Diskurse

Decolonise your knowledge Foto: picture alliance / empics Foto: picture alliance / empics

Wie kolonial sind die 599.000.000 Ergebnisse Deiner letzten Googlesuche?

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Zur Debatte
Sylvestre Sendacyeye, Überlebender des Völkermords in Ruanda 1994, spricht im Holocaust- und Genozid-Zentrum Johannesburg über die Bedeutung der Völkermord-Aufklärung. Fotografiert neben einer eindrucksvollen Ausstellungsinstallation mit Kleidung und anderen Gegenständen von Opfern des Völkermords. Foto (Detail): Anthea Pokroy © Johannesburg Holocaust & Genocide Centre
Holocaust- und Genozid-Zentrum Johannesburg

Schmerzliche Vergangenheit als Katalysator

Aufgrund ihrer historischen Erfahrungen neigen Südafrikaner*innen dazu, alle Menschenrechtsverletzungen aus dem Blickwinkel ‚Weiß gegen Schwarz‘ zu sehen. Das Holocaust- und Genozid-Zentrum Johannesburg erinnert daran, dass Rassismus über die Hautfarbe hinausgeht.

Im Gespräch über das Museum von morgen © CreativeLab for Goethe-Institut Namibia
„Museumsgespräche“ 2019 in Windhoek

Es geht um die Menschen

Die afrikanische kulturelle Infrastruktur steht derzeit vor einem Wendepunkt. Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts, hebt in seiner Keynote zum Auftakt der internationalen Abschlusskonferenz der „Museumsgespräche“ in Windhoek das positive und gegenseitige Interesse an den drängenden Fragen der postkolonialen Museumsarbeit hervor.

Der Regenwald brennt: Feuer und Rauchschwaden im Amazonasgebiet bei Porto Velho. Foto (Detail): © picture alliance/Reuters/Bruno Kelly
Klimawandel und Neokolonialismus

Klima-Kolonialismus als neue Herrschaftsstruktur

Umweltkatastrophen sind unter anderem das Resultat eines verschwenderischen Umgangs mit den Ressourcen unserer Erde. Dabei profitieren reiche Industrieländer auch von der Ausbeutung der Entwicklungsländer.

Menschliche Überreste der Moriori und Mâori werden am 18.05.2017 im Übersee-Museum in Bremen in einer feierlichen Zeremonie mit einem Tuch bedeckt. Foto (Detail): Carmen Jaspersen © dpa
Umstrittene Kulturgüter

Gekauft, geklaut, geschenkt, getauscht, geliehen?

Die Restitutionsdebatte schlägt hohe Wellen. Und ja, sie muss geführt werden – gern auch öffentlich und leidenschaftlich, sagt Prof. Dr. Wiebke Ahrndt, Direktorin des Übersee-Museums Bremen.

Der Prince of Wales schaut sich während eines Commonwealth-Treffens in der ugandischen Hauptstadt Kampala einen traditionellen Tanz an   Foto (Detail): Lewis Whyld © dpa
Immaterielles Erbe

Ladet die Ältesten in die Schulen ein!

Ist das mündlich überlieferte Kulturerbe Afrikas in Gefahr? Ein Interview mit Abiti Nelson, Kurator für Ethnografie und Geschichte am Uganda Museum.

Die Künstlerin Ndidi Dike über die Chancen, die Afrika bietet. Foto (Detail): © Oleg Stepanov
Videointerview

Die Chance des Kontinents

„Nicht alles Gute muss unbedingt aus dem Westen kommen“: Die Künstlerin Ndidi Dike über die Chancen, die der afrikanische Kontinent bietet – und warum wir uns stärker mit Produktionsbedingungen auseinandersetzen sollten.

Kunstgalerie und Musikshop im historischen Pelourinho-Viertel von Salvador Bahia Foto (Ausschnitt): Lou Avers © picture alliance
Essay

Gegen westliche Denkmuster

Das Thema Dekolonisierung ist im europäischen Kultur-Umfeld angekommen. Die Frage ist nur, wie nachhaltig diese Entwicklung ist.

Nanjira Sambuli Foto (Detail): © Goethe-Institut
Videointerview

Hört das nie auf?

Das Internet reproduziert die historischen Probleme unserer Gesellschaft: Sexismus und koloniale Muster. Netzaktivistin Nanjira Sambuli kämpft für Technologien gegen diese tradierten Ideologien.

Achille Mbembe Foto: Erick Christian Ahounou
Interview

„Warum halten wir Unterschiedlichkeit für ein Problem?“

Der kamerunische Philosoph Achille Mbembe spricht über Ausländerfeindlichkeit, Nationalismus, die Position des Fremden, die Gefahr einer „Einheitskultur“ sowie über Artikulationsräume für Differenz.

