Videointerview Die Chance des Kontinents

Die Künstlerin Ndidi Dike über die Chancen, die Afrika bietet.
Ndidi Dike über Kunst und Politik | Foto (Detail): © Oleg Stepanov

„Nicht alles Gute muss unbedingt aus dem Westen kommen“: Die Künstlerin Ndidi Dike über die Chancen, die der afrikanische Kontinent bietet – und warum wir uns stärker mit Produktionsbedingungen auseinandersetzen sollten.

Mit welchen Herausforderungen werden Künstler*innen im globalen Süden konfrontiert, die ihre Arbeit auf Bühnen, Galerien und Messen im Westen zeigen möchten? Und können Künstler*innen überhaupt aktiv an der Politik ihres Landes teilhaben und Dinge ändern?

Ndidi Dike ist in London geboren und dort aufgewachsen, hat anschließend in Nigeria studiert und ist nun eine der erfolgreichsten Künstler*innen des Landes. Ihr ist es wichtig zu zeigen, dass man nicht zwingend in den USA oder Europa leben muss, um erfolgreich zu sein: Afrika bietet seinen Künstler*innen zahlreiche Möglichkeiten zur Weiterentwicklung – und damit auch die Chance, außerhalb des Kontinents zu wirken.

In ihrer Kunst beschäftigt sich Ndidi vor allem mit der afrikanischen Gegenwart. Anhand verschiedener Projekte macht sie auf Ungleichheiten im Welthandel aufmerksam und forscht beispielsweise zur Vanille-Produktion auf Madagaskar.
 
Ndidi thematisiert zwar durch ihre Arbeit aktuelle Problematiken, für sie steht aber auch fest: Künstler*innen können ihre Meinung äußern, zu politischen, ökonomischen und sozialen Diskursen beitragen. Die Handlungsmacht liegt aber beim Staat und bei der Politik. Trotzdem ist es Ndidi wichtig, mit ihren Projekten zum Umdenken zu bewegen – in Afrika und darüber hinaus.