Grenzgänger

An Image of a Hand with pen - writing, Stock-Foto © Colourbox

Rechercheförderung in Deutschland ab sofort auch für Bewerber (m_w) aus Indien, Indonesien, Japan und Vietnam.

Das Programm „Grenzgänger“, das die Robert Bosch Stiftung gemeinsam mit dem Literarischen Colloquium Berlin durchführt, fördert internationale Rechercheaufenthalte von Autoren, Filmemachern und Fotografen. Erstmals können auch Bewerber aus Indien, Indonesien, Japan und Vietnam Projekte einreichen. Gefragt sind Kreative, die für ein konkretes Publikationsvorhaben relevante Themen aufgreifen und sich differenziert mit der deutschen Kultur auseinandersetzen wollen. Ziel des Programms ist es, die Entstehung künstlerischer Werke zu unterstützen, die bestehende Stereotype durchbrechen und einem breiten Publikum Perspektiven auf die Vielfalt und Vielschichtigkeit Deutschlands öffnen. Die Rechercheförderung kann für Werke literarischer und essayistischer Prosa, Lyrik, Fototextbände, Kinder- und Jugendbuchliteratur, Drehbücher für Dokumentar- und Spielfilme, Hörfunkbeiträge und Multimediaproduktionen beantragt werden. Im Rahmen von Grenzgänger sind Anträge von Bewerbern aus China (inkl. Taiwan, Hongkong und Macao), Indien, Indonesien, Japan und Vietnam willkommen.

Die Höhe der Förderung wird in Abhängigkeit von der Recherchedauer gewährt und kann bis zu 9.300 Euro betragen. Die detaillierte Berechnung erfolgt unkompliziert mit Hilfe des Online-Bewerbungsformulars.
 
Die Bewerbungsfrist endet am 01.9. – 31.10.2018 .
 
Wir freuen uns, wenn Sie diese Informationen in Ihre Newsletter oder Verteiler aufnehmen und an alle potenziell Interessierten weiterleiten.
 
Ausführliche Informationen und den Link zum Online-Bewerbungsportal finden Sie unter:
www.bosch-stiftung.de/en/project/crossing-borders

Programmdetails

Eine unabhängige Jury wählt aus den eingehenden Bewerbungen Projekte zur Förderung aus. Die Entscheidung wird voraussichtlich jeweils Mitte Juli bzw. Ende Januar bekannt gegeben.
 
Die Förderung setzt ein hohes Maß an Eigenverantwortung voraus. Eine umfangreiche persönliche Betreuung können wir nicht bieten, beraten aber gern zu rechercherelevanten Orten / Institutionen und vermitteln Kontakte in Deutschland, soweit möglich.

Im Anschluss an die Veröffentlichung der Grenzgänger-Werke können Fördermittel für die Präsentation dieser Werke auf öffentlichen Veranstaltungen beantragt werden. Anträge nimmt das Literarische Colloquium Berlin entgegen. 

FAQ

Autoren, Filmemacher und Fotografen (m_w) können sich für Werke literarischer und essayistischer Prosa, Lyrik, Fototextbände, Kinder- und Jugendbuchliteratur, Drehbücher für Dokumentar- und Spielfilme, Hörfunkbeiträge und Multimediaproduktionen bewerben.
Es gibt keine Altersbeschränkung für Bewerber.
Das ist grundsätzlich möglich. Allerdings muss ein Projektleiter (m_w) benannt werden, der gegenüber der Robert Bosch Stiftung Ansprechpartner und Verantwortlicher ist. In diesem Fall sollte nur ein Bewerbungsformular ausgefüllt werden. Lebensläufe und Angaben zu den anderen beteiligten Personen sollten beigefügt werden. Der Zuschuss zur Werkerstellung kann nur für eine Person beantragt werden.
Nach einer Ablehnung kann man jederzeit wieder einen neuen Versuch wagen.
Bewerber, die bereits eine Grenzgänger-Förderung erhalten haben, können sich gern nochmals bewerben, wenn die Recherchen für das erste Projekt abgeschlossen sind, d. h. der Recherchebericht und die Abrechnung über die verwendeten Mittel erfolgt ist; Erstbewerbungen werden allerdings bevorzugt.
Die Förderung ist an ein Publikationsvorhaben gebunden, das in Form eines Buchs, Films, Hörfunkbeitrags oder einer Multimedia-Produktion veröffentlicht und verbreitet wird. Die Publikation sollte ein möglichst breites Publikum erreichen.
Das Exposé sollte so lang wie notwendig und so kurz wie möglich sein. Eine Länge von drei bis zehn Seiten ist in der Regel ausreichend.
Das Exposé sollte in prägnanter Form Auskunft über Inhalte, Stil und Zielgruppe des Projekts geben. Es sollte deutlich machen, inwiefern sich das Projekt für die Förderung durch das Grenzgänger-Programm eignet.
Beantragt werden können:
  • Ein Zuschuss zu den Reisekosten für die Anreise nach Deutschland, die Weiterreise innerhalb Deutschlands und die Rückreise in Höhe von maximal 2.400 €;
  • Ein Zuschuss zu Übernachtungskosten und Verpflegungsmehraufwendungen für max. 31 Tage, die auf Grundlage einer Tagespauschale berechnet werden;
  • Ein Zuschuss zur Werkerstellung für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Recherchereise in Höhe von 1.200 € pro Monat für insgesamt max. 3 Monate.
Die Angaben zur Förderung durch Dritte und der Nachweis von Eigenmitteln wirken sich positiv auf die Beurteilung des Antrags aus. Unter Eigenmitteln sollte man Kosten angeben, die praktisch entstehen würden, aber durch eigene finanzielle Mittel, technische Ausstattung, Räume, Büromittel, u.a. gedeckt werden können.

Drittmittel kommen von weiteren Geldgebern neben dem Antragsteller und der Robert Bosch Stiftung. Die Gewinnung weiterer Geldgeber ist willkommen. Wenn der Anteil von Drittmitteln oder Eigenmitteln zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht feststeht, sollten entsprechende Bemühungen in der Bewerbung angegeben werden.