Workshop BERLIN-HANOI- ELEKTRONISCHE MUSIK WORKSHOP UND AUFFÜHRUNG

Ignaz Schick Foto: Ignaz Schick

So, 03.03.2019

20:00

Goethe-Institut Hanoi

Der Berliner Klangkünstler, Komponist und experimentelle Turntablist Ignaz Schick ist wieder zurück in Hanoi, um mit Musikerkollegen, Interpreten, Performern, Komponisten und Klangkünstlern der - wie er sagt - „äußerst spannenden vietnamesischen Experimentalmusikszene“ zusammen zu arbeiten. Der Workshop umfasst eine zweitägige Probenphase, die mit einem Konzert und einer Live-Aufzeichnung abschließt. Dazu gehören die Präsentation von zwei grafischen Partituren für großes Ensemble des deutschen Künstlers und unterschiedliche kleinere spontane Konstellationen mit den eingeladenen vietnamesischen Teilnehmern.

Ignaz Schick kam zuletzt im März 2017 nach Hanoi während einer ausgedehnten Recherchereise durch verschiedene südostasiatische Länder. Die Reise wurde von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur gefördert. In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut nahm er Kontakt zu jungen Musikern auf, gab einen Workshop anhand einer grafischen Partitur vor, die er eigens für die Musiker in Hanoi und ihre teilweise traditionellen, zeitgenössischen oder selbst gebauten Instrumente komponiert hatte. Die Zusammenarbeit war so ergiebig und die Vernetzung und der musikalische Austausch so motivierend, dass alle Beteiligen beschlossen, das Projekt fortzusetzen und eine zweite und erweiterte Phase der Zusammenarbeit zu organisieren. Für die Kontinuität hat Ignaz Schick Musiker aus der letzten Begegnung aber auch neue Gesichter eingeladen.

Es wirken mit: Luong Hue Trinh (live-Elektronik), Nguyen Anh Tuan (Geige), Nguyen Hong Giang (live-Elektronik), Nguyen Thi Thu Huong (Objekte), Nguyen Thuy Dung (tranh), Nguyen Thuy Linh (Dan Bau, Stimme), Nguyen Thu Thuy (Pipa), SonX (Percussion), Thi Kim Ngoc Tran (Stimme), Ignaz Schick (Komposition, Elektronik) 
 
Ignaz Schick (*1972) ist Klangkünstler, Komponist und experimenteller Turntablist. Er lebt in Berlin. Als Kind lernte er nach einer Begegnung mit Don Cherry Saxophon spielen. Kompositionsunterricht erhielt er bei Josef Anton Ried und an der Akademie der Künste München. In Berlin gehört ist er ein wichtiger Akteur, unter anderem Mitbegründer der mittlerweile international anerkannten Echtzeitmusikszene. Er tourte weltweit, erhielt zahlreiche Stipendien und arbeitete mit so renommierten Musikern wie Mwata Bowden, Don Cherry, Douglas Ewart, Limpe Fuchs, George Lewis, Toshi Nakamura, Charlemagne Palestine, Akira Sakata oder Martin Tetreault zusammen. Seit 1999 betreibt er das Label Zarek und hat diverse Festivals für experimentelle Musik (FAM Festival, Erase & Reset, Sound Shifts, Echtzeitmusiktage 2010, The International Turntable Orchestra, Flux Festival, …) kuratiert und organisiert. 2018 war er Stipendiat an der Kulturakademie Tarabya in Istanbul.

Hanoi Meeting/Ignaz Schick’s Aufenthalt in Südostasien wird gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.
 

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