Antje Van Wichelen

Antje Van Wichelen

Künstlerin

  • Kultur der Erinnerung, Postkoloniale Kunstproduktion, Dekolonisierung, Aufarbeitung kolonialer Vergangenheit

  • Brüssel (Belgien)

Antje Van Wichelen ist eine belgische bildende Künstlerin, die seit Jahren mit experimentellen 16mm-Filmtechniken aus dem neunzehnten Jahrhundert arbeitet um koloniales, meist fotografisches Material aus dem neunzehnten Jahrhundert freizusetzen und zu übersetzen. Ihr Projekt 21C/19C _ Procedures for Anthropometric Image Reversal untersucht koloniale Klassifikationssysteme und das kollektive Gedächtnis, das sie uns hinterlassen haben.

Im Jahr 2019 machte sie eine Kunstresidenz am Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln, wo sie in den Archiven von Wereldculturen.nl, Quai Branly, Africamuseum Tervuren und Pitt Rivers Museum das historische Fotoarchiv recherchierte. Ihre Arbeit mit diesem Material führte zu kollaborativen Installationen, die sich mit den Mechanismen der Kolonialfotografie auseinandersetzen und die unter dem Titel Noisy Images im Museum ausgestellt wurden. Diese Arbeit, eingebettet in die Gruppe TROUBLED ARCHIVES, wurde für die Dakar Biënnal 2020 ausgewählt.

Van Wichelen ist Mitglied des LABO BxL und des Greyzone Zebra Collective. Sie lebt und arbeitet in Brüssel.

Antje Van Wichelen beim Latitude-Festival:

Archive: Aufruf zur Dekolonisierung und Reflexion

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