Über das Festival

Das digitale Festival Latitude präsentierte drei Tage lang künstlerische Beiträge und Debatten. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie koloniale Strukturen in der Gegenwart wirken und wie diese überwunden werden können. Das Festival wurde aufgezeichnet. Wir laden Sie ein, die Beiträge in der Mediatheknachzusehen. 

Wie stark globale Machtstrukturen unseren Alltag und unser Zusammenleben beeinflussen, machen gerade Krisensituationen sichtbar. Welche Narrative bemühen wir, wenn wir über die Ungleichheit zwischen Norden und Süden sprechen? Wie sehen die Visionen eines fairen Internets der Zukunft aus? Wie gehen wir heute mit strukturellem Rassismus um? 

Ausgehend von künstlerischen und diskursiven Projekten, die das Goethe-Institut in den letzten Jahren weltweit initiiert und unterstützt hat, brachte das Festival Latitude internationale Positionen aus Kultur, Wissenschaft und Politik zusammen und reflektierte Asymmetrien und Machtverhältnisse, die seit der Kolonialzeit fortwirken.

Das Festival gliederte sich in vier Themenkomplexe:

Wirtschaftliche Ungleichheiten

Koloniale Strukturen setzen sich besonders sichtbar in ökonomischen Ungleichheiten fort. Die Beziehung zwischen Nord und Süd erzählt von Überfluss und Knappheit, fehlendem Marktzugang und Abhängigkeit sowie den zweifelhaften Folgen guter Intentionen. Mit welchen ästhetischen Strategien reagieren Künstler*innen darauf?

Globale digitale Gleichheit

Auch der Zugang zu digitalen Ressourcen und die alltägliche Nutzung des Internets spiegeln zum Teil koloniale Strukturen wider. Wie kann der digitale Wandel fair gestaltet werden?

Umgang mit Kulturgut

Die Expert*innen diskutieren den Status Quo und die Zukunft von Museen. Vor welche ethischen und juristischen Herausforderungen stellt uns der Umgang mit geraubtem Kulturgut und welches Potenzial für gesellschaftliche Veränderung birgt sich in der Diskussion um Museen?

Rassismus, Identität und Erinnerung

Künstlerische und diskursive Beiträge fragen nach der Bedeutung von Kolonialgeschichte, spüren den verdrängten Geschichten in Erinnerungsdiskursen nach und beleuchten unseren Umgang mit strukturellem Rassismus in der Gegenwart.

 

Vom 4. bis 6. Juni präsentierte das Goethe-Institut mit dem digitalen Festival Latitude zu diesen Themen künstlerische Arbeiten, Performances und Konzerte, Diskussionen, Chatdebatten und Interviews im Livestream oder als Video.
In Kooperation mit dem Arsenal – Institut für Film und Videokunst zeigten wir vom 29. Mai bis 12. Juni ein begleitendes Filmprogramm.
Vom 4. bis 7. Juni ging ein eigenes Radioprogramm auf Sendung, in Zusammenarbeit mit dem freien Künstlerradio reboot.fm sowie dem Radio Netzwerk Berlin.

Medienpartner: Deutschlandfunk Kultur

Deutschlandfunk Kultur war Medienpartner und trug mit zwei prominent platzierten Sendungen zum Festival bei: mit einer zweistündigen Call-in-Sendung zum Thema „Dekolonisiert euch!“ (Sa, 06.06.2020, 9:05 Uhr) und einer Diskussion zur „Digitalen Teilhabe“ (Fr, 05.06.2020, 18:05 Uhr).
www.deutschlandfunkkultur.de

Festivalteam

Programmteam
Dr. Wolf Iro, Carolin Nüser, Eliphas Nyamogo, Sima Reinisch, Alexandra Röhr, Regina Sarreiter, Katarzyna Wielga-Skolimowska, Dr. Andrea Zell

Online-Redaktion 
Tatjana Brode, Eliphas Nyamogo, Linda Hügel, Dr. Elisa Jochum, Jakob Rondthaler, Regine Hader, Eva Fritsch, Miriam Steller, Patrick Schwanebeck, Elisabeth Gschwandtner, Antonie Habermas

Veranstaltungsmanagement Berlin 
Daniel Göpfert, Carolin Nüser, Alexandra Röhr, Anne Morgenstern, Lin Franke, Marie Golenia, Anna Heinemann

Abteilung Kultur 
Dr. Wolf Iro, Katarzyna Wielga-Skolimowska, Sima Reinisch

Abteilung Kultur, Bereich Bildung und Diskurse 
Dr. Andrea Zell

Abteilung Kultur, Bereich Bildende Kunst 
Regina Sarreiter

Abteilung Kultur, Bereich Film, Fernsehen, Hörfunk 
Marc-André Schmachtel, Judith Schulde, Georg Milz, Nepomuk Zettl

Abteilung Kultur, Bereich Musik 
Jörg Süßenbach, Nathalie Feldmann

Abteilung Kommunikation
Viola Noll, Alexander Behrmann, Marie Kiewe, Alena Martens, Marcus Sporkmann, Laura Knödlseder 

Marketing und Vertrieb 
Franz Harner, Constanze Weber

Externe Redaktion 
Lisa Mayerhöfer

Digitalagentur 3pc
Katja Teich, Dennis Hartmann, Nils Tobela, Fatbardh Tafaj, Amelle Said-Saleh

Dolmetscherinnen-Team 
Lilian-Astrid Geese, Tanja Barbian, Catherine Gay, Fernanda Amâncio

Das digitale Festival Latitude bündelt die vielfältigen Ansätze und Initiativen der Auslandsarbeit des Goethe-Instituts zu dem Themenbereich Postkolonialismus und Dekolonisierung. Stellvertretend für alle beteiligten Kolleg*innen möchten wir an dieser Stelle ganz besonders folgenden Personen und ihren jeweiligen Teams danken. 

Goethe-Institut Rio de Janeiro
Robin Mallick

Goethe-Institut São Paulo
Julian Fuchs, Yara Schöler Castanheira

Goethe-Institut Windhoek
Daniel Stoevesandt, Isabel Tueumuna Katjavivi

Goethe-Institut Neu Delhi
Dr. Leonhard Emmerling
 
Goethe-Institut Johannesburg
Dr. Asma Diakité, Stefanie Kastner 
 
Goethe-Institut Lissabon
Susanne Sporrer, Teresa Althen
 
Goethe-Institut Salvador-Bahia
Manfred Stoffl, Maria Fiedler, Leonel Henckes
 
Goethe-Institut Dar es Salaam
Frank Werner, Daniel Sempeho
 
Goethe-Institut Kigali
Katharina Hey
 
Goethe-Institut Rom
Dr. Joachim Bernauer
 
Goethe-Institut Athen
Dr. Stefanie Peter
 
Goethe-Institut Côte d'Ivoire
Rainer Hauswirth
 
Goethe-Institut Burkina Faso
Carolin Christgau