Virtuelle Installation Das Schicksal eines Ortes

The Fate of Place by Maritta Nurmi
© Manzi

Eine virtuelle Installation von Maritta Nurmi
Đông Kinh Nghĩa Thục Platz, Hoàn Kiếm Distrikt

Unsere Wahrnehmung eines Ortes ist geprägt durch die verschiedenen Wege, in der Millionen von Informationsfetzen durch unsere Sinne – Sehen, Hören, Fühlen, Riechen und Schmecken – wahrgenommen werden. Nach und nach wird der Ort zu einem Teil von uns und formt unsere Identität. Mit der Fortführung dessen wird der Ort auf mysteriöse Art und Weise von einer Generation in die nächste überführt.
 
Nordöstlich vom Hoàn Kiếm See verbindet der Đông Kinh Nghĩa Thục Platz die Altstadt mit dem französischen Viertel. Der Platz ist bei den Einheimischen dank eines hässlichen Gebäudes in seiner Nähe als Hàm Cá Mập (Haikiefer) bekannt.

Um den Đông Kinh Nghĩa Thục Platz laufend spielte der Künstler mit der Idee eines prächtigen, durchdringenden Blickes, der sich durch die Gebäude und die Menschen bohrt, um alles, was Teil des Ortes ist, zu sehen und zu spüren. Plätze und Orte sind schließlich Verdichtungen der Zeit.
Heiliges Land überzogen von Kokosnussgärten, die freie Schule Tonkin, eine Statue auf dem Dach des Schildkrötenturms, finstere Szenen des Kolonialismus ebenso wie Elefanten, die ihrem Aussterben entgegenlaufen, sind alles Teil dieser Werkes, da „Das Schicksal eines Ortes“ den Anspruch hat, den Ort über die Zeit hinweg zu begreifen.

Maritta Nurmi

Maritta ist eine in Hanoi lebende Finnin. Ihre 25 Jahre in Vietnam zusammen mit ihrer Ausbildung in Finnland im Bereich der Naturwissenschaften und Visueller Kunst, tragen zu ihren Alchemisten-ähnlichen, metallurgischen Kenntnissen in der Malerei bei. Maritta erprobt sich gleichermaßen gerne in andern Kunstrichtungen wie Keramikkunst, öffentliche Kunst, tragbare Kunst oder gesellschaftsbasierten Kunstprojekten. Sie stellte bereits in zahlreichen Ländern auf drei Kontinenten aus.