Multimedia-Reportage African Ways

Mokodu Fall
Mokodu Fall | © Maik Reichert
  • 02. Januar 2019 — 31. Dezember 2020

  • Koloniales Erbe, Postkoloniale Kunstproduktion, Aufarbeitung kolonialer Vergangenheit

  • Rom (Italien)

In Multimedia-Reportagen schildern die „African Ways“ (die afrikanischen Wege) den Werdegang von Menschen, die in Italien leben und afrikanische Vorfahren haben. Mit Videos und Fotos stellt das Goethe-Institut Italien auf seiner Internetseite persönliche Geschichten in den Mittelpunkt, die ein multikulturelles Bild der italienischen Gesellschaft zeichnen. Ziel ist es, die Wahrnehmung und Wertschätzung der afrikanischen Einflüsse im Land zu verbessern.


Seinen ganz eigenen African Way geht beispielsweise das Schmuckgeschäft Agadez Design in der Nähe von Rom. Es arbeitet mit den traditionellen Formen der Tuaregs, deren Einfluss einst bis ans Mittelmeer reichte, und lässt seine Entwürfe in den wenigen verbliebenen, aber weltweit hochgeschätzten Kunstschmieden im afrikanischen Niger herstellen.

Eine andere Reportage stellt Badara Seck vor, Sänger und Abkömmling von senegalesischen Griots, die seit alters her mit der Kraft der Musik heilen und Geschichten überliefern. Er schreibt eine Oper über die gefährliche Mittelmeer-Überfahrt von Flüchtlingen, die er gemeinsam mit europäischen und afrikanischen Musiker*innen aufführen will.


Auch dem Maler und Mode-Designer Mokodu Fall widmet African Ways eine Reportage. Er lebt seit mehr als zwei Jahrzehnten in Italien, stammt aus dem Senegal und bedruckt Kleidungsstücke mit seinen Bildern. Rot wie das Blut sei seine Farbe der Menschheit, erzählt der Künstler im Video. Eine weitere Reportage berichtet über die bevorstehende Wiedereröffnung des Kolonialmuseums in Italien, das seit 40 Jahren geschlossen ist.