Sana Na N'Hada

Sana Na N’Hada

Filmregisseur

  • Kultur der Erinnerung, Postkoloniale Kunstproduktion, Dekolonisierung, Aufarbeitung kolonialer Vergangenheit

  • Enxale (Guinea-Bissau)

Sana Na N'Hada wurde 1950 in Enxale (Guinea-Bissau) geboren. 1967 erhielt Sana Na N’Hada zusammen mit drei anderen guineischen Studierenden die Möglichkeit, am kubanischen Filminstitut ICAIC das Filmemachen zu erlernen. Nach ihrer Rückkehr im Jahr 1972 begann die Gruppe, regelmäßig Filme zu drehen. Daraus ging das Nationale Filminstitut INCA hervor, das nach der Unabhängigkeit Guinea-Bissaus Mitte der 1970er-Jahre gegründet wurde. Sana Na N’Hada ist Mitautor der meisten Filme und Aufnahmen, die heute im INCA-Archiv aufbewahrt werden und auf die sich das Rechercheprojekt Luta ca caba inda stützt, das er 2012 mit Filipa César, Flora Gomes und Suleimane Biai ins Leben rief.
 
In seiner mehr als vier Jahrzehnte währenden Filmkarriere hat Sana Na N'Hada die besten und schlechtesten Zeiten in Guinea-Bissau erlebt. In den aufregenden Tagen des Unabhängigkeitskrieges trat er in die Revolutionsarmee von Amìlcar Cabral ein. In den unruhigen Jahren nach der Unabhängigkeit machte er sich daran, bewegende Filme zu drehen, die den vorherrschenden Zeitgeist einfingen und herausforderten.
 
Sein filmisches Werk umfasst die Dokumentarfilme O Regresso de Amílcar Cabral (1976), Les Jours d’Ancono (1978) und Fanado (1984) sowie die Spielfilme Xime (1994, in der Auswahl des Filmfestivals von Cannes), Bissau d’Isabel (2005) und Kadjike (2012). Sana Na N’Hada hat mit vielen Filmemacher*innen zusammengearbeitet, darunter Anita Fernandez, Chris Marker, Sarah Maldoror, Joop va Wijk, Leyla Assaf-Tengroth und regelmäßig mit Flora Gomes.

Sana Na N’Hada beim Latitude-Festival:

Archive: Aufruf zur Dekolonisierung und Reflexion

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