Moving Africa

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Moving Africa ist das panafrikanische Austauschprogramm des Goethe-Instituts mit dem Künstlerinnen und Künstler zu ausgewählten Kulturfestivals auf dem Kontinent reisen können.

Ziel ist es, den Austausch zwischen afrikanischen Künstlern und deren Vernetzung untereinander zu fördern. Das Programm wurde erstmals im Jahr 2009 durchgeführt.

Erfahrungsberichte von Moving Africa Teilnehmern

„Es war mir eine große Freude, das Shoko-Festival in Simbabwe im Rahmen des Moving Africa-Programms zu besuchen. Diese Freude ist noch größer, da Moving Africa es mir ermöglichte, meine erste Reise mit dem Flugzeug zu machen, damit ich diese schöne Stadt Harare entdecken konnte.“ Koffi Olivier Ahuie von der Elfenbeinküste bei Shoko

„Ich bin hierher gekommen, um mein allererstes Festival im Ausland zu besuchen, und bin selber Künstler. Ich konnte mit den wirklich freundlichen Menschen von Harare den Kontakt aufnehmen und auch mit einigen Künstlern, die die gleiche Disziplin praktizieren wie ich und sogar mit einigen aus anderen Ländern, die Slam (Gedichte) ausübten.“ Peter Komondua aus der Demokratischen Republik Kongo (DRK) bei Shoko

„Das Programm (Moving Africa) brachte mich in Kontakt mit Produzenten aus der ganzen Welt und ich bin immer noch im Kontakt mit den anderen Teilnehmern von Moving Africa und wir haben vor zusammenzuarbeiten.“ Anna Peter Mallya aus Tansania bei Écrans Noirs

„Durch Moving Africa habe ich während des Festivals von Écrans Noirs zwei sehr unterschiedliche Arten der Filmproduktion in Kamerun entdeckt; die Mainstream (der vorherrschende Trend) Produktion bei CRTV und die Indie Produktion von Lea Malle Frank und Kollegen.“ Adelaïde Ouattara aus der Elfenbeinküste bei Écrans Noirs

„Das Festival hat mir die Augen geöffnet, denn bis jetzt hatte ich noch keine Filmfestivals außerhalb von Simbabwe kennengelernt. Außerdem habe ich die Nutzung eines Freilicht-Geländes als zentralen Ort für Filmvorführungen genossen.“ Ncube Priscilla Sithole aus Simbabwe bei Écrans Noirs
„Dak'Art Biennale kam und ging. Ist alles jetzt eine gute, aber ferne Erinnerung. Aber ich werde meine ersten Begegnungen mit Dakar nie vergessen; wie wünsche ich mir, noch einmal zurückkehren und ein letztes Versprechen erfüllen zu können... am Strand herumzutoben.“
Georgina Maxun aus Simbabwe bei Dak'Art


„Als Künstlerin und Kunstliebhaberin lasse ich mich sehr inspirieren von Léopold Sédar Senghor, dem senegalesischen Dichter, Politiker und Kulturtheoretiker, der als erster Präsident Senegals diente. Er gilt vielen als einer der bedeutendsten afrikanischen Intellektuellen des 20. Jahrhunderts und er hat eine maßgebliche Rolle gespielt in der Förderung der Künste im Senegal und in Afrika insgesamt. Das, was ich an Künstlern am meisten liebe, ist die Fähigkeit, mit anderen auszukommen und den Umgang mit irgendjemandem handhaben zu können. Schlussenendlich habe ich Menschen getroffen, die ich schon zuvor kennengelernt hatte, und somit wurde es eine Art glückseliges Wiedertreffen und ich lernte auch noch viele neue Leute kennen. Sie machten Dakar zauberhaft.“
Jackie Karuti aus Kenia bei Dak'Art
„Mein Film Skin Canvas wurde am Goethe-Institut gezeigt, wo die Reaktion großartig war. Es war eine völlig neue Erfahrung, ihn nochmal anzusehen, da ich ihn in den letzten zwei Jahren nicht angeschaut hatte. Ich habe mir auch einige andere Kurzfilme von den anderen Teilnehmern von Moving Africa angeschaut und es war toll, die Arbeit anderer Menschen zu sehen.

Wir fuhren an einer Stelle mit dem Namen Kwame Nkrumah Avenue vorbei und zu diesem Zeitpunkt konnte ich nicht anders, als stolz darauf zu sein, dass jemand aus meinem Heimatland so einen Eindruck gemacht hat, dass eine Straße nach ihm benannt worden ist.“

