5 Fragen an Thorsten S. Wiedemann

Thorsten S. Wiedemann
Thorsten S. Wiedemann | Foto: Franziska Sinn

Thorsten S. Wiedemann ist der kreative Kopf hinter dem A MAZE. Interact Festival. Lesen Sie hier mehr über Festivalkonzept, Johannesburg als Veranstaltungsort und was Besucher vom 28. August bis zum 2. September erwartet.

Thorsten, wir freuen uns, heute mit dir zu sprechen anlässlich des Kick-off Events für das A MAZE. Interact Festival. Wie ist die Idee zum Festival entstanden und wie bist du auf den Namen A MAZE. Interact Festival gekommen?

A MAZE. gibt es jetzt schon seit 2008 und der Name ist Programm geworden: wir wollen Menschen für Games, Kunst und Technologie durch Interaktion (Interact) und Partizipation begeistern (A MAZE.). Wir haben mit kleinen Events, wie dem A MAZE. Jump ’n’ Run angefangen, bis wir 2010 mit A MAZE. Interact in Kooperation mit Clubtransmediale - CTM 10 in Berlin unser Konzept celebrating the convergence of games, art and technology auf ein internationales Level heben konnten. Das war der Schlüssel für das weitere erfolgreiche Schaffen von A MAZE.

Warum Johannesburg als Veranstaltungsort?

Johannesburg kam zu uns oder besser gesagt Pippa Tshabalala, ehemals Moderatorin der Gamesendung The Verge auf vuzu.tv kam auf mich zu, ob ich das Festival nicht mal in Johannesburg veranstalten möchte. BANG! Und wenn man genau hinguckt findet man in beiden Städten Parallelen. Was zuerst als „one shot“ angedacht war, hat sich seit meinem ersten Besuch in der Stadt zu dem Ziel entwickelt, eine jährliche Plattform für Games und Medienkunst aufzubauen, die international nach außen wirkt und Game Designer, Künstler, Medienkünstler, Performer und Musiker an einem Ort vereint. Dank der Partnerschaft mit dem Goethe–Institut in Johannesburg im Rahmen von New Imaginaries ist es uns ermöglicht, den ersten Schritt zu gehen und mit lokalen Partnern wie der University of the Witwatersrand, der Universtity of Johannesburg und VANSA eine erfolgreiche Reihe zu entwickeln.

Let’s do this together!

Wie unterscheidet sich die Games- und Medienkunstszene in Südafrika von derjenigen in Deutschland?

Es gibt eine wachsende Games- und Medienkunstszene in Südafrika, die qualitativ der deutschen oder internationalen Szene in Nichts nachsteht. Die ist vielleicht noch nicht genug vernetzt und sichtbar, aber das Festival kann einiges positiv beeinflussen. Auch will das Festival Künstler ermutigen, gemeinsam Projekte zu entwickeln, die beim A MAZE. Interact Festival Premiere haben.

Bietet das Festival auch etwas für Nichtgamer an oder richtet es sich eher an eine „geschlossene Gesellschaft“ von Insidern?

A MAZE. Interact versteht sich als öffentlicher Raum für alle die sich an analogen und digitalen Spielerfahrungen erfreuen und mehr darüber erfahren möchten - ein Spielplatz für Kreative und ein Erfahrungspool für Theoretiker und Interessierte. Alle vom 28.August – 2. September 2012 stattfindenden Programmpunkte, nämlich Street Games, Vorträge, Ausstellung, Kino, Konzert und Party richten sich an die Öffentlichkeit. Davon ausgenommen sind wegen begrenzter Teilnehmerzahl und den benötigten Programmierfähigkeiten die Workshops.

Was kann man sich unter einer Jump ’n’ Run Party vorstellen?

A MAZE. Jump ’n’ Run war das erste Format von A MAZE. Ein regelmäßiger Treffpunkt von Game Designern, Gamedesign-Studenten, Medienkünstlern und Musikern in Berlin. Wir verwandelten den Barraum in eine Mini-Spielarkade und schufen somit einen zusätzlichen Wirkungsbereich der Bar. Erst später wurde es als Jump ’n’ Run Bonus Cheat mit interaktiven Installationen, audio-visuellen Inhalten, DJs und Live Performances zu einem interaktiven und partizipativen Partykonzept.

Thorsten, vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg und Spaß am Kick-off Event heute!