Rijeka – Luxemburg Haben wir die Freiheit in einen Container verpackt, wo wir sie für uns oder gemeinsam mit Freunden genießen, dabei aber vergessen, dass sich Freiheit in der Gesellschaft entwickelt?

Rijeka hat in Kroatien traditionell den Ruf einer offenen, liberalen Handelsstadt an der Adria. Im Film fragen sich Kulturarbeiterinnen und Kulturarbeiter, Philosophinnen und Philosphen, sowie Aktivistinnen und Aktivisten, ob die Stadt und ihre Kulturszene genug tun, um diesem Ruf gerecht zu werden. Sie fragen sich, was im Rahmen des Freiraum-Projekts getan werden kann, um stärker werdenden konservativen Kräften zu begegnen, alte Freiräume zu erhalten oder sogar auszuweiten und die Vorstellung von „Freiheit“ als allein individueller Freiheit zu überdenken.

 
 


Luxemburg–Rijeka
Das Tandem Luxemburg-Rijeka hat sich unter dem Projektnamen „Luxflux“ zusammengeschlossen („flux“ deswegen, weil „Rijeka“ auf Kroatisch „Fluss“ bedeutet). Das Projekt setzt sich in zwei Teilen mit dem Begriff der Freiheit auseinander.

Im ersten Teil befasst Luxemburg sich mit dem öffentlichen Raum. Entwicklungsgeschichtlich ist der öffentliche Raum in europäischen Städten ein für alle zugänglicher Raum, doch sein Wert hängt davon ab, ob die Menschen tatsächlich motiviert sind, ihn zu benutzen und mit Leben zu füllen. Die Partner recherchieren also zur Qualität des öffentlichen Raums und fragen: Wie müssen öffentliche Räume beschaffen sein, damit Menschen Lust haben, sie nutzen und dort Zeit verbringen? Wo fehlt es an Freiräumen? Dieser Fragenkomplex wird im Rahmen zweier Workshops in Luxemburg untersucht, organisiert von den Projektpartnern Institut Pierre Werner, Universität Luxemburg und Luxembourg Center for Architecture.

Der zweite Teil der Recherchen widmet sich der Frage, wie unsere Gesellschaft individuelle Freiheiten garantieren kann. Der sozioökonomische Status – Herkunft, Bildungsgrad, Beruf – definiert oft die Freiheiten, die uns zuerkannt werden, und macht manche Freiheiten für manche Menschen bedeutungslos, weil nicht nutzbar. Diesen Themenkomplex untersucht ein Workshop in Rijeka, organisiert vom Goethe-Institut und dem Projektpartner, dem Kulturinstitut Drugo More.

Im Anschluss werden die Workshop-Ergebnisse zu einer Projektpräsentation zusammengeführt. Aus der kroatischen auf der einen und der luxemburgischen auf der anderen Seite wird eine gemeinsame Perspektive, aus einem zunächst analytischen Ansatz wird ein künstlerisch-praktischer. In „The Place, It Has a Name“ beschäftigt sich ein Künstlertrio bestehend aus dem Autor Ian De Toffoli, der Schauspielerin Elsa Rauchs und der Künstlerin Lisa Khol mit der Definition eines Freiraums und dessen Bedeutung für jeden von uns. Die Präsentation, die sowohl Theater- und Performance-Elemente hat, wird im November 2018 in Rijeka und im März 2019 in Luxemburg gezeigt.

Nach der Performance wird in der Galerie von Filodrammatica das Designerduo Leo Kirinčić und Maša Poljanec die Installation Studija slučaja Crvene i Plave (Fallstudie von Rot und Blau) vorstellen. Auch in die Ausstellung fließen Ergebnisse des Workshops über die Freiheit des Raumes ein, der an der Universität Luxemburg unter der Leitung von Dr. Katrin Becker abgehalten wurde. Das Thema der mit Rijeka verbundenen Installation ist ein spezifisches Architekturprojekt des sozialistischen Wohnbaus, der kontinuierlich versucht hat, Orte zu schaffen, an denen sich die Bewohner treffen und ihre Gemeinschaft entwickeln können, am Beispiel des Wohnprojektes „Rotes und Blaues Gebäude“, das in Rijeka im Jahr 1978 erbaut wurde.

(Stand: November 2018)

Unser Partner

Als seit 1999 tätige NGO geht es Drugo More um Themen von gesellschaftlicher Relevanz. Kunst und Kultur sowie internationaler Austausch sind für die Organisation zentrale Werkzeuge der Wissensvermittlung, weswegen sie interdisziplinär auf den Feldern Künstlerförderung, Wissenschaft und Kulturtheorie arbeitet. Sie fördert u.a. Film, Performance, kulturwissenschaftliche Forschung und Bildungsveranstaltungen.
 
  • Straße im Nebel © Ian de Toffoli
    Straße im Nebel
  • Rotes Gebäude © Bojan Mrdenovic
    Rotes Gebäude
  • Rote Gebäude © Bojan Mrdenovic
    Rote Gebäude
  Fotos der Veranstaltung Luxflux Rijeka am 30. November 2018 in der Galerie Filodrammatica.
  • Luxflux Rijeka 1 © Tanja Kanazir
  • Luxflux Rijeka 2 © Tanja Kanazir
  • Luxflux Rijeka 3 © Tanja Kanazir
  • Luxflux Rijeka 4 © Tanja Kanazir
  • Luxflux Rijeka 5 © Tanja Kanazir
  • Luxflux Rijeka 6 © Tanja Kanazir
  • Luxflux Rijeka 7 © Tanja Kanazir
  • Luxflux Rijeka 8 © Tanja Kanazir
  • Luxflux Rijeka 9 © Tanja Kanazir
  • Luxflux Rijeka 10 © Tanja Kanazir
  • Luxflux Rijeka 11 © Tanja Kanazir
  • Luxflux Rijeka 12 © Tanja Kanazir
  • Luxflux Rijeka 13 © Tanja Kanazir
  • Luxflux Rijeka 14 © Tanja Kanazir
  • Luxflux Rijeka 15 © Tanja Kanazir
  • Luxflux Rijeka 16 © Tanja Kanazir
  • Luxflux Rijeka 17 © Tanja Kanazir
  • Luxflux Rijeka 18 © Tanja Kanazir
  • Luxflux Rijeka 19 © Tanja Kanazir
  • Luxflux Rijeka 20 © Tanja Kanazir
  • Luxflux Rijeka 21 © Tanja Kanazir
  • Luxflux Rijeka 22 © Tanja Kanazir
  • Luxflux Rijeka 23 © Tanja Kanazir
  • Luxflux Rijeka 24 © Tanja Kanazir
  • Luxflux Rijeka 25 © Tanja Kanazir



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