Amsterdam – Neapel Wie bauen wir unsere individuelle und kollektive Identität rund um den Begriff der Freiheit? Wie können wir Freiheit als Werkzeug verwenden, das ein- und nicht ausschließt und unser eingefahrenes Denken herausfordert?

Die Stiftung „Re:Think“ war am Deutschen Historischen Museum in Berlin unterwegs mit einer Gruppe von Syrerinnen und Syrern, die noch nicht lange in Deutschland sind. Wenn „Newcomer“ in einem Land dessen Geschichte kennenlernen, diskutieren und befragen, so die These des Workshops, kann das ein konstruktiver Beitrag sein zu dem Wandel, den Europa dringend braucht. Denn ein solcher Wandel kann durch die neuen Perspektiven und kritischen Fragen derer, die noch nicht lange da sind, eingeleitet und unterstützt werden.



Amsterdam–Neapel

Das Künstlerduo Giovanna Bianco und Guiseppe Valente, die Partner des Goethe-Instituts in Neapel, produzieren einen Film zur Amsterdamer Fragestellung. Die Protagonisten des Films sind die Bewohner der europäischen Metropole, Menschen unterschiedlicher sozialer Herkunft, Altersklassen und Interessen. Es sind Migranten, Flüchtlinge, Niederländer, die wir sehen und hören und die ganz persönlich und emotional auf die Frage antworten: Wie realisieren wir unsere kollektive Identität in Bezug zum Begriff der Freiheit? Wie können wir von der Freiheit Gebrauch machen, als ein Wert, der ein- und nicht ausschließt und starrem Scheuklappendenken mutig entgegentritt?

Das Amsterdamer Team rund um das Zentrum für Debattenkultur Pakhuis de Zwijger und den syrisch-deutschen Architekten und Aktivisten Yasser Almamooun hat sich zur Beantwortung der neapolitanischen Frage einen dichten Aktionsplan gesteckt: Aus Stadtspaziergängen, Erkundungen, Mini-Workshops, Netzrecherchen, Datensammlungen, Feldstudien, Gesprächen und Panels heraus wird eine mobile Ausstellung zur Fragestellung „Wie richten wir uns in einem engen sozialen Lebensraum frei ein?“ entwickelt, in Austausch mit Bianco-Valente, Stadtbewohner*innen, Wissenschaftler*innen vor Ort und interessiertem Publikum. Die Erfahrung der Amsterdamer*innen in Sachen Architektur, Stadtplanung, literarische Methodik und 3D-Design ist die konkrete Basis für eine interventionistische Idee, die Anfang November in der Stadt präsentiert werden wird: Amsterdam versucht sich an einer „Lösung“ der Neapolitaner Raumproblematik.

(Stand: September 2018)

Unser Partner

Pakhuis de Zwijger ist ein Ort für Debattenkultur, der sich gemeinsam mit der Stiftung „Re:think“ diskursiv und künstlerisch mit Machtstrukturen in Politik, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft auseinandersetzt. Seit 2006 wird hier Kollaboration, Vernetzung und Erfahrungsaustausch vorangetrieben. Yasser Almaamoun ist ein syrisch-deutscher Aktivist und Architekt. Er arbeitet in einem Berliner Architekturbüro, im Rahmen des Projekts „Multaka“ am Deutschen Historischen Museum (DHM), darüber hinaus ist er „Außenminister“ des Zentrums für Politische Schönheit.

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