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Post Europa in Thessaloniki

In Thessaloniki fand im LABattoir in Zusammenarbeit mit ArtBOX am 19.-22.10. der erste Workshop zur zweiten Phase des Projektes Freiraum statt. Mit Partner/innen aus ganz Europa wurde über die Grundprinzipien der Freiraum-Plattform sowie über ihre Zukunft gesprochen. Auch über Post Europa wurde intern und bei einer öffentlichen, live übertragenen Konferenz debattiert. Es gab auch Performances, um die Bürger/innen dazu einzuladen, ihre Sicht und ihre Träume von Europa zu artikulieren. Wir danken ArtBOX für die inspirierende und gute Partnerschaft.

FREIRAUM WIRD ERWACHSEN: WIE SOLL ES WEITERGEHEN?

Drei Jahre nach Start des Projekts mit 42 teilnehmenden Städten geht Freiraum im Rahmen eines intensiven viertägigen Treffens in Thessaloniki unter Leitung des LABattoir Projects in seine nächste Phase über. Im Mittelpunkt dieser vier Tage standen lebhafte Diskussionen über die Zukunft der Initiative sowie Aktionskunstveranstaltungen, Ausstellungen, eine Konferenz und Workshops, die das Potential von Freiraum und seine kreativen Möglichkeiten deutlich machten. Darüber hinaus erkannten alle Beteiligten, dass einer kreativen Partnerschaft dieses Kalibers nahezu keine Grenzen gesetzt sind.

Von Kalliopi Kati

Am Hafen von Thessaloniki ist die Luft an diesem Sonntagabend frisch, aber nicht zu kalt (immerhin ist es schon Oktober). Die Anwesenden scharen sich um eine glänzende und hell erleuchte Metallbühne, auf der nur ein Mikrofon platziert ist. Im Hintergrund hört man sanftes Meeresrauschen und den Lärm der Stadt. Langsamen Schrittes betritt ein Mann mit Hut, Trenchcoat und Taschen voller Sand die Bühne. In den Ohren der Zuschauer*innen erklingen dazu die Worte ehemaliger EU-Staats- und Regierungschefs.

„Ich möchte über die Tragödie Europas sprechen“, sagt der Mann, der in die Rolle von Joseph Beuys geschlüpft ist.

Anschließend fordert er die Menschen mit ruhiger Stimme auf, von ihren Träumen zu erzählen, ganz gleich ob es sich um persönliche Erinnerungen an das Unbewusste oder um ihre Visionen für Europa handelt. Immer mehr Menschen betreten zunächst scheu und zurückhaltend die Bühne, bis zum Schluss die fröhlichen Gesichter ganz rot vom vielen Lachen über einen doch recht absurden Traum sind.

Die Performance „Sandmen: Dreaming in/of Europe“ (Sandmann: Träumen in/über Europa) des Schauspielers und Regisseurs Thomas Velissaris war nur ein kleiner Teil des reichhaltigen viertägigen Programms in Thessaloniki. Und doch sagte es sehr viel aus über das Wesen dieses Projekts, das in seine zweite, entscheidende Phase übergeht. Mit der Performance im Hinterkopf bot das Forum, das für die neuen und alten Mitglieder von Freiraum einberufen wurde, Gelegenheit, über Post-Europa – die gegenwärtige und künftige Situation in Europa – zu diskutieren und ausgehend von dieser Perspektive eine Vision für das Freiraum-Projekt zu formulieren. Unter dem starken Eindruck der politischen Turbulenzen und Unsicherheiten, die sich in Europa immer weiter ausbreiten, werteten die 15 Vertreter*innen einen „geschützten Raum/Freiraum“ mehr denn je als dringende Notwendigkeit.

„Wie können wir Mikro-Utopien entwerfen, wenn uns lediglich unser Menschsein miteinander verbindet?“

Besser hätte die Künstlerin und Kuratorin Jane Dudman die Dynamik einer Gruppe von Menschen mit unterschiedlichem kulturellen und sozialen Hintergrund nicht zum Ausdruck bringen können. Während der Konferenz fasste sie in ihrer performativen Lesung „Post Europe: 3 approaches on the future of Europe through a global perspective“ (Post-Europa: 3 Ansätze zur Zukunft Europas aus globaler Perspektive“) viele frühere Diskussionsbeiträge des Tages zusammen, in denen sich die Mehrzahl der Teammitglieder auf die Notwendigkeit verständigte, mit einem gemeinsamen Projekt „zu provozieren“. In kleinen Gruppen vertieften sich die 15 Mitglieder in sehr persönliche und vertrauliche Gespräche und fühlten sich „wie in einer Therapiegruppe in einem geschützten Raum“, um mit den Worten der Künstlerin, Kuratorin und Kulturberaterin Edit Pula aus Tirana zu sprechen. Der Wunsch, sich in einem Raum mit Gleichgesinnten auszutauschen, wurde von allen Teilnehmenden der Workshops und der geschlossenen Gesprächsrunden geteilt. Dabei ging es um Berichte aus unterschiedlichen Ländern und Erfahrungen aus eigenen Projekten, die allesamt den Schutz der Demokratie, „die Erfahrung von Freiheit“ und den „Protest gegen die Kultur der Notwendigkeit“ zum Thema hatten.

