Freddy Mutombo

Freddy Mutombo

Künstler

  • Koloniales Erbe, Postkoloniale Kunstproduktion, Aufarbeitung kolonialer Vergangenheit

  • Kinshasa (Demokratische Republik Kongo)

Freddy Mutombo ist ein kongolesischer Künstler, der vor allem im Bereich der Fotografie arbeitet. Nach seinem Abschluss an der Akademie der Schönen Künste in Kinshasa im Jahr 2002 vervollständigte er seine Ausbildung zwischen 2013 und 2015 an der Haute Ecole des Arts du Rhin (HEAR) in Straßburg (Frankreich), wo er 2015 das Diplôme national supérieur d'expression plastique (DNSEP) erhielt.

Seit mehreren Jahren führt Freddy Mutombo künstlerische Reflexionen und Forschungen über die während der belgischen Kolonialisierung im Kongo entstandenden Fotoaufnahmen durch. In diesem Rahmen organisierte er 2013 in Kinshasa den Workshop „Reisen nach Kinshasa“ für die Fotograf*innen der Stadt. Im Jahr 2014 entdeckte der passionierte Historiker auf der Website des Königlichen Museums für Zentral-Afrika in Tervuren (Belgien) einen kleinen Teil der fotografischen Sammlung aus dessen Archiv. Die Entdeckung dieser Bilder und der Schock, den einige von ihnen auslösten, veranlassten ihn, am künstlerischen Projekt Explorations zu arbeiten, das diese Fotografien integriert. Die aus der ersten Phase dieses Projekts hervorgegangenen Werke wurden 2016 auf der Biennale für zeitgenössische Kunst Orienta in Oujda (Marokko) und 2017 auf dem Festival Kongo Am Rheim in Basel (Schweiz) präsentiert.

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