Hendrick Fourmile, Angehöriger der Gimuy Walubara Yidindji, hält bei der Zeremonie zur Rückgabe der sterblichen Überreste eines indigenen Australiers im Museum Fünf Kontinente eine traditionelle Räucherzeremonie ab. Foto (Detail): Matthias Balk © picture alliance
Videointerview

Museen im Wandel

Sind ethnologische Museen im globalen Norden einfach nur Ansammlungen kolonialer Beute, wie manche Kritiker seit Ende des 20. Jahrhunderts behaupten? Als Reaktion auf diesen Vorwurf demonstriert Professor Nicholas Thomas, Direktor des Museums für Archäologie und Anthropologie an der Universität Cambridge, eine andere Art der Museumsarbeit.

Nanjira Sambuli, Digital Equality Advocacy Managerin bei der World Wide Web Foundation, spricht am 10. Juni 2019 im Rahmen einer Pressekonferenz über den Bericht des High Level Panel on Digital Cooperation am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York. Foto (Detail): picture alliance/Photoshot
Interview

Gleichberechtigung im digitalen Zeitalter

Ein Gespräch mit Nanjira Sambuli: Die Verfechterin der digitalen Gleichberechtigung über die Möglichkeit, die Wissenskluft im digitalen Zeitalter zu schließen.

Ein Meer von Fahnen Foto (Detail): © picture alliance/Bildagentur-online
Internationale Beziehungen umdenken

Wie sich der globale Süden vor digitaler Ausbeutung schützen kann

Vom Internet profitieren bei Weitem nicht alle gleich: Der Globale Süden wird vor allem von amerikanischen und chinesischen Digitalplattformen ausgebeutet. Um diese Dynamik abzuwehren, sollten betroffene Weltregionen auch Zölle erheben oder die eigene Wirtschaft bevorzugen können, fordern Experten.

Mario Pfeiffers Videoinstallation „again“ handelt von einem Vorfall in Sachsen, bei dem Dorfleute einen Flüchtling an einen Baum gefesselt haben sollen.  Photo (Zuschnitt): © picture alliance/Carsten Koall/dpa-Zentralbild/dpa
Antikoloniale Kunst

We Don’t Need Another Hero

Die Kunstwelt hatte große Erwartungen an die 10. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst; die erste, die je von einer Afrikanerin kuratiert wurde. Doch die Ausstellung lieferte keine vereinfachte und lineare Darstellung der Kolonialzeit.

Der australische Aborigine-Künstler Turkey Tolson Tjupurrula bei der Arbeit Foto (Ausschnitt): © picture alliance / Mint Images
Außereuropäische Kunst

„Wir wollen nicht so sein wie ihr“

Indigene zeitgenössische Kunst wird nur selten in westlichen Kunstmuseen gezeigt. Den Umgang mit dem Fremden muss die Kunstwelt üben, meint die Ethnologin Mona Suhrbier.

MARIANA CASTILLO DEBALL | "NEWSPAPER WORKS" In: SOUTH AS A STATE OF MIND #7 [DOCUMENTA 14 #2] 2016, S. 76-77. Foto (Detail): © Courtesy Mariana Castillo Deball
Globaler Norden

Vom Süden lernen

Quinn Latimer, Chefredakteurin der Publikationen zur documenta 14, spricht über den Süden als Lernprozess, das öffentliche Programm der documenta in Athen und die Sprache als Akt der Befreiung.

Der für das Massaker an den Herero verantwortliche Generalleutnant Lothar von Trotha mit seinem Stab 1904 in der damaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika; Foto (Ausschnitt): © Bundesarchiv
Aufarbeitung

Geschichte vergeht nicht

Deutschlands koloniale Vergangenheit bringt bis heute große Verantwortung mit sich. Das zeigt sich in Debatten um ethnologische Sammlungen, Umbenennung von Straßennamen – und in der Frage um den Umgang mit Schuld.

Gabi Ngcobo Foto (Detail): Carsten Koall © picture alliance
Interview

„Wir sind alle postkolonial“

„Ich lebe in Südafrika, in einer sogenannten ‚Post-Apartheid-Gesellschaft‘. Ich lehne dieses ‚Post‘ ab.“ Ein Gespräch mit der Kuratorin Gabi Ngcobo über Wege zur Neubetrachtung von Geschichte und Erinnerung.

Viele Herausforderungen wie Klimawandel oder Finanzstabilität stellen sich heute auf internationaler Ebene. Nationalstaaten allein können ihnen nicht gerecht werden. Foto (Zuschnitt): © picture alliance /ZUMAPRESS.com/Guillaume Payen
Postkoloniale Weltordnung

Die Welt muss sich gemeinsam entwickeln

Mit dem Ende des vergangenen Jahrtausends gilt auch die Kolonialzeit als beendet, die über mehrere Jahrhunderte die Welt geprägt hat. Viele ehemalige Kolonien gehören heute zu den ärmsten Ländern der Welt. Dies allein auf den Kolonialismus zurückzuführen, greift jedoch zu kurz.

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