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Die Bilder des Dossiers „Zentrum“

Brüche sind ein wiederkehrendes Thema im Werk des brasilianischen Künstlers Lula Ricardi, der sich in zahlreichen Arbeiten mit strukturellen und symbolischen Rupturen beschäftigt. Die Fotoserie Ruptura e bloqueio (Ruptur und Blockade), die diese Ausgabe des Humboldt Magazins bebildert, ist das Ergebnis seiner Beschäftigung mit unvorhergesehenen Eingriffen in bauliche Strukturen. Die Bilder zeigen sowohl deren Inneres, als auch ihre Relikte im städtischen Raum. Es sind Fotografien, in denen die Härte der Brüche sich ebenso offenbart, wie deren unüberwindbare Folgen. Zugleich sucht der Künstler in der Gesamtheit der Fotos nach dem Sinn eines Wiederaufbaus, also der Haut, die sich über die Skelette legt und anmutet wie das Vernarben eines Gewebes.

Der aus São Paulo stammende Lula Ricardi studierte Architektur und Städtebau. Er arbeitet mit Fotografie, dreidimensionalen Objekten, Zeichnung und Collagen – stets in Verbindung mit Themen wie Urbanität und Alltag. Seine Werke befinden sich in den Beständen der Pinakothek von São Paulo, des Museums für Zeitgenössische Kunst des Bundesstaats Mato Grosso do Sul, sowie der französischen Nationalbibliothek. Im Verlauf seiner Karriere erhielt er den XV Prêmio Funarte Marc Ferrez de Fotografia sowie Auszeichnungen des Salão de Outono da América Latina, auf der Biennale des Sesc/DF und des Salão de Arte de Mato Grosso do Sul.

Bruch und Blockade. Lula Ricardi. 2016/2020.

© Lula Ricardi

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