Diskussion Voneinander lernen: Restitution als ethische und juristische Herausforderung

Voneinander lernen: Restitution als ethische und juristische Herausforderung © EL BOUM
Mit Leora Bilsky (Juristin, Tel Aviv), Larissa Förster (Kultur- und Sozialanthropologin, Berlin), Alexander Herman (Jurist, London/Toronto), John Nakuta (Jurist, Windhoek), Ayisha Osori (Autorin und Beraterin, Lagos)

Der Umgang mit geraubtem Kulturgut ist nicht zuletzt seit dem Erscheinen des Restitutionsberichts von Bénédicte Savoy und Felwine Sarr im November 2018 ein viel und kontrovers diskutiertes Thema. Die Autor*innen fordern im Untertitel ihres Berichts zu einer neuen Beziehungsethik auf, die im „Zurückgeben“ kulturellen Erbes nicht nur Rechtmäßigkeit von Besitz klärt, sondern sie zu einer gesellschaftlichen Verhandlung macht. Das Panel nimmt diese Aufforderung zum Anlass, um aus den Erfahrungen der Rückgabe von im Nationalsozialismus geraubtem jüdischem Besitz das Potential, aber auch die Grenzen von Restitution als transitional justice auszuloten. Kann diese Perspektive für den postkolonialen Kontext produktiv gemacht werden? Es diskutieren Expert*innen aus juristischer, anthropologischer und zivilgesellschaftlicher Theorie und Praxis.

Auf Englisch mit Simultanübersetzung ins Deutsche.
 

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