Ausstellungsreihe Izwe: Plant Praxis

Detail aus Isabel Katjavivis Installation „Unearthing“
Detail aus Isabel Katjavivis Installation „Unearthing“ | Foto (Detail): Masimba Sasa
  • 28. März 2019 — 29. Februar 2020

  • Postkoloniale Weltordnung, Postkoloniale Kunstproduktion

  • Windhoek (Namibia); Johannesburg (Südafrika)

MADEYOULOOK – eine interdisziplinäre Künstler*innenkooperation zwischen Nare Mokgotho und Molemo Moiloa in Johannesburg – bringt Künstler ins Gespräch, deren Arbeit die vielfältigen psychosozialen Elemente der Bodenpolitik in Form einer Ausstellungsreihe izwe: plant praxis untersucht.

Die erste Ausstellung „Territorios“ beschäftigte sich mit Fragen des ländlichen und städtischen Territoriums für Landarbeiter*innen und Künstler*innen in Johannesburg, Bogota, Mexico-Stadt, Bamako, Douala und Bischkek. Die Sozialisierbarkeit dekolonialer Beziehungen zu Pflanzen und Land sowie mögliche Erkenntnisse aus dem globalen Süden für die Landdebatten Südafrikas wurden berücksichtigt.

Die zweite Installation „Unearthing“ zeigte die Arbeit von Isabel Tueumuna Katjavivi, die den Boden als eine Einheit erkundet, die Erinnerung bewahrt und Zeugnis ablegt, in Erinnerung an die Opfer der Völkermorde unter den Herero und Nama in Namibia während der Kolonialzeit. Katjavivi betrachtet die zeitgenössischen Resonanzen von Enteignung und Trauma im heutigen Namibia.

Die dritte Ausstellung „Bäume, Reben, Palmen und andere architektonische Denkmäler“ stammt von Paulo Tavares (Brasilien), der die Standorte der Xavante-Dörfer untersucht hat, um ihre Existenz vor der Enteignung nachzuweisen. Bäume, die aus den ehemaligen Dörfern entstanden sind, bieten botanische Formationen als archäologische Stätten, die beginnen, die Beziehungen zwischen Natur- und Kulturlandschaften und Wissenssystemen zu untersuchen.

Die letzte Ausstellung zeigt Sangwoodgoons Farmers Almanac und andere Projekte. Sangwoodgoon ist ein Künstlerkollektiv in Hongkong, das die Neoliberalisierung aller Formen des Lebens in Hongkong herausfordert und Raum für Nahrungsmittelproduktion und Sozialität beansprucht, die durch das Land entstehen.
 
Video zur Ausstellung „Territorios“
© Mdumisi Nxele