Ausstellungen Amani. Auf den Spuren einer kolonialen Forschungsstation

„Deutsche Mädels mit ihrer Lehrerin in einem Eingeborenendorf. Stolz zeigt die Wanyakusa-Frau ihre Kinder“, Foto um 1941, Deutsch-Ostafrika (ehemalige deutsche Kolonie, heute Tansania)
„Deutsche Mädels mit ihrer Lehrerin in einem Eingeborenendorf. Stolz zeigt die Wanyakusa-Frau ihre Kinder“, Foto um 1941, Deutsch-Ostafrika (ehemalige deutsche Kolonie, heute Tansania) | Foto (Detail) aus: Helmut und Erna Blenck „Afrika in Farben“, herausgegeben vom Reichskolonialbund, München (Fichte-Verlag) 1941© picture alliance / akg-images
  • 19. September 2019 — 31. Dezember 2020

  • Postkoloniale Weltordnung, Koloniales Erbe, Kultur der Erinnerung, Postkoloniale Entwicklungs- zusammenarbeit, Postkoloniale Kunstproduktion, Aufarbeitung kolonialer Vergangenheit

  • Dar es Salaam (Tansania)

Es galt als Perle der deutschen Kolonialwissenschaft: das Biologisch-Agronomische Institut Amani in Tansania. Ethnolog*innen und Kunstschaffende erforschen das 1904 gegründete Vorzeigeprojekt der angewandten wissenschaftlichen Forschung mit gemeinsamen Ausstellungen in Hamburg und Daressalam.


Das Biologisch-Agronomische Institut Amani, gegründet 1904, war ein deutsches Vorzeigeprojekt der angewandten wissenschaftlichen Forschung im tansanischen Usambara-Hochland. Hier wurden – zunächst von europäischen, später von tansanischen Wissenschaftlern – Land- und Forstwirtschaft, Tropenkrankheiten sowie Flora und Fauna des Regenwaldes untersucht. Heute beherbergt die ehemalige Forschungsstation Amani das National Institute for Medical Research Tanzania.

Die Ausstellung beschäftigt sich mit den ambivalenten Überresten der deutschen Kolonialwissenschaft, deren Perle Amani einst war oder sein sollte. Ethnolog*innen und Künstler*innen verfolgen die Spuren der Station – vor Ort, im Leben derer, die dort gearbeitet haben, sowie in Hamburger Sammlungen – und dokumentieren die oft überraschende Gegenwärtigkeit kolonialer und post-kolonialer Geschichten.

Stationen:

19. September 2019 bis 19. April 2020
MARKK-Museum Hamburg / Deutschland
(MUSEUM AM ROTHENBAUM Kulturen und Künste der Welt)
 
3. Quartal 2020
National Museum of Tanzania Daressalaam / Tansania


Beteiligte: Dr. Peter Mangesho (Leiter der Forschungsstation Amani, National Institute for Medical Research, Tansania); Flower Manase (Kuratorin National Museum of Tanzania); Künstler*innen: Evgenia Arbugaeva (Russland), Rehema Chachage (Tansania), Syowia Kyambi (Kenia), Mariele Neudecker (Großbritannien); Prof. Dr. Wenzel Geissler (Gastkurator, Biologe und Sozialanthropologe, Universität Oslo)

Verantwortlich im Goethe-Institut: Frank Werner, Institutsleiter Goethe-Institut Daressalaam

 

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