An den darauffolgenden Tagen wurden alle Teilnehmenden aufgefordert, der Gruppe ihre Projekte und ihre Erwartungen an das Projekt mitzuteilen. Iskra Geshoska, Künstlerin, Aktivistin und Gründerin des Verbands Kontrapunkt in Skopje, konzentrierte sich dabei auf die Bedeutung von unterdrückter Wut und die Umleitung dieser Wut in produktive Protestformen und verwies darauf, dass „Wut ein Symptom für ein wachsendes Bewusstsein von Menschen ist, die sich zu sozialen Wesen entwickeln wollen“. Dagegen betonte der slowakische Kurator, Kulturmanager und Aktivist Milan Zvada die Bedeutung der satirischen Aktionskunst, um Kritik an der gegenwärtigen politischen Situation in seinem Heimatland zu äußern. Prokop Cech, nach eigenen Worten „kein Künstler, sondern Vermittler“, analysierte die komplexen Zusammenhänge von Wahlalgorithmen und konsensorientierten Methoden und berichtete von seiner Arbeit für die unabhängige Prager Stiftung H21, die sich auf eine „Umkehr des politischen Desinteresses konzentriert und die Welt vor weiteren Trumps und Brexits retten will“. Zu guter Letzt äußerte sich der griechische Journalist für Umwelt- und Europafragen, Vasiliki Grammatikogianni, zum Ausmaß des Klimawandels und zu den damit verbunden Folgen für Europa. Die Gastgeber*innen, Christos Savvidis und Lydia Chatziiakovou, Kurator*in und Leiter*in von ArtBOX Creative Arts Management und Gründer*in des LABattoir-Projekts, gingen schließlich auf die Durchführung von Maßnahmen der „Art for Social Change“ (Kunst für gesellschaftlichen Wandel) in der Stadt Thessaloniki ein. Natürlich waren die Präsentationen der Teilnehmenden nicht die einzigen Informationen, die es in diesen Tagen zu hören gab. An der Konferenz „Post Europe: 3 approaches on the future of Europe through a global perspective“ nahmen mehr als 15 Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Fachleute teil, die Fragen zum Europa von heute aus einer weiteren, ganzheitlicheren Perspektive beleuchteten.

Alle im Vorangehenden aufgeführten Ideen dienten als Impulse für Veränderungen und als Einladung, „Frieden mit sozialen und politischen Traumata“ zu schließen, um auf diese Weise eine Identität für ein Netzwerk zu entwickeln, dass „die Narrative ändern und den Menschen eine Stimme geben“ könnte. Die Notwendigkeit, „die Freiraum-Flamme weiterzuverbreiten und an mehr Menschen weiterzugeben, um unsere Brüder und Schwester an den Gesprächen zu beteiligen“ wurde sowohl von Milan Zvada als auch von der dänischen Kunst- und Architekturhistorikerin Signe Sophie Boggild betont. Unterdessen führte ein Nachdenken darüber, wie man von der Vielfalt der Gruppe profitieren könnte, zu der Überlegung, dass ein Netzwerk möglicherweise nicht ausreicht, um das Freiraum-Projekt weiterzuführen. Vielmehr müsste es durch offenere, flexible und dynamische Komponenten ergänzt werden, die alle nach denselben ethischen Grundsätzen und Zielsetzungen miteinander verbunden sind.

„Wir brauchen Ehrgeiz und hohe Ziele!“

Nach ausführlichen Gesprächen über die Identität des Projekts verständigte sich das Team darauf, in den nächsten Tagen noch einmal auf diesen Punkt zurückzukommen, um zunächst eine andere wichtige Frage zu erörtern: Wie können wir uns um Finanzierungsmöglichkeiten im Allgemeinen und EU-Finanzmittel im Speziellen bemühen? Christos Savvidis stellte diese Frage bei mehreren Gelegenheiten, weil eine Antwort immer dringlicher werde, um die Fortsetzung des Projekts zu sichern. Da sich das Goethe-Institut Ende 2020 aus der Projektförderung zurückzieht, besteht das Hauptziel der Phase 2 darin, ein dauerhaftes, unabhängiges Konzept zu entwickeln, zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten zu erschließen und gleichzeitig die Verbindung zum Goethe-Institut weiter aufrechtzuerhalten. Simone Rudolf vom Goethe-Institut in Brüssel leitete am 3. Tag eine vorbereitende Schulung zu europäischen Förderprogrammen, um den Teilnehmenden das strategische Vorgehen bei der Ausarbeitung von Finanzierungsanträgen für Kulturprojekte zu erläutern. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden produktive Gespräche über die beteiligten Partnerschaften und den Grad der Beteiligung jedes einzelnen Teilnehmenden geführt.

