Ausstellung „Land of Leisure“ von Le Phi Long

Land of Leisure © Le Phi Long

Eröffnung | 27.10.2019, 16 Uhr
Ausstellung | 27.10. – 21.11.2019, täglich 9 Uhr – 19 Uhr

Manzi Exhibition Space

Hàng Bún Gasse 2, Ba Dinh
Hanoi

Manzi Exhibition Space wird vom Goethe-Institut gefördert.

Die Ausstellung ist in beiden Ausstellungsräumen von Manzi zu sehen – Manzi Exhibition Space & Manzi Art Space:
 
Manzi Exhibition Space
2 Ngo Hang Bun
Täglich, 9:00 – 19:00 Uhr
 
Manzi Art Space
14 Phan Huy Ich
Täglich, 16:00 – 18:00 Uhr

MANZI Art Space freut sich ‘Land of Leisure‘ präsentieren zu können – eine Solo-Ausstellung von Le Phi Long, einem der vielversprechendsten bildenden Künstler in Vietnam. ‘Land of Leisure’ ist Teil von Le Phi Longs Projekt über Indochina im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert.

Die Ausstellung zeigt eine Installation und eine Serie von Werken, welche aus archivarischen Fotografien und Zeichnungen der Wildtierjagd in Da Lat während der Kolonialzeit stammen. Das Jagen verbildlicht in Longs Arbeiten einen Akt der Machtausübung. Long versucht eine kritische Reflexion über die Machtbeziehungen in Indochina Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts anzuregen und gleichzeitig den Betrachter auch auf die andauernden postkolonialen gesellschaftlichen Verhältnisse aufmerksam zu machen.
 
Die Multimediainstallation ‘DALAT’ (Dat Aliis Laetitiam Aliis Temperiem) spielt mit den sensuellen Eindrücken der Besucher. Durch das gedimmte Licht, eine Projektion von schwingenden Pinienzweigen im Wind und einem Geräusch von galoppierenden Pferden im Hintergrund, verwischen sich die Grenzen zwischen Zeit und Raum. Die Betrachter werden zurück in das Indochina des frühen 20. Jahrhunderts versetzt, als sich europäische Ideologie auf zu einem neuen Land im Südosten machte.

Jagen als eine Metapher für Politik

Die metaphorisch aufgeladene visuelle Sprache Longs spielt mit dem kritischen Aspekt der Ästhetisierung von Gewalt - in seiner Serie ‘Hunting as a metaphor for politics’ nimmt Long Bezug auf imperialistische Zeichnungen und setzt Szenen der Jagd sowie leblose Tierkörper oder -skelette durch goldene Akzente gekonnt in Szene. Durch diese Hervorhebungen kommentiert der Künstler gleichzeitig selbst sein Werk. Es wird ein Dialog angeregt, welcher den Betrachter dazu einlädt mitzudiskutieren und selbst in dieser postkolonialen Diskussion Bezug zu nehmen.

Lê Phi Long
Lê Phi Long ist ein visueller Künstler, welcher in den Städten Ho Chi Minh und Dalat lebt und arbeitet. Long hat 2012 seinen Abschluss an der Hue Fine Art University gemacht. Er hat aktiv an einer weiten Spannbreite von Kunst- und Residenzprojekten in Vietnam, Taiwan und Korea teilgenommen. 2017 hat Long zudem MOIland gegründet – ein Kunstzentrum in der Stadt Dalat, Vietnam.
 
Lê Phi Longs Praxis beinhaltet Gemälde, ortspezifische Kunst, Fotographie und konzeptuelle Objekte. Seine Forschung konzentriert sich auf historische und geographische Themen, Interventionen in kulturellen Verschiebungen und auf die Untersuchung der Zuneigung der Gesellschaft auf Generationen.

Die Ausstellung ist Teil von Manzis Kunstprogramm und wird durch das Goethe-Institut unterstützt.
 

Manzi Exhibition Space

In Kooperation mit Manzi Exhibition Space und der Unterstützung durch das Goethe-Institut Hanoi erblüht ein neuer Raum für vietnamesische Künstler, wo sich Kunst frei entfalten können soll.

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