Peter Stamm

Peter Stamm, Schweizer Autor, geboren 1963 in Scherzigen in der Schweiz, studierte einige Semester Anglistik, Psychologie und Psychopathologie. Es folgten längere Aufenthalte in Paris, New York, Berlin und London.

Peter Stamm Foto: Anita Affentranger
10.5., 15:00-15:50
Ausstellungsgelände Holešovice, Lapidarium
Lesung aus dem Roman Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt
Moderation: Marta Eich
Signierstunde am Stand des Goethe-Instituts
Facebook-Veranstaltung

Wiederkehrende Themen seiner Werke sind die mannigfaltigen Möglichkeiten von Liebesbeziehungen, die Unmöglichkeit der Liebe, Distanz und Nähe sowie das Verhältnis von Bild und Wirklichkeit. Zudem verkauft Stamm im Unterschied zu den meisten Schweizer Autoren seine Bücher fünfmal häufiger in Deutschland als in der Schweiz.

Zu seinem Erfolg in Deutschland trug auch eine Besprechung 1999 im Literarischen Quartett bei, in der Marcel Reich-Ranicki die Erzählsammlung Blitzeis zu einem der schönsten und wichtigsten Bücher der Saison erklärte.


Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt
Würden wir das Leben noch einmal führen, wie wir es geführt haben, wenn wir gewusst hätten, was kommen wird? Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt ist ein vielschichtiger Roman, in dem sich zwei Künstlerpaare ineinander spiegeln. Der mässig erfolgreiche Schriftsteller Christoph und die brillante Jungschauspielerin Magdalena waren vor sechzehn Jahren ein Paar. Man hat sich in den Schweizer Bergen kennengelernt und ist gemeinsam nach Stockholm gegangen.

Sie spielt die Hauptrolle in Strindbergs «Fräulein Julie», er versucht es mit einem Workshop für Drehbücher. Es gibt Eifersucht und Versagensängste. Die Sache scheitert, aber eines immerhin scheint dem verkrachten Schriftsteller zu gelingen: ein Buch über die Geschichte der Beziehung zu schreiben. Der Roman erscheint in tschechischer Übersetzung von Marta Eich im Verlag Plus.