Theateraufführungen Fear & Fever

Szene aus der Performance „Fear & Fever“
Szene aus der Performance „Fear & Fever“ | Foto (Detail): Lea Dietrich © Fear & Fever
  • 26. September 2019 — 19. Juni 2020

  • Postkoloniale Weltordnung, Postkoloniale Entwicklungszusammenarbeit, Postkoloniale Kunstproduktion

  • Dar es Salaam (Tansania); Bagamoyo (Tansania); Arusha (Tansania); Berlin (Deutschland); Hamburg (Deutschland); Kassel (Deutschland); Aarau (Schweiz)

Als postkoloniale Entwicklungszusammenarbeit in der Malariaforschung versteht sich das Projekt „Fear & Fever“. Es handelt sich um eine internationale und interdisziplinäre Koproduktion von Tansania, Deutschland und der Schweiz. Die Bühnenperformance thematisiert die noch immer ungleiche Malariaforschung und ‑behandlung in Afrika und Europa und wird bis 2020 an acht Theatern in den beteiligten Ländern gezeigt.

Unter dem Arbeitstitel Malaria ‚Heal the World‘ entstand ein „Theater-Science-Labor“, das 2019 und 2020 zahlreiche Aufführungen erlebt. Hauptakteure des Projekts sind ASEDEVA (Arts for Social and Economic Development in Africa) aus Dar es Salaam und Flinn Works aus Berlin. Die deutsche Kompanie arbeitet seit 2009 an aktuellen Themen der globalisierten Welt mit postkolonialen und feministischen Fragestellungen. Wie alle Stücke der Kompanie basiert auch Fear & Fever auf intensiver Recherche und nutzt die politischen und ästhetischen Haltungen der internationalen Performer*innen für eine multiperspektivische Dramaturgie. Die Produktion entwickelt ihre Form als Konsequenz aus dem Inhalt und den spezifischen Talenten des Teams: an der Schnittstelle zwischen Ethnologie, Musik- und Dokumentartheater.


Inspiriert von Debatten über Krankheiten, Medizin und Glaubenssysteme erforschen Flinn Works (Berlin) und Asedeva (Dar es Salaam) in diesem theaterwissenschaftlichen Labor die ungleiche Welt der Malaria. Klinische Studien werden kombiniert mit historischen Rückblicken, Choreografien und TED-Gesprächen.

Das Publikum sieht sich mit der widersprüchlichen Politik der Malariaforschung und -behandlung konfrontiert. Ausgehend von individuellen Erfahrungen und Forschungen wird die Performance zum Leitgedanken einer Reise durch Jahrzehnte und Kontinente und schafft eine Atmosphäre, die „zwischen Hightech-Labor, Dorfplatz und Fiebertraum“ wechselt.

Stationen

Deutschland
26. September 2019 (Premiere) bis 29. September 2019 Berlin: Sophiensäle; 8. und 9. Oktober 2019 Hamburg: Museum am Rothenbaum (in Kooperation mit dem Lichthoftheater); 11. und 12. Oktober 2019 Kassel: Staatstheater (tif)

Tansania
23. Oktober bis 5. November 2019 Theatertournee
Dar es Salaam: Little Theatre und Nafasi Arts Space, Bagamoyo: Bagamoyo Festival, Arusha: Ibuka Dance Foundation Arusha

Schweiz
17. bis 19. Juni 2020 Aarau: Theater Tuchlaube

Verantwortlich im Goethe-Institut: Frank Werner, Institutsleiter Goethe-Institut Tansania