Budapest – Tirana Welche Verantwortung trägt die Zivilgesellschaft für die Verteidigung unserer gemeinsamen europäischen Werte?

Budapest mobilisiert die Zivilgesellschaft(en): „Wir sind der Überzeugung, wir kriegen Europa nicht umsonst, wir müssen etwas dafür tun“, sagt der Leiter des Budapester Goethe-Instituts. Das Partnerinstitut für Politik „Eötvös Károly“ pflichtet ihm bei: „Je mehr ein Staat die Werte der Freiheit in Frage stellt, desto mehr sind NGOs wie wir gefordert und verantwortlich.“



Budapest–Tirana
Die Zivilgesellschaft als zentraler politischer Akteur spielt in beiden Fragestellungen des Tandems Budapest-Tirana eine wichtige Rolle: Welche Verantwortung trägt die Zivilgesellschaft bei der Verteidigung geteilter europäischer Werte, will Ungarn wissen. Tirana wiederum interessiert, wie groß die Herausforderung der Freiheit für die noch relativ junge albanische Zivilgesellschaft ist. Zur Beantwortung dieser Fragen gehen die Partner in Budapest und in Tirana, das EKINT – Eötvös Károly Institut für Politik und die Künstlerin Edit Pula, auf die Suche nach Manifestationen zivilgesellschaftlicher Aktivität im öffentlichen Stadtraum. Sie suchen manipulierte oder übersprühte Werbeplakate, umgenutzte oder zweckentfremdete Gebäude, zerstörte Dinge, nichtoffiziell installierte Mahnmale oder Erinnerungsorte etc., dokumentieren sie fotografisch und stellen die entstehenden Fotos anschließend aus. Anfang Dezember findet diese Ausstellung in Tirana unter dem Titel „Orte des Aktivismus“ statt, begleitet von einer Podiumsdiskussion und einem eigens komponierten Freiraum-Musikstück. Daran anknüpfend entwickelt das Tandem eine diskursive Evaluation der Fundstücke.

(Stand: September 2018)

Unser Partner

Das Eötvös Károly Institut für Politik (EKINT) wurde 2003 von Open Society Foundations gegründet, um öffentlichen, demokratischen Prozessen in Ungarn einen Rahmen zu geben und das Bewusstsein zu stärken für Demokratie, Persönlichkeitsrechte, politische Kultur und Solidarität. Präsident ist László Majtényi, von 1995-2011 oberster Datenschützer Ungarns und 2017 einziger Gegenkandidat für das Staatspräsidentenamt.

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