Sammy Baloji

Sammy Baloji

Künstler

  • Koloniales Erbe, Postkoloniale Kunstproduktion, Aufarbeitung kolonialer Vergangenheit

  • Lubumbashi (Demokratische Republik Kongo)

Sammy Baloji, geboren in Lubumbashi in der Demokratischen Republik Kongo, ist ein bildender Künstler und Fotograf sowie Mitbegründer von Les Rencontres Picha, einem alle zwei Jahre stattfindenden Foto- und Videofestival in Lubumbashi.  Seit 2005 beschäftigt er sich mit der Erinnerung und Geschichte der Demokratischen Republik Kongo. Seine Arbeit ist eine fortwährende Forschung über das kulturelle, architektonische und industrielle Erbe der Region Katanga sowie die Infragestellung der Auswirkungen der belgischen Kolonialisierung. Seine Videos und Fotoserien zeigen, wie Identitäten geformt, transformiert, pervertiert und neu erfunden werden.

Baloji hat 2007 an den Rencontres Africaines de la Photographie in Bamako, 2015 an der Biennale von Lyon, 2015 an der Biennale von Venedig, 2015 am Festival Photoquai im Musée du quai Branly, 2016 an der Biennale von Dakar und 2017 an der 14. Ausgabe der documenta teilgenommen. Seine Werke wurden im Königlichen Museum für Zentral-Afrika in Tervuren, im Kunstmuseum Mu.ZEE in Oostende, in der Tate Modern in London, im Africa Center in New York und im Smithsonian National Museum of African Art in Washington DC ausgestellt. Er hat mehrere Auszeichnungen erhalten, insbesondere von der Prinz-Claus-Stiftung in den Niederlanden, den Rencontres Africaines de la Photography in Bamako und der Biennale von Dakar. Er gewann 2014 den Rolex Mentor und Protégé Arts Initiative Award. Von 2019 bis 2020 ist er Stipendiat der Villa Medici in Rom.

Sammy Baloji beim Latitude-Festival:

Widerstand gegen Extraktivismus

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