Guy Lenoir

Guy Lenoir

Kulturmanager

  • Postkoloniale Entwicklungszusammenarbeit, Postkoloniale Kunstproduktion, Dekolonisierung

  • Bordeaux (Frankreich)

Guy Lenoir ist ein französischer Theater‑ und Kulturmanager und setzt sich seit 30 Jahren für den künstlerischen Austausch mit dem afrikanischen Kontinent ein. Seit 1982 steht er in Kontakt mit einer ganzen Generation afrikanischer Autor*innen, Schriftsteller*innen und Dramatiker*innen, die Europas Beziehung zum afrikanischen Kontinent infrage stellen und so Wahrnehmung verändern, ein modernes und zeitgenössisches Afrika sehen, fühlen und hören lassen, das mit dem Körper, der Seele, den Sinnen verbunden ist und das entschieden menschlich ist. Guy Lenoirs künstlerischer Ansatz ist der Wunsch, die etablierte Kunst infrage zu stellen, die Begegnung mit dem Anderen. 1989 gründete er eine Vereinigung, die sich Afrika und den Afrikaner*innen widmet: MC2a – Migrations Culturelles aquitaine Afriques, deren künstlerischer Leiter er wurde. Mit MC2a entwickelt er ein künstlerisches Projekt rund um die Migration. Aufgrund seiner Geschichte und der Geschichte Afrikas scheint Bordeaux als Heimathafen des Kontinents die ideale Stadt für ein solches Projekt zu sein. Ein künstlerisches Projekt mit mehreren Dimensionen: künstlerisch, kulturell, aber auch politisch und gesellschaftlich. In einem ständigen Austausch zwischen den beiden Kontinenten wendet sich MC2a der afrikanischen plastischen und fotografischen Kunst zu, die sensibel für die Philosophie einer grenzenlosen Menschheit ist, die sich durch Freiheit und Vielfalt des künstlerischen Ausdrucks auszeichnet und auf anderen Codes als denen des Westens basiert. MC2a, ein Produktions- und Entwicklungswerkzeug (technische und administrative Unterstützung, Unterstützung von Koproduktionen ...), ein Ort der Ressourcen und Unterstützung für viele künstlerische Projekte aus Afrika oder der Diaspora. Im Jahr 2015 wurde MC2a auf Initiative der Region New Aquitaine Mitbegründer des Institut des Afriques.

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