Festival-Berichterstattung African Futures Videodokumentation

“Um eine Vorstellung von unserer Zukunft zu bekommen, von der Welt, die vor uns liegt, muss man nur nach Afrika blicken“, sagt Achille Mbembe, einer der herausragenden Autoren und Kritiker im postkolonialen Diskurs.
Wie können verschiedene afrikanische Zukunftsentwürfe aussehen? Wie imaginieren Künstler und Akademiker diese Zukunft? Welche Formen und Narrationen des Science Fiction haben afrikanische Künstler entwickelt? Wer generiert Wissen über Afrika? Und welche verschiedenen Sprachen benutzen wir, um über Afrikas künstlerische, technologische und kulturelle Welt von morgen zu sprechen?
 

Diese Themen standen im Mittelpunkt des vom Goethe-Institut initiierten Festivals „African Futures", das vom 28. – 31. Oktober 2015 zeitgleich in Johannesburg, Lagos und Nairobi stattfand. Künstler wie Nnedi Okorafor (Nigeria), Jean-Pierre Bekolo (Kamerun), Spoek Mathambo (Südafrika), Faustin Linyekula (DRC) und Achille Mbembe (Kamerun/Südafrika) waren eingeladen, afrikanische Zukunftsentwürfe aus Literatur, bildender Kunst, Performance, Musik, Film und in digitalen Formaten zu diskutieren und dabei Brücken zwischen Kunst, Technik und intellektuellem Diskurs zu bauen. Eine weltweit live zu verfolgende Videokonferenz verband Johannesburg außerdem mit São Paulo und New York – zwei Städte, deren kulturelle Produktion ohne den Beitrag der afrikanisch stämmigen Bevölkerung unvorstellbar wäre.

„African Futures“ ist ein Projekt des Goethe-Instituts Südafrika, gefördert vom Goethe-Institut und im Fonds TURN der Kulturstiftung des Bundes. www.goethe.de/africanfutures