Anita Afonu aus Ghana bei Fespaco
„Ich habe mich noch nicht ganz von Nairobi erholt – in gewisser Weise glaube ich nicht, dass ich es jemals tun werde. Kwani ist zweifellos die einflussreichste Zeitschrift, die aus Subsahara Afrika hervorgegangen ist, und wenn jemand an dieser Tatsache zweifelt, würde das zweijährliche Kwani-Literaturfestival ausreichen, ihn zum Schweigen zu bringen. Das Kwani-Literaturfestival 2012 wurde von Menschen aus allen Gesellschaftsschichten besucht und die Veranstaltungsorte waren in der Regel voll (bei der Premiere von Nairobi Half Life war das Goethe-Institut in Nairobi voll und wären unsere (die Teilnehmer von Moving Africa und ich) Plätze nicht reserviert gewesen, hätten wir aufstehen müssen – hieran messen wir ein kulturbewusstes Land.“
Dzekashu Macviban aus Kamerun zum Litfest

„Das Dorf wurde wunderschön mit zeitgenössischen Kunstwerken auf der Straße verwandelt, die Hinterhöfe der Menschen wurden in Theaterbühnen verwandelt. Nachts wird die Straße erleuchtet, die Einheimischen verkaufen würzige Speisen auf der Straße und mit den verschiedenen Darbietungen um dich herum gibt es eine Menge zur Auswahl.“
Mercy Nanfuka aus Uganda bei Les Récréatrales

„Ich hatte die Gelegenheit, zum allerersten Mal seit rund zwanzig Jahren meiner Fotographenkarriere, an einem Fotofestival - Lagos Photo Festival, die zweite Ausgabe - teilzunehmen! Auch zum allerersten Mal ließ ich mein Portfolio rezensieren.“
Bernard Rwebangira aus Tansania beim Lagos Photo Festival

„Fotografie ist für mich mehr als nur eine bildende und darstellende Sprache. Sie schafft und stellt Verbindungen her; sie erfüllt meine Beschreibung der Freiheit und fördert meine Erfahrung von Freude, Spiel, Erkundung und Teilen. Heute, jetzt, kann ich ehrlich sagen, dass meine Vision und meine Stimme von all den wunderbaren Menschen, die ich in Lagos getroffen habe, neu entfacht worden sind.“
Barbara Minishi aus Kenia beim Lagos Photo Festival

„Mein Höhepunkt beim Lagos Fotofestival war, dass ich innerhalb der Woche Zeit mit erfahrenen,  und auch jungen aufstrebenden, Fotografen verbringen konnte, die Ausstellungen auf dem Festival hatten. In den Workshops und Portfolio-Rezensionen konnte ich mir eine Perspektive der Herausforderungen verschaffen, vor denen Fotografen bei der Arbeit in Afrika stehen, und viel darüber lernen, wie man als Künstler Sichtbarkeit gewinnen kann.“
Martin Kharumwa aus Uganda beim Lagos Photo Festival
„Einer der Höhepunkte bei Bayimba 2011 war das Treffen mit dem ghanaischen Nii Noi Nortey, einem Genie mit dem Saxophon und jeder Menge von Hörnern. Er hatte  eine Tüte Hörner mitgebracht, die er gemacht hatte. Da war eine chinesische Oboe, in die er Löcher gemacht hatte, und auf die er ein Saxophon-Mundstück draufgeklatscht hatte, um ein Horn zu machen, dessen Klang auf dem ganzen Kontinent resonieren würde. Er hatte sein eigenes Didgeridoo. Und er hatte ein weiteres teleskopisches, einschmeichelndes Horn, das durch Wasser hindurch spielte.“
Andrew Whaley aus Südafrika beim Bayimba International Festival of the Arts


„Ich hatte die Ehre, dass mein Spielfilmdebüt 'My Father‘s Son' (Der Sohn meines Vaters) in die offizielle Auswahl und im Wettbewerb der FESPACO 2011 ausgewählt wurde. Ich habe mich sofort in Ouagadougou und seine Menschen verliebt. Die Stadt gibt einem ein Gefühl der Sicherheit und der Menschlichkeit, wie sonst kein anderer Ort, an dem ich vorher gewesen bin.“
Joel Haikali  aus Namibia bei Fespaco

„In meinem Land, Nigeria, haben wir eine multi-millionen Dollar Filmindustrie (die Nollywood heißt). Aber leider interessiert die meisten Regisseure nur das Geld, da viele dieser Filme, nach meiner Meinung, uninteressant und von geringer Qualität sind.
Aber diese Gruppe Individuen von Moving Africa, die ich hier in Ouagadougou getroffen habe, hat so viele Ideen, dass ich anfange zu spüren, dass wir uns eindeutig in die Richtung einer großen Veränderung hin bewegen.“
Folasakin Iwajomo aus Nigeria bei Fespaco

„Es begann mit einem Knall, und es endete mit einem großen Knall.
Ab dem Moment, in dem ich in Burkina Faso ankam, haben mich die Energie der Menschen, das FESPACO-Festival und die Filme, die ich gesehen habe, überwältigt. Das FESPACO Festival 2011 hat viele interessante Menschen und tolle Filme vereint. Am Ende war ich erstaunt über die Dinge, die getan werden können, wenn kreative Menschen zusammenkommen, und ich fühle mich bevorrechtigt, dass ich die Möglichkeit hatte, ein Teil davon zu sein.“
Zelalem Woldemariam aus Äthiopien bei Fespaco