Filmprogramm Camera Memory for Human Forgetfulness

Camera Memory for Human Forgetfulness © EL BOUM
​Ein Filmprogramm in Zusammenarbeit mit Arsenal – Institut für Film und Videokunst vom 29.05. – 12.06.2020 / arsenal 3, kuratiert von Karina Griffith (Berlin)

Das Filmprogramm reagiert auf den Aufruf "Machtverhältnisse umzudenken" mit einer affektiven Antwort, bei der Erinnerungserfahrungen im Fokus stehen. Die antiphonischen, visuellen und klanglichen Melodien dieser Filme stimmen nicht mit den eindeutigen Kategorien von Rassismus, Wirtschaft und Wiedergutmachung überein, und zeigen auf, wie diese Themen sich verschränken und an den Nähten unserer Sehnsucht ziehen, die Dinge wieder in Ordnung zu bringen. Jeder Film rezitiert einen Refrain des Kreislaufes und der Wiedergutmachung. Sie alle handeln von der Mobilität, von grenzüberschreitender Erfahrung und Bewegung und – in der einen oder anderen kreativen Weise – von der Notwendigkeit, eine nicht nur institutionelle oder wirtschaftliche, sondern auch emotionale Reform durchzuführen.

Der Programmtitel, Camera Memory for Human Forgetfulness (Kamera-Gedächtnis für menschliche Vergesslichkeit) entstammt dem Film Forgetting Vietnam von Trinh T Minh-ha. Ihre meditative Ergründung der Wiedergutmachung durch das poetische Schildern der Geschichte bindet die Filme dieser Serie, eine Sammlung subversiver Werke der Künstler*innen Lemohang Jeremiah Mosese, Ng’endo Mukii, Christa Joo Hyun D'Angelo, Wendelien van Oldenborgh, Jessica Lauren Elizabeth Taylor und Thirza Cuthand. Jedes Werk zeigt ein Interesse an einer affektiven Darstellung der ungleichen Machtstrukturen und an der Mühe, diese Machtstrukturen umzudenken.
(von Karina Griffith)

Das Filmprogramm wird auf der Website des Arsenal – Institut für Film und Videokunst gezeigt.

Mehr Informationen zu den Filmen finden Sie hier.

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