Ngugi wa Thiong'o

Ngugi Wa Thiong'o

Autor

  • Postkoloniale Kunstproduktion

  • Limuru (Kenia)

Ngugi wa Thiong’o wurde 1938 in Kenia in einer großen Bauernfamilie geboren. Er studierte am Makerere University College in Kampala (Uganda), wo er seine schriftstellerische Laufbahn begann, und an der University of Leeds (Großbritannien). Mit seinem umfangreichen Romanwerk und einer Vielzahl von literarischen und politischen Essays zählt er zu den bedeutendsten Schriftstellern Afrikas und war mehrfach unter den Favoriten für den Literaturnobelpreis. Seine frühen Romane und Erzählungen veröffentlichte Ngugi wa Thiong'o auf Englisch, seit 1978 schreibt er in seiner Muttersprache Kikuyu.

1967 erhielt er den Jomo Kenyatta Staatspreis für Literatur, 1973 den Lotus-Preis auf der afro-asiatischen Schriftstellerkonferenz in Alma-Ata. 1976 legte James Thiong'o Ngugi (so sein Geburtsname) seinen christlichen Vornamen ab und nannte sich fortan Ngugi wa Thiong'o. 1977 wurde er verhaftet und interniert, 1982 musste er Kenia verlassen. Im Exil engagierte sich Ngugi wa Thiong’o für Menschenrechte in Kenia und konkret für die Freilassung politischer Gefangener. Von 1988 bis 1992 war er Gastprofessor für englische und vergleichende Literaturwissenschaft in Yale, danach bis 2002 Professor an der New York University und ist seit 2002 Distinguished Professor an der University of California, Irvine.

Im Mai 2014 wurde Ngugi wa Thiong'o mit der Ehrendoktorwürde der Universität Bayreuth ausgezeichnet. Er wurde – wie es in der Ehrenpromotionsurkunde heißt – für seine „herausragenden Verdienste um die Profilierung der afrikanischen Literaturen, insbesondere der Literaturen in afrikanischen Sprachen” gewürdigt.

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