KSWE weltweit

Goethe-Institut Johannesburg // Power Talks
© Masimba Sasa

Zwölf Goethe-Institute im Ausland haben sich bereits im Vorfeld mit Fragestellungen des diesjährigen Kultursymposiums vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Kulturen befasst. Die vorbereitenden Veranstaltungen geben nicht nur Einblick in wissenschaftliche, gesellschaftliche und künstlerische Ansätze und Initiativen, sondern bereichern das Kultursymposium um internationale Perspektiven. 

Riga

In Riga beleuchteten im Oktober 2018 Medienexpertinnen und -experten in einer Gesprächsrunde mit dem Titel „On the Internet, nobody knows you‘re a dog“ das Phänomen des Postfaktischen und die daraus resultierende Verantwortung jedes Einzelnen. Eine Kurzperformance des Ģertrūdes ielas teātris nahm das Thema künstlerisch in den Blick.
 

Bogotá

In Zusammenarbeit mit der internationalen Zeitschrift für literarische Kultur ARCADIA und dem Instituto Distrital de las Artes – Idartes veranstaltete das Goethe-Institut in Bogotá im November vergangenen Jahres unter dem Titel „Digitale Mutanten. Demokratie im digitalen Zeitalter“ einen sogenannten „Hacktividad“ zum Einfluss digitaler Entwicklungen auf Demokratie und bürgerliche Partizipation.
 

Dakar

Während im Senegal Informationen traditionell mündlich weitergegeben werden, nutzen junge Senegalesinnen und Senegalesen zum Austausch vor allem soziale Medien. Mögliche Probleme der neuen Medien werden allerdings weder in der Schule noch im Elternhaus thematisiert. Gemeinsam mit dem Deutschlehrerverband APAS organisierte das GoetheInstitut daher im Februar Workshops an Schulen, um Schülerinnen und Schüler für den kritischen Umgang mit Fake News und digitalen Medien zu sensibilisieren.
 

Ramallah

Auf eine Spurensuche nach Parallelen zur „Neuen Sachlichkeit“ und dem „Neuen Bauen“ in den Palästinensergebieten begab sich das Goethe-Institut Ramallah. Dabei ging es um die zentrale Frage: Wie kann das architektonische Erbe in Ramallah zukunftsweisend neuentdeckt und wiederbelebt werden? Im Austausch mit palästinensischen Architektinnen, Experten und Wissenschaftlerinnen wurden im Februar Fragen zum architektonischen Erbe diskutiert und performativ erfahrbar gemacht.
 

London

Unter Leitung der Digitalspezialistin Emma McFarland lud das Goethe-Institut London Ende März Expertinnen und Experten wie die Autorin, Sozialkritikerin und Psychoanalytikerin Susie Orbach ein, neue Perspektiven auf den Brexit zu entwickeln. Kurze Impulsvorträge zogen Verbindungen zwischen der Beziehung des Brexits zu Feminismus, Technik, Psychologie oder Umwelt.
 

Athen

In Griechenland verwandelte die Künstler- und Kuratorengruppe Most Mechanics Are Crooks das Goethe-Institut Athen im März in ein Laboratorium postdigitaler Kunst. Unter dem Titel „Weasel Dance: Die Imitation in der postdigitalen Kontingenz“ konnten die Besucherinnen und Besucher erfahren, auf welche vielseitigen Arten sich Künstlerinnen und Künstler mit der Selbstdarstellung in digitalen Medien auseinandersetzen. In Weimar werden Most Mechanics Are Crooks mit einer Lecture Performance ihr Projekt fortsetzen.
 

Sydney

Die kulturellen Rahmenbedingungen für die Entwicklung Künstlicher Intelligenz standen im März im Fokus am Goethe-Institut Sydney. In „The Relevance of Culture in the Age of AI“ diskutierten unter anderem der KI-Experte Toby Walsh und die Start-Up-Gründerin Angie Abdilla über die Frage, welchen Einfluss der kulturelle Kontext auf die Entwicklung intelligenter Algorithmen hat und umgekehrt. Sowohl Toby Walsh als auch Angie Abdilla werden auch beim Kultursymposium Weimar ihre Expertise teilen.
 

Washington

Orientierung verloren? Unter dem Titel „WANDER“ lud das Goethe-Institut Washington Anfang April Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem performativen Spaziergang durch die Stadt ein, bei dem das Gefühl der Desorientierung im Fokus stand. Im Anschluss diskutierte das Publikum gemeinsam mit Expertinnen und Experten seine auf der Tour gesammelten Erfahrungen.
 

Amsterdam

Gemeinsam organisiert vom Goethe-Institut Amsterdam und dem Debattenzentrum De Balie trafen sich im April die niederländische Autorin Connie Palmen und der deutsche Autor Simon Strauß zu einem Gespräch. Als Vertreter und Vertreterin zweier unterschiedlicher Generationen nahmen sie den Romantizismus in Europa in den Blick. Sind Geschichten der Romantik neues Futter für anti-liberale Bewegungen? Oder kann der Romantizismus in turbulenten Zeiten sogar Lösungen für Europa bieten?
 

Peking/Seoul

Die Goethe-Institute Peking und Seoul brachten in ihrer Veranstaltungsreihe „Staging the Digital Age“ im April deutsche, chinesische und koreanische Theatermacher sowie GamingExpertinnen zusammen, um in einen kritischen Dialog und performativen Austausch über das Potential der Verbindung von Theater und Technologie zu treten. Auch beim Kultursymposium Weimar werden sich Kulturschaffende aus allen drei Ländern diesen Themen widmen.
 

Johannesburg

Im Mai schließlich nahm das Goethe-Institut Johannesburg gemeinsam mit afrikanischen und europäischen Künstlerinnen und Künstlern sowie Kulturschaffenden die Rolle europäischer Kulturinstitutionen in den Blick und hinterfragte die Machtverhältnisse, die in der interkulturellen Zusammenarbeit entstehen.