Über Ecologues

Wie wird die Welt in 50 Jahren aussehen? Wie die Pole, die Wälder und die Wüsten? Genau das entscheidet sich gerade, denn nie war die Umweltbelastung durch den Menschen so hoch wie heute. Bereits bei einem weltweiten Temperaturanstieg um 1,5 Grad – im Vergleich zur vorindustriellen Zeit und bis zum Jahr 2100 – sind die Folgen des Klimawandels deutlich zu spüren. Aktuell wird in Südamerika der Amazonasregenwald aktiv abgebrannt; es besteht die Gefahr, dass die Permafrostböden (noch weiter) auftauen könnten – beides setzt Unmengen an CO2 frei. Abgesehen von den Konsequenzen für die Pflanzen- und Tierwelt, wachsen daraus ganz reale Gefahren für die Menschen. Viele könnten gezwungen sein, aufgrund des Klimawandels ihre Heimat zu verlassen.

Die Auswirkungen des Klimawandels sind regional sehr unterschiedlich. Gleichzeitig tragen Menschen in unterschiedlichen Regionen verschieden stark zum Klimawandel bei – und meist sind diejenigen, die die Erderwärmung befördern, nicht diejenigen, die am stärksten unter ihr zu leiden haben. Aufgrund der existenziellen Notwendigkeit, Strategien zu entwickeln, um die realen Gefahren in ihren Heimatländern zu bekämpfen, haben Menschen, vor allem im Globalen Süden, viele Projekte und innovative Ideen hervorgebracht, um dem Klimawandel aktiv zu begegnen. Gerade Bevölkerungsgruppen, in deren Alltag und Lebensweise, die lokale Natur eine große Rolle spielt, leiden stärker unter der Klimakrise, finden aber auch häufig konsequentere Mittel gegen die Auswirkungen. Doch nicht selten werden solche Initiativen, Maßnahmen und Projekte im globalen Machtgefälle ignoriert.Hier setzt das Magazin Ecologues zu Nachhaltigkeit und Ökologie an.

Der Begriff „Ecologues“

Ecologues ist ein Kofferwort aus „Ecology“ und „Dialogues”. Dies verweist bereits auf den inhaltlichen und redaktionellen Ansatz des Magazins: globale Debatten über die Herausforderungen, vor die uns der Klimawandel stellt. Was kann, was muss jetzt getan werden? Welche Initiativen gibt es in verschiedenen Ländern auf der Welt, die stellvertretend für einen komplexen Lösungsansatz stehen könnten? Wie schaffen wir eine klimagerechte Welt, in der wir alle in Zukunft gut leben können? Das sind die Fragen, denen sich Ecologues seit Oktober 2020 widmet, frei nach dem Untertitel des Magazins: „Wie wir das Zeitalter des Menschen überleben“. 

Globaler Blick

Durch die verschiedenen Perspektiven wird ein globaler Blick auf diesen Themenkomplex geworfen. Denn auch das ist der Klimawandel: eine globale Angelegenheit, der nur durch Innovation und Kooperation aus allen Teilen der Erde begegnet werden kann. Die Inhalte des Magazins sollen daher nicht nur Probleme aufzeigen und ihre sozialen und kulturellen Ebenen analysieren, sondern verfolgen einen konstruktiven Ansatz. Erreicht wird dieses Ziel durch ein dialogisches Miteinander. Mit Betroffenen und Expert*innen weltweit tritt das Goethe-Institut über dieses Magazin in einen Austausch über Nachhaltigkeit, neue Formen der Ökologie, sowie die sozialen und kulturellen Aspekte des Klimawandels.