Museumskooperation Partnerschaft „Ethnologische Museen Luanda – Berlin“

Fachleute aus Angola und Deutschland diskutieren 2018 im Berliner Bode-Museum die Bedeutung eines der bekanntesten Werke afrikanischer Kunst aus der angolanischen Sammlung: die ikonische Skulptur des Kulturhelden Chibinda Ilunga, Begründer des Lunda Königreichs und eine wichtige Identifikationsfigur der angolanischen Ethnie der Chokwe. Die Ausstellung „Unvergleichlich: Kunst aus Afrika im Bode-Museum” läuft bis auf Weiteres im Bode-Museum und ist Teil des Transformationsprozesses „Auf dem Weg zum Humboldt Forum“.
Fachleute aus Angola und Deutschland diskutieren 2018 im Berliner Bode-Museum die Bedeutung eines der bekanntesten Werke afrikanischer Kunst aus der angolanischen Sammlung: die ikonische Skulptur des Kulturhelden Chibinda Ilunga, Begründer des Lunda Königreichs und eine wichtige Identifikationsfigur der angolanischen Ethnie der Chokwe. Die Ausstellung „Unvergleichlich: Kunst aus Afrika im Bode-Museum” läuft bis auf Weiteres im Bode-Museum und ist Teil des Transformationsprozesses „Auf dem Weg zum Humboldt Forum“. | Foto (Detail): © Goethe-Institut Angola
  • 01. Januar 2019 — 31. Dezember 2021

  • Rolle der Museen, Koloniales Erbe, Postkoloniale Entwicklungszusammenarbeit

  • Luanda (Angola); Berlin (Deutschland)

Im Ethnologischen Museum Berlin befindet sich eine der weltweit bedeutendsten und ältesten Sammlungen angolanischer Kunst. Sie ist eng mit der Sammlung des Museu Nacional de Antropologia in Luanda verbunden. 2018 starteten die beiden Museen gemeinsam mit dem Goethe-Institut eine Kooperation.


Ziel der „Partnerschaft Ethnologische Museen Luanda – Berlin“, einer Kooperation zwischen dem Goethe-Institut Angola, dem Museu Nacional de Antropologia (Luanda) und dem Ethnologischen Museum Berlin, ist die Erforschung der Sammlungen beider Museen, die Befragung ihrer Geschichte sowie deren Aktivierung für die Gegenwart mit wechselseitigen Bezügen und gemeinsam erarbeiteten Inhalten.

Das Besondere der Zusammenarbeit ist, dass sie von Beginn an gemeinsam mit allen beteiligten Partnern konzipiert und geplant wurde und sehr konkret angelegt ist. Während eines Workshops, zu dem das Goethe-Institut im November 2018 nach Berlin eingeladen hatte, lernten die angolanischen Kolleg*innen die Berliner Sammlung kennen, informierten sich über deren Geschichte, besuchten das Depot und die Restaurierungswerkstätten des Ethnologischen Museums sowie diverse Berliner Museen und erarbeiteten schließlich gemeinsam einen Aktionsplan für die kommenden drei Jahre.


Als Arbeitsfelder wurden die Forschung zur Geschichte der Sammlungen in Luanda und Berlin, Restaurierung, Management und Infrastruktur, kulturelle Vermittlung und Ausbildung festgelegt. Dazu gehört konkret die Übersetzung wichtiger historischer, ethnografischer Dokumente ins Portugiesische. Gemeinsam mit Angehörigen aus den Herkunftsgesellschaften der Objekte sollen außerdem Kunstschaffende aus Angola und Deutschland ein Projekt zur Geschichte der Sammlungen und ihrer Objekte entwickeln. Eine Verlängerung der Kooperation über das Jahr 2021 hinaus ist vorgesehen.

Beteiligte Expert*innen:

Dr. Ziva Domingos
Álvaro Jorge
Dr. Beatrix Heintze
PD Dr. Paola Ivanov

Verantwortlich im Goethe-Institut:

Gabriele Stiller-Kern, Leiterin des Goethe-Instituts Luanda