Tinofireyi Zhou nutzt das gesprochene und geschriebene Wort, Street Art und klangbasierte Interventionen, um sich mit der Welt auseinanderzusetzen und sie zu hinterfragen. Er erforscht Themen rund um das Politische und interessiert sich für das Persönliche. Er besetzt kreative Landschaften und zeigt die Schichten der Schönheit, die sich unter der Betondecke einer sich wandelnden Welt verbergen. Inspiriert von Ray Oldenburgs Gedanken über den "dritten Raum" hat Zhou begonnen, eine nicht-narrative und nicht-lineare Audio-Aufnahmeserie zu erstellen, um das Leben der Bewohner von Brixton zu dokumentieren. Brixton ist, wie alle anderen Teile des Post-Apartheid-Südafrikas auch, eine raffinierte Mischung aus verschiedenen Gemeinschaften, die getrennt voneinander und doch gemeinsam in einem einzigen geografischen Umfeld existieren.
Zhou, der seine Wurzeln im (simbabwischen) Hip-Hop hat, nähert sich dem Ausdruck aus einer multidisziplinären Perspektive. Neben Auftritten in weiten Teilen des südlichen Afrikas hat der Künstler 2013 die erste Graffiti-inspirierte Ausstellung des Landes mitkuratiert (AFROPOLICITY). 2015 hat Zhou zusammen mit dem Journalisten/Schriftsteller Percy Zvomuya ein wanderndes Vinyl-Archiv und ein DJing-Projekt ins Leben gerufen. Zhou arbeitet weiterhin an einem langfristigen Forschungsprojekt über seine Familie, die zu den Lemba gehört - einem Volk schwarzer jüdischer Abstammung im südlichen Afrika - und erforscht und erstellt ein Archiv der Geschichte ihrer Reise.