Über das Projekt - Phase II (2019-2020)

Das Projekt Freiraum möchte erkunden, wie es in den Städten Europas um die Freiheit bestellt ist. Welche Fragen ergeben sich, wenn Bürgerinnen und Bürger, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Kulturschaffende ganz ortsspezifisch über den Begriff „Freiheit“ nachdenken? Welche Probleme werden in einer Stadt erkennbar? Indem sie ihre Fragen munter quer durch Europa tauschen, entwickeln 42 Goethe-Institute und ihre Partner aus Kunst und Zivilgesellschaft kreative Antworten – aus der Ferne, mit hilfreichem Abstand, füreinander.

FREIRAUM: Phase II – 2019-2020

„Freiraum“ geht in die zweite und damit in die Abschlussphase für das Goethe-Institut.

Als europaweites Projekt bringt Freiraum seit 2017 an 42 Orten in Europa Partner aus Kultur und der Zivilgesellschaft wie NGOs, Theater oder Kulturzentren in den Dialog. In Tandems aus je zwei Städten gingen Goethe-Institute und Partnerorganisationen Fragestellungen zum Stand der Freiheit im heutigen Europa nach und präsentierten ihre Ergebnisse vom Frühsommer 2017 bis Frühjahr 2019 unter anderem anhand von Performances, experimentellen Diskussionsveranstaltungen, Ausstellungen, Konzerten und Filmen.

Im Zentrum der FREIRAUM Phase II steht besonders der Plattformgedanke der fortgeführt werden soll. Damit Engagement und Enthusiasmus der Plattform weiter bestehen bleiben, hat sich das Goethe-Institut für die 2. Phase für 2019 und 2020 den Schwerpunkt auf die Förderung, Weiterentwicklung, Stärkung und Ausweitung des Partner-Netzwerks gesetzt. Ziel ist es eine spartenübergreifende Plattform zu etablieren, die transnational agiert. Phase II soll somit sicherstellen, dass die Plattform bis 2021 über „Freiraum“ hinaus aktiv bleibt und sich selbst trägt – als ein Verbund von Akteuren aus Kultur und Zivilgesellschaft, die sich gegenseitig unterstützen, Erfahrungen austauschen, sich mit hochaktuellen Themen über Europa befassen, gemeinsam Projekte entwickeln und die Finanzierung dafür aus eigenen und aus Drittmittel stemmen können. Durch gezieltes Capacity Building sollen die Partner darin unterstützt werden europaweit zu kollaborieren.
In den vier Workshops, die für den Zeitraum Oktober 2019 – Juni 2020 angesetzt sind, wird je eines der folgenden Themenstränge des Freiraum Projektes in kleineren Gruppen inhaltlich vertieft:
  • „Rede frei“: Kunst-, Rede-und Meinungsfreiheit
  • „In Verteidigung der Vielfalt“: gesellschaftliche Diversität
  • „Freiheit, ein Luxus?“: ökonomische Rahmenbedingungen
  • „Nach Europa“: Zunahme von nationalistischen Tendenzen und Europa-Skepsis
  • „Die lebenswerte Stadt“: Gestaltung des städtischen Raums
Es werden pro Workshop 15 Partner*innen erwartet, die sich nun über die bisherige Tandemstruktur hinaus besser kennenlernen und Themen besonderen Interesses gemeinsam angehen können. Die Verantwortung für die Auf-und Umsetzung des Workshop Programms wird bei den Partnerorganisationen liegen. Zusätzlich werden den Teilnehmer*innen europaweite Mikroresidenzen angeboten. Durch diese Bewegungsfreiheit können die Partner*innen sich in neuen Konstellationen zusammenschließen.

Das Festival Freiraum ist digital, nachhaltig und solidarisch und findet in ganz Europa am 30.10.-01.11.2020 im Rahmen der deutschen Ratspräsidentschaft statt. Es wird zu einem kollaborativen Festival, das gleichzeitig in der physischen und in der digitalen Welt stattfindet. Damit reagieren wir auf die Folgen der Corona-Pandemie und zeigen die Stärke und Vielfalt des Freiraum-Projekts. Der thematische Schwerpunkt – der heutige Zustand der Freiheit in Europa – wird an die jüngsten Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus angepasst.
Mehr Infos und Programm unter: http://www.freiraumfestival.eu