Online-Ausstellung DIGITALE RESIDENZ DER VILA SUL – GOETHE-INSTITUT SALVADOR-BAHIA

Digitale Residenz der Vila Sul
Digitale Residenz der Vila Sul | © Vila Sul

Die Vila Sul ist die Künstler*innenresidenz des Goethe-Instituts in Salvador de Bahia, Brasilien, und bildet geographisch – gelegen am „Black Atlantic“ –, historisch – erste Hauptstadt Brasiliens – und kulturell – afrobrasilianisch – einen Knotenpunkt des Süd-Süd-Dialogs. Das Programm richtet sich an bereits anerkannte Intellektuelle oder forschende Personen. Das übergeordnete Thema ist der „Süden“.

Die aktuellen Resident*innen der Vila Sul – Thó Simões (Malanje), Koffi Mensah Akagbor, (Ouagadougou), Émilie B. Guérette (Montreal) und Renata Martins (Bonn) – konnten aufgrund der COVID-19-Pandemie nicht nach Salvador reisen und absolvieren ihre Residenzen digital, auch für das Haus eine neue Erfahrung. Auf dem Latitude-Festival präsentieren die Resident*innen erste Ergebnisse und gewähren Einblicke in ihre Arbeit.

TransAções: Mapping of Trans Artists in Brazil  |  Ausstellung

TransAções: Mapping of Trans Artists in Brazil © Agência Skooby Künstler*innen: Amora Julia Cunha Bueno, Benjamin Modrý Sant'Anna Pimentel, Érica Magalhães, Felipa Queiroz, Guilhermina Augusti da Silva Santos, Léo de Melo Monteiro, Levi Mota Muniz, A Banida, Lino Alves Arruda, Marcela Meirelles, Paulo Bevilacqua​, PorcaFlor, Victório Martins Fróes Abraham, Vitória Martins Amaral dos Santos, Yago Goya (alle aus Brasilien)

Konzept: Renata Martins (Kuratorin, Journalistin und Kunstkritikerin, Bonn), Kuratorium: Renata Martins, National Association of Transvestites and Transsexuals (ANTRA), Casa Aurora – Cultural and Reception Center LGBTQI+ und MONART (National Movement of Trans Artists)

Die Ausstellung eröffnet einen einzigartigen virtuellen Raum, um die Arbeit von Trans-Künstler*innen im Bereich der bildenden Kunst zu visualisieren und einen Treffpunkt zu schaffen.
 
Hier geht es zur Ausstellung: https://exposicaotransacoes.pageflow.io/transacoes

Best Regards  |  Ausstellung

Best Regards © Koffi Mensah Kurator: Tiago Sant’Ana (Künstler, Salvador)

Künstler*innen: Koffi Mensah (Burkina Faso), Tho Simões (Angola), Renata Martins (Deutschland), Emilie  B. Guiguèrre (Kanada), Eduardo Montelli (Brasilien), Leila Danziger (Brasilien)

Die Ausstellung schafft Berührungspunkte zwischen Distanz, Kommunikation, Lauten und Beziehungen, mit dem Ziel, die Fähigkeit des zwischenmenschlichen Austauschs als eine Strategie sichtbaren Schaffens zu verstehen. So werden Briefe, Videos und andere künstlerische Objekte einander gegenübergestellt, in einer Zeit, in der Beziehungen durch die vorgeschriebene Distanz einen widersprüchlichen Moment durchleben.

Hier geht es zur Ausstellung: http://exposicaotransacoes.pageflow.io/bestregards​

Metal contra as nuvens (Metall gegen Wolken)  | Ausstellung

Metal contra as nuvens © Ronaldo Sales Kurator: Tiago Sant’Ana (Künstler, Salvador)

Künstler*innen: Koffi Mensah Akagbor (Ouagadougou), Rebeca Carapiá (Brasilien)

Die Künstler*innen Koffi Mensah Akagbor aus Burkina Faso und Rebeca Carapiá aus Brasilien begegnen sich: Mit unterschiedlichen Visionen, aber aus Orten mit Geschichten, die eng mit kolonialen Wunden verbunden sind, bauen die Künstler*innen Werke, die auf Materialität setzen, um ihre poetischen Visionen aufzubauen.
 
Hier geht es zur Ausstellung: https://exposicaotransacoes.pageflow.io/metal-contra-nuvens

Açúcar sobre capela (Zucker auf Kapelle) | Video | 2018

Açúcar sobre capela  © Tiago Santana Künstler: Tiago Sant’Ana (Salvador)

Die Ruinen einer ländlichen Kapelle, die zur alten Paramirim-Mühle gehört, sind mit 100 Kilo Zucker bedeckt. In der Aktion verwendet der Künstler Zucker, um die Mühle – heute vergessen und von der Zeit gezeichnet – als einen Raum hervorzuheben, der die Prozesse sklavenähnlicher rassistischer Gewalt in Brasilien katalysierte.

