Kopenhagen – Skopje Wie machen wir aus der Stadt eine freie Zone für alle, in der der facettenreiche, demokratische Dialog gesichert ist?

In Kopenhagen herrscht Wohnungsnot, die Innenstadt ist zunehmend segregiert, vieler Einwohner*innen haben das Gefühl, keinerlei Einfluss auf ihre Lebensumstände nehmen zu können. Wenn in den Städten nur noch Menschen wohnen, die sich einen Caffè Latte für sechs Euro leisten können, ist das eine Gefahr für die Demokratie, die friedliche Koexistenz und Dänemarks Selbstbild als gerechter Sozialstaat. Diesem Problem widmet sich das Kopenhagener Goethe-Institut zusammen mit dem „Copenhagen Architecture Festival“.
 

 

Kopenhagen–Skopje
Skopje und Kopenhagen haben sich auf ein gemeinsames Format geeinigt: Sowohl das Freiraum-Team der Organisation Kontrapunkt aus Skopje wie auch das Freiraum-Team des Copenhagen Architecture Festival drehen in der jeweiligen Tandemstadt einen dokumentarisch grundierten Film, der sich auf unterschiedlichen Wegen der Fragestellung des jeweils anderen annähert. Kontrapunkt, eine Organisation, die in Skopje Künstler*innen vernetzt und sich für eine unabhängige kulturelle Szene einsetzt, sieht sich die Stadt Kopenhagen aus der Perspektive von aus Mazedonien eingewanderten Stadtbewohner*innen an, um der Frage der Dänen nachzugehen: Wie kann ‚Stadt‘ ein Diversität und Koexistenz sichernder Raum werden bzw. bleiben? Das dänische Architekturfestival-Team wiederum sucht im September mit der Kamera in Skopje Antworten auf die Frage, wie die Möglichkeiten auf ein freies Leben im öffentlichen Raum verhandelt und mit der Zeit verändert werden. Beide filmischen Ergebnisse werden im November-Dezember beim KRIK Festival in Skopje vorgestellt.

(Stand: September 2018)

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Das Copenhagen Architecture Festival findet seit 2014 einmal jährlich für zwei Wochen statt. Über Filmscreenings, Stadtspaziergänge, Ausstellungen, Workshops und Diskussionen will es erkunden, wie Architektur unser Leben prägt – und wie unser Leben die Architektur. Architektur wird hierbei als räumliche und kulturelle Praxis verstanden.

Weiterführende Links

  • Blick auf Brumleby © Goethe-Institut Skopje
    Blick auf Brumleby
  • Daniel Serafimovski zeigt uns das Sozialwohnquartier Brumleby © Goethe Institut Skopje
    Daniel Serafimovski zeigt uns das Sozialwohnquartier Brumleby
  • Interview mit Venka Simovska © Goethe Institut Skopje
    Interview mit Venka Simovska
  • Aufnahmesitzung in Brumleby © Goethe Institut Skopje
    Aufnahmesitzung in Brumleby
  • Daniel Serafimovski interviewt Iskra Gešoska in Skopje. © Josephine Michau
    Daniel Serafimovski interviewt Iskra Gešoska in Skopje.
  • Dreharbeiten im Museum für zeitgenössische Kunst in Skopje © Josephine Michau
    Dreharbeiten im Museum für zeitgenössische Kunst in Skopje
  • Dreharbeiten vor dem mazedonischen Opern- und Ballettgebäude © Josephine Michau
    Dreharbeiten vor dem mazedonischen Opern- und Ballettgebäude

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