Pascale Obolo

Pascale Obolo

Filmregisseurin

  • Kultur der Erinnerung, Postkoloniale Kunstproduktion, Dekolonisierung, Aufarbeitung kolonialer Vergangenheit

  • Jaunde (Kamerun)

Pascale Obolo ist eine unabhängige Filmemacherin, Kuratorin und Herausgeberin des Kunstmagazins Afrikadaa. Geboren in Yaoundé́, Kamerun, studierte sie am Conservatoire libre du cinéma Français Regie und erwarb dann einen Master-Abschluss an der Universität Paris VIII in der Sektion Experimentelles Kino. Die feministische Filmemacherin bringt ihre eigene Sichtweise über die Stellung der Frau in künstlerischen Kreisen ein. Ihre Filme gewannen auf zahlreichen Festivals Preise. Als Aktivistin stellt ihre Arbeit Erinnerungen infrage und widmet sich den Themen Identität, Exil, Unsichtbarkeit. Pascale Obolo produziert und inszeniert aus Leidenschaft für die bildende Kunst „filmische Objekte“, weil sie sich weigert, in einem Filmgenre katalogisiert zu werden. Ihr Film Calypso Rose: Die Löwin des Dschungels gewann im März 2013 beim Festival Fespaco in der Sektion Dokumentation den silbernen Yennega‑Preis. Ihre neueste Arbeit hinterfragt Archive durch die Konstruktion historischer Erzählungen in einer postkolonialen Perspektive, durch visuelle und kulturelle Repräsentationen der politischen und wirtschaftlichen Geschichte, durch Fotografie, Video und Performance. In ihren Erzählungen beschäftigt sie sich mit Erinnerungen und deren Auswirkungen auf die heutigen Gesellschaften. Pascale Obolo ist die Gründerin von Afrikadaa, einer Zeitschrift für zeitgenössische afrikanische Kunst. Sie leitet auch die African Art Book Fair (AABF), eine unabhängige Verlagsmesse, die sich auf die redaktionelle Praxis konzentriert und qualitative und einzigartige Publikationen unterstützt. Pascale Obolo ist Tutorin bei den Workshops des Magasin des horizons in Grenoble und dem wissenschaftlichen Rat der Kunstschule der Insel Réunion beigetreten.

Pascale Obolo beim Latitude-Festival:

Decolonize Architecture / von Pascale Obolo

Beiträge von Pascale Obolo