Rom – Nikosia Wie können wir in einem von Mafia und Kriminalität betroffenen Gebiet Entwicklungsmaßnahmen von Bürgervereinen wirksam machen?

Rom wird vorgestellt als eine Stadt, die stark – und zunehmend – geprägt ist von mafiös-krimineller Aktivität. Die Mafia kontrolliert hier nicht nur die Wirtschaft, sondern übernimmt vielerorts sogar Aufgaben des Sozialstaats. Das Goethe-Institut geht darum zusammen mit dem Anti-Mafia-Verein daSud daran, die Erfahrungen einiger Randbezirke für eine nachhaltige Stadtentwicklung nutzbar zu machen.

 



Nikosia–Rom
Das Tandem Rom-Nikosia hat im April bei einem ersten Treffen in Rom beschlossen, beide Fragestellungen zusammen zu beantworten. Bei der Wahl des Formats waren die speziellen Kenntnisse und Hintergründe der beiden Projektpartner, der kulturaktivistische Antimafia-Vereins daSud und das kreativ forschende Kunstzentrum ARTos Foundation, ausschlaggebend: Schnell war klar, dass sich die künstlerische Bearbeitung der Fragen an modernsten digitalen Ausdrucksweisen orientiert – Film, Video, Augmented und Virtual Reality, Graphic Novel – und die Ergebnisse mittels einer extra produzierten App für alle zugänglich gemacht werden sollen.

Nach einem Kolloquium im April in Nikosia und einem „Stencil Lab“ in beiden Städten im Sommer entstehen sowohl in Rom als auch in Nikosia im Juni/Juli zwei Wandbilder (Graffiti) im öffentlichen Raum. Die Verfertigung wird mit einer 360-Grad-Kamera gefilmt, die Bilder werden in der App zu einer komplexen Augmented Reality und als herunterladbare Schablonen für die Reproduktion der Graffiti in der eigenen Stadt zu benutzen sein. Am 18. Oktober werden Wandbilder, Augmented Reality App sowie kostenlos herunterladbare Graffiti-Schablonen in der Bibliothek von daSud im Rahmen des Festivals Restart! präsentiert. In Nikosia wird es am 24. November eine Abschlusspräsentation geben.

(Stand: September 2018)

Unser Partner

daSud ist ein Antimafia-Verein, der 2005 gegründet wurde. Ziel des Vereins ist es, Mafia mit Kultur, politischen Rechten und Partizipation zu bekämpfen. daSud arbeitet hauptsächlich an formaler und nicht-formaler Bildung in einer Schule in der Peripherie von Rom, mit besonderem Augenmerk auf Geschlechtergerechtigkeit. Seit 2009 hat der Verein seinen Sitz in Rom und organisiert Aktionen und Veranstaltungen wie Graphic Novels und Theater- und Kinoveranstaltungen aus einer Antimafia-Perspektive. daSud arbeitet in Kollaboration mit dem italienischen Bildungsministerium und mit Vertreterinnen und Vertretern der Kunstwelt.
 
  • Auftakt Restart Festival © Francesco Cicconi
    Auftakt Restart Festival
  • Auftakt Restart Festival, Amico Dolci spricht von seinem Vater Danilo Dolci Aktivist und Soziologe © Francesco Cicconi
    Auftakt Restart Festival, Amico Dolci spricht von seinem Vater Danilo Dolci Aktivist und Soziologe
  • Gabriele Kreuter-Lenz (Länderdirektorin GI Italien), Karina Varga (Instituts Leiterin GI Nikosia) und Vito Foderà (daSud) stellen das Projekt Freiraum vor © Francesco Cicconi
    Gabriele Kreuter-Lenz (Länderdirektorin GI Italien), Karina Varga (Instituts Leiterin GI Nikosia) und Vito Foderà (daSud) stellen das Projekt Freiraum vor
  • Gabriele Kreuter-Lenz (Länderdirektorin GI Italien), Karina Varga (Instituts Leiterin GI Nikosia) und Vito Foderà (daSud) stellen das Projekt Freiraum vor © Francesco Cicconi
    Gabriele Kreuter-Lenz (Länderdirektorin GI Italien), Karina Varga (Instituts Leiterin GI Nikosia) und Vito Foderà (daSud) stellen das Projekt Freiraum vor
  • Frei-raum © Francesco Cicconi
    Frei-raum
  • Interaktive Tafel außerhalb der Schule Enzo Ferrari in Rom  © Francesco Cicconi
    Interaktive Tafel außerhalb der Schule Enzo Ferrari in Rom
  • Interaktive Tafel außerhalb der Schule Enzo Ferrari in Rom  © Francesco Cicconi
    Interaktive Tafel außerhalb der Schule Enzo Ferrari in Rom
  • Interaktive Tafel außerhalb der Schule Enzo Ferrari in Rom  © Francesco Cicconi
    Interaktive Tafel außerhalb der Schule Enzo Ferrari in Rom
  • Interaktive Tafel außerhalb der Schule Enzo Ferrari in Rom. © Francesco Cicconi
    Interaktive Tafel außerhalb der Schule Enzo Ferrari in Rom.
  • Gabriele Kreuter-Lenz, Länderdirektorin GI Italien, Karina Varga Instituts Leiterin GI Nikosia, Vito Foderà , daSud, stellen das Projekt Freiraum vor. © Francesco Cicconi
    Gabriele Kreuter-Lenz, Länderdirektorin GI Italien, Karina Varga Instituts Leiterin GI Nikosia, Vito Foderà , daSud, stellen das Projekt Freiraum vor.
  • Vorstellung der App und interaktiven Tafeln. © Francesco Cicconi
    Vorstellung der App und interaktiven Tafeln.
  • Vorstellung der App und interaktiven Tafeln. © Francesco Cicconi
    Vorstellung der App und interaktiven Tafeln.

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