Die Ausstellung war zudem im April 2018 im Nap Hostel in Ho Chi Minh City zu sehen. Aktuell fokussiert Nhung sich auf ihre persönlichen Filmprojekte, welche Themen wie Erinnerungen, Gender, Krankheit, Verlust thematisieren. Zudem arbeitet sie an einem Fotographie-Projekt über nackte vietnamesische Männer in der Natur.
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