Hier geht es zum Video: https://vimeo.com/423654885

Unberührbar | Installation und Performance | 2020

Unberührbar © Intocavel Künstler: Thó Simões

Wie wird es sein? Werden wir in der Lage sein... Und die Gefühle ... Lieben ... Die Sehnsüchte ... Was sollen wir mit ihnen machen ... Wie erreichen wir sie? Werden wir noch übrig sein ... Die Menschen!?

Hier geht es zu den Videos: https://youtu.be/MzYvh2c5CKA
                                             https://youtu.be/w2WgMA8Nh9U
                                             https://youtu.be/ijgFBbWr0B0
      
Den Live-Talk mit Thó Simões im Rahmen des Latitude Festivals finden Sie hier: https://www.goethe.de/prj/lat/de/dtl/pro.cfm?event_id=21875281

Rio de Janeiro Continua Lindo? | Kurzfilm  | 2018

Rio de Janeiro Continua Lindo? © Émilie B. Guérette Künstlerin: Émilie B. Guérette

Das Hafengebiet von Rio de Janeiro, das in den letzten Jahren radikaler städtischer Veränderungen zugunsten des Tourismus und internationaler Investoren ausgesetzt war, ist ebenfalls ein Ort des Widerstands aus der Bevölkerung. Der kurze Dokumentarfilm Rio de Janeiro Continua Lindo? (Ist Rio de Janeiro immer noch schön?) präsentiert verschiedene beliebte Wohnprojekte, mit denen die Bevölkerung der Region sich trotz der Widrigkeiten bemüht, ihr Recht auf Stadt zu erhalten. Das Video ist das Ergebnis eines gemeinsamen Entstehungsprozesses zwischen Vertreter*innen von vier sozialen Bewegungen, Bewohner*innen von besetzten Häusern und beliebten Wohnprojekten im Hafengebiet sowie der kanadischen Filmemacherin Émilie B. Guérette. Das Video wurde im Rahmen der internationalen ethnografischen Forschung Helping the Poor Stay Put der Syracuse University (USA), des King's College London (England), der Universidade Federal Fluminense (Brasilien) und der Universidade Federal do Rio de Janeiro (Brasilien) produziert, welche mehrere Modelle des populären Wohnens in der Zentralregion von Rio de Janeiro vergleicht.

Calq_noir © Calq Hier geht es zum Kurzfilm: https://www.youtube.com/watch?v=CrddgMYjm5c

Den Live-Talk mit Émilie B. Guérette im Rahmen des Latitude Festivals finden Sie hier: https://www.goethe.de/prj/lat/de/dtl/pro.cfm?event_id=21875260

Virtueller Writers' Room Brasilien | Virtuelle szenische Lesung von „Ar-f-ar“ | 2020

Virtueller Writers' Room © Leonel Henckes Dramatiker*innen: Diego Pinheiro, Aldri Anunciação, Mônica Santana, Maria Shu und Jhonny Salaberg (alle aus Brasilien)
Ensemble: Márcia Lima, Lais Machado, Filipe Ramos, Marina Esteves und Caboclo de Cobre (alle aus Brasilien)

Die Dramatiker*innen Aldri Anunciação, Diego Araúja, Jhonny Salaberg, Maria Shu und Mônica Santana präsentieren in Form einer Bühnenlesung das Ergebnis ihrer gemeinsamen Arbeit an einem unveröffentlichten Theatertext, der live und öffentlich in einem digitalen Archiv während eines Monats unter den gegenwärtigen Bedingungen der sozialen Isolation entstanden ist. Das Werk mit dem Titel Ar-f-ar entstand im Rahmen des Sala de Dramaturgia Virtual Brasil, einem Projekt des Goethe-Instituts Salvador-Bahia in Partnerschaft mit der Plattform Melanina Digital. Der Virtuelle Dramaturgie-Raum Brasilien begann am 8. April mit einer Videokonferenz, in der die fünf Autor*innen Themen, Argumente und Leitsprüche für den Text diskutierten. Danach arbeitete die Gruppe online in einer digitalen Datei, die unter http://bit.ly/saladedramaturgia abrufbar ist und es jedem Interessierten ermöglicht, das Schreiben des Stückes zu verfolgen, während es stattfindet.

Hier geht es zum Film: https://youtu.be/j3hyf615U7Y
(Für den Film stehen englische Untertitel zur Verfügung. Bitte aktivieren Sie dafür die Untertitelung bei YouTube)