Bankkonto und Finanzen Foto: © colourbox.de
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Konto

Wenn Sie in Deutschland leben und arbeiten, brauchen Sie ein Bankkonto. Sie können Ihr Konto bei einer Bank oder bei einer Sparkasse eröffnen. Die meisten Banken und Sparkassen haben Filialen. Manche Banken kann man nur über das Internet nutzen. Meistens muss man für ein Konto etwas Geld, eine Gebühr, zahlen. Für Schüler und Studenten ist das Konto oft kostenlos. Es gibt verschiedene Konten: Bei einem Guthaben-Konto können Sie nur das Geld vom Konto abheben, das Sie vorher eingezahlt haben. Bei einem Konto mit Dispositionskredit (Dispo) können Sie auch Geld abheben, wenn Sie kein Geld mehr auf dem Konto haben. Die Bank leiht Ihnen Geld bis zu einer bestimmten Summe. Sie müssen der Bank aber nicht nur diese Summe zurückzahlen, sondern auch Zinsen. Die Zinsen sind oft sehr hoch.  

Kontoeröffnung

Sie möchten ein Konto eröffnen? Das können Sie in jeder Filiale machen. Die Bank oder Sparkasse muss aber immer erst Ihre Identität prüfen. Sie müssen also Ihren Ausweis oder Pass zeigen.

Bei vielen Banken können Sie auch online oder per Post ein Konto eröffnen. Dafür können Sie das Postident-Verfahren nutzen: Sie bekommen Papiere von der Bank oder Sparkasse. Mit den Papieren und Ihrem Ausweis oder Ihrem Pass gehen Sie zur Post. Dort kann man Sie identifizieren. Manchmal brauchen Sie für die Eröffnung Ihres Kontos auch Ihre Meldebescheinigung.   

Überweisung

Für die Miete und Ihr Gehalt brauchen Sie ein Girokonto. Ihr Arbeitgeber zahlt das Gehalt per Überweisung. Und Sie müssen die Miete für Ihre Wohnung normalerweise per Überweisung bezahlen. Für regelmäßige Überweisungen können Sie einen Dauerauftrag machen. Für andere Überweisungen bekommen Sie in der Bank oder Sparkasse ein Papier, den Überweisungsträger. Wie viel Geld möchten Sie überweisen? Und wer soll das Geld bekommen? Sie schreiben die Informationen auf den Überweisungsträger. Dann geben Sie den Überweisungsträger bei der Bank/Sparkasse ab. Sie möchten Ihr Geld per Internet überweisen? Sagen Sie bei der Eröffnung des Kontos, dass Sie Online-Banking oder Home-Banking machen möchten.  

Seit 2014 gibt es in 34 europäischen Staaten (Stand Juli 2018) den SEPA-Zahlungsverkehr, um möglichst einfach Geld (Euro) zu überweisen. Die IBAN ersetzt dabei die Kontonummer und der BIC die Bankleitzahl. IBAN und BIC finden Sie zum Beispiel auf Ihrer EC-Karte.

EC-Karte und Kreditkarte

Für Ihr Girokonto bekommen Sie eine EC-Karte. Wenn Sie möchten, können Sie auch eine Kreditkarte (zum Beispiel: MasterCard, Visa) bekommen. Normalerweise muss man für die Kreditkarte etwas bezahlen. Die Bank oder Sparkasse schickt Ihnen die EC-Karte und/oder die Kreditkarte meistens per Post. Sie müssen die Karte unterschreiben. Ein paar Tage später bekommen Sie per Post eine Geheimzahl für Ihre Karte, die PIN-Nummer. Die Geheimzahl müssen Sie im Kopf haben.

Mit der EC-Karte können Sie an allen Bankautomaten Geld abheben. Dazu brauchen Sie immer die Geheimzahl. Mit der Kreditkarte können Sie in einigen Geschäften und im Internet zahlen. Bargeld können Sie bei der Filiale Ihrer Bank/Sparkasse einzahlen.

Wenn Sie Ihre EC- oder Kreditkarte verloren haben oder sie geklaut wurde,  sollten Sie die Karten so schnell wie möglich sperren lassen:
Sperr-Notruf: 116116

Zinsen

Für das Geld auf dem Konto bekommen Sie von der Bank oder der Sparkasse Zinsen. Für Geld auf dem Girokonto bekommen Sie nur wenig Zinsen. Wenn Sie Geld sparen möchten, können Sie ein Tagesgeldkonto oder ein Sparkonto eröffnen. Dann bekommen Sie etwas mehr Zinsen als bei einem Girokonto.

Häufige Fragen

Es gibt viele verschiedene Banken in meiner Stadt. Wo soll ich mein Konto eröffnen?

Kann ich mit meiner EC-Karte an allen Automaten Geld abheben?

Kann ich mit der EC-Karte in einem Geschäft bezahlen?

Kann ich von meinem Konto Geld ins Ausland überweisen?

Ich möchte mir ein Auto kaufen, aber ich habe kein Geld. Bekomme ich das Geld von meiner Bank?

Ich habe einen Kredit von einer Bank bekommen. Aber ich kann das Geld nicht zurückzahlen. Was kann ich tun?

Haben Sie weitere Fragen? Dann kontaktieren Sie die Beraterinnen und Berater der Jugendmigrationsdienste.

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