„Eine mobile Bühne als Symbol für Freiraum“

In diesen vier Tagen, in denen sich Workshops, Aktivitäten, Konferenzen und Performances nahezu nahtlos aneinanderreihten, gab es ein Element, das bei allen Veranstaltungen zum Einsatz kam: Die Freevolous City Stage, die vom LABattoir Projekt als Mittel zur Aktivierung von Gemeinschaften und öffentlichen Räumen entwickelt und gebaut wurde. Damit zeigte sich, welche Bedeutung dieser innovativen, mobilen und flexiblen Konstruktion zufällt, mit der jede*r einen geschützten Raum in Form einer Bühne an einem beliebigen Ort – im Innen- wie im Außenbereich – errichten kann. Der Aufbau eröffnet unzählige Gestaltungsmöglichkeiten, wodurch bei allen Performances, öffentlichen Diskussionen, Konzerten usw. eine Theateratmosphäre entsteht, die keine Bühne im herkömmlichen Sinne benötigt. Die mobile Bühne erwies sich an diesen vier Tagen bei vielen Gelegenheiten als nützlich und kam bei der Veranstaltung in verschiedenen Formen zum Einsatz: Bei der Konferenz, einer partizipativen Performance am Hafen von Thessaloniki, einer audiovisuellen Performance und einer musikalischen Improvisation in Verbindung mit einer visuellen Kunstinstallation. Zudem berichteten Initiator*innen, Designer*innen und Künstler*innen, die bereits mit der Bühne gearbeitet hatten, im Verlauf der Konferenz von ihrem erfolgreichen Einsatz. Für Thomas Velissaris war die Nutzung der Bühne „die lehrreichste Erfahrung, die ich seit meiner Zeit an der Schauspielschule machen durfte“. Lydia Chatziiakovou räumte ein, dass „die mobile Bühne sogar Möglichkeiten in Formaten eröffnet, die wir bei ihrer Entwicklung nicht einmal vorgesehen haben“. Die Koordinatorin des Freiraum-Projekts, Maud Qamar, zeigte sich davon beeindruckt und erklärte, dass sie sich „in die mobile Bühne verliebt“ habe.

„Freiraum muss organischer werden”

Kurz vor Abschluss des Forums in Thessaloniki sahen die Diskussionsteilnehmer*innen die dringende Notwendigkeit, Freiraum mit einer eindeutigen Identität auszustatten, um die Fortsetzung des Projekts zu sichern. Im ständigen Austausch und mit Unterstützung einer durch die Evaluatorin des Freiraum-Projekts Anke Schad eingerichteten Fokusgruppe erkannten die Teilnehmenden des Forums, dass in diesen vier Tagen, trotz einer etwas unkonventionellen Organisation, auf ungezwungene Weise und ergänzend zu den persönlichen Beiträgen der einzelnen Teilnehmenden ein Einblick in die Zukunft von Freiraum vermittelt werden konnte. Davon ausgehend soll vor dem nächsten Treffen in Bratislava eine Identität entwickelt werden, die auch die Veranstaltung eines jährlichen Festivals nach den (im gemeinsamen Gespräch festgelegten und in einer Art „Manifest“ zusammengefassten) Grundsätzen von Freiraum beinhaltet, das sich nicht nur an Kreative richten, sondern auch Seminare, Konferenzen und andere Aktivitäten für Wissenschaftler*innen aus den Bereichen Kunst, Soziologie oder Politikwissenschaften oder an dem Konzept interessierte Menschen aus der Öffentlichkeit anbieten soll. Das jährliche Festival soll den Hauptbeteiligten auch Gelegenheit bieten, in verschiedenen Städten das Programm in geschlossenen Veranstaltungen fortzusetzen. Außerdem wird es parallel über das gesamte Jahre verteilt Nebenveranstaltungen in verschiedenen Städten geben. Darüber hinaus werden Informationen zum Projekt und zu den Teilnehmenden sowie ein Online-Archiv mit Videos zu vergangenen Veranstaltungen und Vorschlägen für künftige Seminare/Interviews mit Vertreter*innen aus Kunst und Gesellschaft auf einer Online-Plattform des Programms für die Allgemeinheit zugänglich gemacht. Parallel zum Projekt läuft eine Mentoring-Initiative, bei der die Hauptteilnehmenden jüngere Kreative in die Welt von Freiraum einladen und mit den wichtigsten Projektgrundsätzen vertraut machen. Residenzen für Künstler*innen in verschiedenen Städten sollen zusätzliche Forschungsmöglichkeiten eröffnen. Die nachvollziehbare Interpretation eines „geschützten Raums“, der durch das Konzept einer mobilen Bühne verkörpert wird, sollte dabei nicht vergessen werden. Wie im Vorangehenden beschrieben, wurde diese Bühne ursprünglich vom LABattoir-Projekt entwickelt und wird von allen beteiligten Städten verändert und an ihre Bedürfnisse angepasst, um den einzigartigen kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen vor Ort Rechnung zu tragen.

Bei strahlender Mittelmeersonne verabschiedeten sich die Teilnehmer*innen voneinander, voller Zuversicht für die Zukunft von Freiraum und mit Plänen für die kommenden Monate im Gepäck.
 
  • Freiraum-Partner Workshop in Thessaloniki © ArtBOX.gr / Foto: Angelos Tsombanidis
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